Awareness: Eine Frage der Dosis - DER SPIEGEL
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Awareness Eine Frage der Dosis

Alptraum auf dem OP-Tisch: Tausende wachen jedes Jahr während ihrer Operation aus der Vollnarkose auf und müssen miterleben, wie die Ärzte sie aufschneiden. Teure Geräte sollen das verhindern - doch eine Studie zeigt, dass keines zuverlässig vor dem bösen Erwachen schützen kann.
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Patienten fürchten sich oft vor Operationen: Sie haben Angst, nicht mehr aufzuwachen. Doch manche wachen leider zu früh auf. Um das zu verhindern, messen einige Anästhesisten die Hirnströme ihrer Patienten - mit fraglichem Nutzen: Die Überwachungsmonitore zeigen die Tiefe der Narkose nicht verlässlich an.

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Michael Avidan von der Washington University: "Die EEG-Überwachung ist wirksam, warnt aber nicht besser vor Awareness als herkömmliche Verfahren."

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Eberhard Kochs, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der TU München: "Das Gehirn ist das Organ, an dem die Narkosemittel wirken. Deshalb ist die Überwachung der Hirnströme ein Schritt in die richtige Richtung - aber nicht der letzte."

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Hugo Van Aken, Direktor der Anästhesie der Uniklinik Münster: "Anästhesisten können Patienten in einen so tiefen Schlaf versetzen, dass sie von der OP nichts mitbekommen. Doch bei manchen Risikopatienten darf die Narkose nicht zu stark sein."

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?