"Babylon Berlin" Diese Serie ist der Wahnsinn
Große Bilder, mitreißender Rhythmus, geheimnisvolle Figuren: Severija Janusauskaite spielt in "Babylon Berlin" die androgyne Sängerin Swetlana Sorokina
Kunstvolles Licht- und Schattenspiel: Volker Bruch als Kommissar Gereon Rath
38 Millionen Euro Budget: "Babylon Berlin" ist auch großes Ausstattungskino.
Deutsche Geschichte, mitreißend erzählt: Demonstrationsszene aus "Babylon Berlin"
Janz Berlin is eene Drogenwolke: Charlotte Ritter und der mit Schmerzmittel vollgepumpte Kommissar Rath.
Aufrüstung im Untergrund: Industrielle und Beamte planen die Machtübernahme
Der rührende Versuch, die Ordnung aufrecht zu erhalten: August Benda (Matthias Brandt) und seine Männer.
Rausch und Verzweiflung: Liv Lisa Fries als Gelegenheitsprostituierte Charlotte Ritter in einer Ballszene.
Ritters Aussehen und Auftreten erinnern zuweilen an die legendäre Stummfilmdiva Louise Brooks - hier in "Büchse der Pandora" aus dem Jahr 1928.
Diese Serie ist der Wahnsinn: Kommissar Rath ist in dem Zwanzigerjahre-Panorama nicht der einzige, der Drogen nimmt, um Herr über seine inneren Dämonen zu werden.
Angst und Hirngespinste sind auch die großen Themen des Weimarer Kinos - hier eine Szene mit Max Schreck in "Nosferatu" von 1922.
Dr. Mabuse lässt grüßen: In den expressionistischen Bildwelten haben die großen deutschen Stummfilme der Zwanzigerjahre ihre Spuren hinterlassen.
Wie in "Dr. Mabuse" - hier eine Szene aus dem Klassiker von 1922 - spürt man auch in "Babylon Berlin" wie sich still eine totalitäre Macht im Hintergrund formt.
Träumt von einem neuen mächtigen Deutschland - und ist doch ganz in seinen Ängsten gefangen: der Industrielle Alfred Nyssen (Lars Eidinger)
Der Wahnsinn, den der 1. Weltkrieg hinterlassen hat, ist in "Babylon Berlin" immer präsent - so wie in dem expressionistischen Filmklassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari" von 1919.
Preis folgt auf Preis: "Babylon Berlin" hat sämtliche begehrte Fernsehtrophäen erhalten - hier Volker Bruch bei der Goldenen Kamera im Februar 2018