Axt-Attentat Flüchtlingshelfer in Ochsenfurt verunsichert
Idyllischer Ortskern, 11.000 Einwohner leben in Ochsenfurt, etwa 200 ehrenamtliche Helfer gibt es. Die Unterstützung in der Stadt für Flüchtlinge ist beachtlich.
Der Täter hatte in dieser Flüchtlingsunterkunft gelebt, bevor er in einer Privatfamilie unterkam. Nach dem Attentat suchten Ermittler das Kolping-Heim in Ochsenfurt auf.
Polizeifahrzeug in Ochsenfurt: In dem Ort müssen sich die Bewohner nach dem Schock erst einmal sortieren.
Nach der Tat sind viele Helfer verunsichert. "Wir waren uns eigentlich alle einig, dass das nicht sein kann", sagt Simone Barrientos. Die 52-Jährige kümmert sich in Ochsenfurt zusammen mit einem Helferkreis um unbegleitete jugendliche Flüchtlinge. "Jetzt bleibt nur Schweigen", sagt Barrientos
Ein 17-Jähriger, der als afghanischer Flüchtling in Deutschland registriert war, hatte am Montagabend in einem Regionalzug mehrere Menschen verletzt.
Der Täter schlug und stach mit einer Axt und einem Messer auf eine Familie aus Hongkong ein. Zwei Personen befinden sich noch in Lebensgefahr.
Polizisten am Tag danach am Tatort. Beamte hatten den Angreifer noch in der Nach erschossen. Zuvor hatte er den Zug verlassen und eine Spaziergängerin ebenfalls verletzt.
Kundgebung in Würzburg: Flüchtlinge, unter anderem aus Syrien, und ihre Unterstützer demonstrieren in der Innenstadt gegen den Terror. Auf Plakaten steht: "Sie handeln nicht in meinem Namen" und "Wir lieben den Frieden".