Azoreninsel São Jorge - DER SPIEGEL
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Azoreninsel São Jorge Wir Fajã-Groupies

Sattgrüne Täler, Drachenbäume, Lavaklippen, Lagunen: Mitten im Atlantik liegt ein noch recht unberührtes Paradies. Wer die Azoreninsel São Jorge aber wirklich entdecken will, muss wandern - auch bei launischem Wetter.
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Blick von São Jorge zur Nachbarinsel Pico: Wenn man ihn sieht, sollte man zur Kamera greifen. Denn oft versteckt sich Pico hinter Wolken. Der 2351 hohe Vulkankegel der gleichnamigen Insel ist die höchste Erhebung Portugals.

Foto: Bettina Hensel
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Tour zur Fajã dos Cubres: Wer gerne wandert, sollte São Jorge nicht verpassen. Sie gilt nicht nur als eine der grünsten Inseln, sondern auch neben Flores als eine der schönsten Wanderinseln der Azoren.

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Wandermarkierung: Bevorzugt man ein eher gemütliches Tempo mit Pausen, Bade- und Fotostopps, ist man auf dem circa zehn Kilometer langen, bekanntesten Wanderweg der Insel fünf bis sechs Stunden unterwegs.

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Eine der bekanntesten Touren führt vom Hochland bergab zur Fajã da Caldeira de Santo Cristo bis zur Fajã dos Cubres. Die Fajãs sind Landzungen, die durch das Abrutschen von Erdflächen oder Lava entstanden sind und von denen es auf dieser Insel mehr als 40 gibt.

Foto: Bettina Hensel
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Fast an jeder Wegbiegung warten schöne Fotomotive: saftiges Grün im Nebel, der zwischen den Bergen aufblitzende Atlantik, urige Steinhäuser und Dorfcafés oder Gemüse- und Obstgärten in den spärlich besiedelten Fajãs.

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Blick auf die Fajã da Caldeira de Santo Cristo, die nur auf dem Fußweg zu erreichen ist.

Foto: Bettina Hensel
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Nach einer Wanderung kann man sich abends in Fajã do Ouvidor an der Nordküste abkühlen. Dort versteckt sich der schönste natürliche Pool der Insel: der Poça Simão Dias mit seinen zerklüfteten schwarzen Felslandschaften, die zum Kraxeln einladen.

Foto: Bettina Hensel
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Viele der Häuser in den Fajã sind verlassen. Seit dem schweren Erdbeben 1980 leben nur noch eine Handvoll in der Abgeschiedenheit und widerstehen den Naturgewalten.

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In die Fajã dos Vimes, eine kleinen Siedlung mit nur etwa 70 Einwohnern, führt entlang der Küste ein hübscher Wanderweg, der in Portal startet.

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In Fajã dos Vime zeigt Maria Alzira A. Nunes die roten Kaffeebohnen am Strauch. Familie Nunes baut auf ihrem Grundstück selbst Kaffee an – die winzige Kaffeeplantage mit nur 700 Pflanzen ist die Einzige in Europa.

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São Jorge wird auch "Insel des Käses" genannt. Der unpasteurisierte Rohmilchkäse gilt als Delikatesse. Diese zwölf Kilogramm schweren Laibe stammen von der Käserei Finisterra in Santo Antão an der Ostspitze der Insel bei Topo, die man kostenlos besichtigen kann.

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Nach einer Wanderung kann man sich abends in Fajã do Ouvidor an der Nordküste abkühlen. Dort versteckt sich hinter einem kurzen Wanderweg der schönste natürliche Pool der Insel: Der Poça Simão Dias mit seinen zerklüfteten schwarzen Felslandschaften, die zum Kraxeln einladen.

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Durch die Gassen von Velas: Mit 2000 Einwohnern hat hier etwa ein Fünftel der Inselbevölkerung ihr Zuhause.

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Eine Insel feiert: Auf São Jorge wird jeder Anlass für ein Fest genutzt. Die Insulaner stellen lange Tische in den Straßen auf.

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Die Hauptinsel der Azoren ist São Miguel - hier finden deutlich mehr Touristen hin. Die beiden Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde sind die bekannteste Touristenattraktion der Azoren.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?