Bahnstrom-Unfall bei 15.000 Volt "Eine total dumme, spontane Aktion"
Vor drei Jahren, am 11. August 2012, passierte das Unglück: Vanessa Vaske ging nachts mit einem Disco-Flirt zum Osnabrücker Güterbahnhof - und kletterte dort auf einen Waggon. Ein Stromschlag traf die damals 21-Jährige, sie überlebte mit schweren Verletzungen.
Erst nach fünf Operationen war Vanessa Vaske in einem stabilen Zustand. Sieben Wochen verbrachte sie im Krankenhaus - und hatte dabei noch Glück: Viele Menschen überleben einen solchen Spannungsüberschlag nicht.
36 Prozent von Vanessas Haut sind verbrannt. Am stärksten betroffen war ihr linkes Bein. Noch heute fühlt es sich fremd an. Aber, so sagt die 24-Jährige: "Ich habe überhaupt keinen Grund, mich über irgendetwas zu beklagen."
Warum sie auf den Waggon geklettert ist? Ob sie sich dann die Sterne angucken wollte oder ob ihr Begleiter sie drängte - Vanessa Vaske weiß es nicht mehr. "Hier entlang sind wir zu den Bahngleisen gegangen", daran erinnert sich die junge Frau. Zum Zeitpunkt des Unfalls war sie nüchtern - zum Glück, sonst hätte die Versicherung nur die Erstversorgung übernommen.
Vanessa mit Hermann Lampen von der Bahnpolizei. Er gab den Anstoß dazu, einen neunminütigen Aufklärungsfilm zu drehen, in dem die junge Frau von ihrem Unfall berichtet.