Autosalon 2012: Comeback der Benziner - DER SPIEGEL
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Autosalon 2012 Comeback der Benziner

Die Zukunft fährt elektrisch - unter dem Motto entwarf die Autoindustrie in den vergangenen Jahren kühne Mobilitätsvisionen. Fossile Kraftstoffe kamen darin nicht mehr vor. Nun wird die Industrie von der Realität eingeholt. Auf dem Autosalon in Genf feiert ein alter Bekannter sein Comeback: der Benziner.
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Explosionsmotor: Eine Weile hatte es den Anschein, als würden Elektromotoren dem klassischen Verbrenner zügig den Sprit abdrehen. Doch derzeit erleben vor allem Benzinmotoren ein furioses Comeback. Die Verbrenner werden immer sparsamer und dabei meist auch noch leistungsstärker.

Foto: Auto Imagery, Inc./ ASSOCIATED PRESS
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Zylinderabschaltung: VW stellt in Genf den ersten Großserien-Vierzylindermotor der Welt mit Zylinderabschaltung vor. ACT heißt die Technik bei den Wolfsburgern, ausgesprochen so viel wie "Aktives Zylindermanagement". Im Teillastbetrieb schalten sich automatisch zwei Zylinder ab, das Auto fährt dann, angetrieben von der Kraft aus den zwei anderen Brennkammern, weiter. Die Einsparung liegt bei 0,4 Liter je 100 Kilometer.

Foto: Volkswagen
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Peugeot 208: Nicht nur der neue Kleinwagen debütiert auf dem Autosalon in Genf, sondern mit ihm auch eine neue Motorengeneration. Es handelt sich um Dreizylinderbenziner mit 1,0 oder 1,2 Liter Hubraum, die bis zu 25 Prozent sparsamer sind als die bisher in dieser Klasse eingesetzten Vierzylindertriebwerke.

Foto: Peugeot
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Ferrari F12 Berlinetta: So böse blickt der neue Ferrari-Supersportwagen F12 in die Autowelt. Das Auto debütiert in Genf, der Zwölfzylindermotor des Boliden leistet 740 PS, der Durchschnittsverbrauch liegt bei 15,1 Liter je 100 Kilometer. Das ist zwar immer noch horrend, aber immerhin sind das 30 Prozent weniger als beim Vorgängermodell.

Foto: Ferrari
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Küsschen fürs Motörchen: Ford-Chef Alan Mulally küsste den neuen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner bei dessen Präsentation sogar. Der Motor ist mit 100 oder 125 PS verfügbar und kommt im Kompaktmodell Focus zum Einsatz.

Foto: Ford
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Fiat Twinair: Fiat setzt bereits seit einiger Zeit einen Zweizylindermotor mit 0,9 Liter Hubraum ein. Das Aggregat leistet 85 PS und findet zunehmend Verbreitung in den Modellen des italienischen Konzerns. In Genf etwa steht erstmals der Alfa Romeo Mito mit dem Zweizylindermotor.

Foto: Jürgen Pander
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VW Up: Auch im VW-Konzern steht das sogenannte Downsizing der Benzinmotoren hoch im Kurs. Im neuen Kleinwagen Up, der auch von den Konzernmarken Skoda und Seat baugleich angeboten wird, sind ausschließlich Dreizylinderbenziner erhältlich. In Genf zeigt VW darüber hinaus die Variante Eco-Up mit Dreizylinder-Erdgasmotor, der 68 PS leistet und auf einen CO2-Ausstoß von 79 g/km kommt.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?