Axolotl heilt sich selbst - DER SPIEGEL
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Axolotl Aus weg mach neu

Gliedmaßen oder Teile von Herz, Hirn oder Wirbelsäule: Beim Axolotl wächst alles nach. Nun sind sich Forscher sicher: Verantwortlich dafür sind Zellen, die auch beim Menschen vorkommen.
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Axolotl faszinieren Forscher bereits seit Jahrzehnten, denn sie beherrschen etwas, von dem Menschen träumen: Sie können Gliedmaßen ebenso nachwachsen lassen, wie Teile von Organen und sind besonders widerstandsfähig gegen Krebs.

Foto: IMP Research Institute of Molecular Pathology
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Bereits in diesen kleinen Axolotl-Eiern steckt das Geheimnis. Bisher konnten Forscher jedoch nur darüber rätseln, welche Zellen genau für die Wunderheilungen sorgen.

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Nun sind sich Forscher sicher, dem Geheimnis auf die Spur gekommen zu sein.

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Das Überraschende: Die Schwanzlurche verfügen nicht über irgendwelche Wunderzellen.

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Stattdessen übernehmen gewöhnliche Zellen des Bindegewebes den erstaunlichen Heilungsprozess.

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Forscher hatten die Zellen entdeckt, nachdem sie einzelne Gensequenzen der Tiere aufwendig markiert hatten.

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Diese Zellen kommen zwar auch beim Menschen vor. Bei uns sorgen sie jedoch nicht für eine Wunderheilung, sondern für Narben.

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Axolotl beherrschen nämlich einen Trick: Bestimmte Zellen des Bindegewebes können ihren Entwicklungsprozess zurück spulen. Aus hochspezialisierten Bindegewebszellen werden dadurch wieder Vorläuferzellen, die verschiedene Bindegewebetypen bilden können - egal ob Haut, Knochen oder Sehnen.

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Junge Axolotl nach dem Schlüpfen: Ihre Körperzellen machen sozusagen eine Verjüngungskur.

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Ähnliche Alleskönner-Zellen sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass Embryonen Arme und Beine wachsen.

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Warum sich die Zellen beim Axolotl anders verhalten als beim Menschen, ist noch unklar. Vielleicht liegt die Antwort im Genom der Schwanzlurche, das etwa zehnmal so groß ist wie das von Menschen.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?