Trends der Bademode 2018 Wem steht was?
Auffällige Details: Die Modelle reichen von glamourös, verspielt bis hin zu minimalistisch. "Den Diva-Auftritt für den Strand garantieren luxuriöse Modelle mit hochwertigen Details wie Schmucksteinen oder Pailletten", sagt Bettina Klocke, Chefredakteurin von "Sous", einem Magazin der Dessousbranche. Tiefe, intensive Farben setzen diese Bademode zusätzlich in Szene.
Cut-Outs: Ausschnitte, die an verschiedenen Stellen die Haut hervorblitzen lassen, nennen sich Cut-Outs. Es gibt sie zum Beispiel in Form von Dreiecken an den Hüften, als Oval am Bauch und als Streifen zwischen Dekolleté und Bauchnabel. "Bei Badeanzügen sind Cut-Outs ein großes Thema", sagt Modeberaterin Ines Meyrose aus Hamburg. Die Designer setzen dabei auch den Rücken in Szene. Cut-Outs sind ideal, um bestimmte Körperstellen zu betonen. Man sollte jedoch darauf achten, dass der Stoff glatt sitzt: Schnürt er ein, sieht das eher unvorteilhaft aus.
Hoher Beinausschnitt: Auch bei der Bademode feiern die Neunzigerjahre ein Revival. So sieht man etwa hohe Beinausschnitte. Ein Vorteil insbesondere für kleinere Frauen: "Je höher der Beinausschnitt, desto länger wirken die Beine", erklärt Simone Piskol, Stilberaterin aus Heidenau. Doch zugleich warnt sie: "Was nützt mir ein optisch verlängertes Bein, wenn das meine Cellulitis betont?" Der Rand des Beinausschnittes sollte mit glatter Haut abschließen. Ist die Haut etwas weicher, sollte der Ausschnitt tiefer ansetzen - am natürlichen Beinansatz.
Hohe Höschen: "Höschen mit hohem Bund im Bikini sind ideal für Frauen, die etwas Bauch kaschieren möchten", sagt Modeberaterin Ines Meyrose. Wichtig ist allerdings, dass das hohe Höschen einen runden Beinausschnitt hat und an dieser Stelle nicht gerade verläuft - wie das bei einem Panty der Fall ist. Letzteres hätte den gegenteiligen Effekt: Ein Panty trägt auf und ist daher eher etwas für Frauen mit flacherem Bauch oder schmalen Hüften. Zum Kaschieren eignen sich wiederum auch Raffungen.
Hochgeschlossen Oberteile: Im Stilbruch zum hohen Beinausschnitt gibt es hochgeschlossene Oberteile - als Bikini-Variante, aber auch bei Badeanzügen. Die Träger laufen dabei etwa breit oder dünn um den Hals, den auch Cut-Outs oder Musterungen in Szene setzen, erklärt Dessous-Expertin Bettina Klocke.
Auffällige Muster: Wer es bunter mag, kann sich auf farbenfrohe Prints freuen. Der Boho-Style der Siebzigerjahre lebt wieder auf. Tropische Blüten stehen neben folkloristischen Musterungen und versprühen Hippie-Glamour. Die Farben sind frisch. Große Muster lassen den Körper etwas dezenter erscheinen, kleine Muster strecken ihn hingegen optisch. "Das Muster kann gerne an der Körperstelle platziert sein, die man etwas kaschieren möchte", sagt Ines Meyrose. Gerade bei den dünnen Stoffen der Bademode erzielt das noch einen Effekt: "Habe ich nicht ganz glatte Haut, fällt das unter einer einfarbigen Fläche mehr auf als unter einem etwas unruhigeren Muster", so Meyrose.
Wer sich optisch lieber etwas vergrößern möchte, greift hingegen zu Ton-in-Ton-Modellen, rät Stilberaterin Simone Piskol: "Ein blauer Badeanzug mit blauen Akzenten streckt unwahrscheinlich."
Dieser Zwei-Teiler hat ein auffälliges Muster in knalligen Farben, Cut-Outs und ein hochgeschlossenes Oberteil - und trifft damit absolut den Zeitgeist.
Rüschen wie an diesem Bikini betonen die weiblichen Kurven.
Verspielte Rüschen: Verspielte Elemente wie Volants und Rüschen betonen weibliche Kurven. Gerade für zierliche Frauen seien sie perfekt, sagt Piskol. Als Kontrast dazu finden sich auch schlichte Silhouetten. "Es gibt viele ganz minimalistisch gearbeitete Bikinis und Badeanzüge, die unglaublich edel wirken", sagt Klocke. "Dazu tragen auch feine, tonige Farben bei, die oft mit ganz soften neuen Materialien kombiniert werden." Akzente setzen die Firmen mit zurückgenommenen Orange- oder Apricottöne.
Manche Designer kombinieren auch die derzeit gefragten Rüschen und Streifen.
Sportlicher Stil: Für athletische Frauen bieten die Hersteller eine breite Palette an sportlicher Bademode: Allover-Statement-Prints, große geometrische Motive und intensives Colour Blocking. "Die Schnitte sind eher schlicht, vom Wassersport inspiriert", sagt "Sous"-Chefredakteurin Klocke. Meyrose ergänzt, dass diese Modelle eher für trainierte Frauen mit kleinem Busen geeignet seien, "weil sich einfach alles darunter abzeichnet und größere Brüste nicht genug Halt bekommen". Doch bei einigen Modellen haben sich die breiteren Galonstreifen, die man von Jogginghosen kennt, auch auf die Bademode geschlichen. Gut verarbeitet geben sie ein bisschen Halt.
Streifen: Ob waagerecht, senkrecht oder quer, dick oder dünn, dezent oder in wildem Mustermix: Streifen ziehen sich durch die gesamte Bademoden-Kollektion. Modeberaterin Meyrose erklärt: "Waagerecht verlaufend tragen sie etwas auf, weil das Auge die Linien intuitiv verlängert. Je schräger sie sind, desto mehr wird der Körper optisch gestreckt." Zu den ganz bunten Modellen sollten eher große Frauen greifen. "Je größer der Farbwechsel, desto kleiner wirkt der Körper." Kleinere Kontraste helfen, ihn optisch in die Länge zu strecken.