Baikalsee: Ein sibirisches Wintermärchen - DER SPIEGEL
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Sibirischer Winter Schlaflos am Baikalsee

Bis zu zwei Meter dick ist das Eis und glasklar: Der tiefste See der Welt, der Baikalsee, ist ein sibirisches Wintermärchen. Die Fotografin Kristina Makeeva fing ihn in seiner Weite ein.
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Baikalsee in Sibirien: Das Gewässer in Burjatien ist der tiefste See und der älteste Süßwassersee der Erde. Im Winter kann das Eis bis zu zwei Meter dick werden. Die Moskauer Fotografin Kristina Makeeva war im März dort.

Foto: Kristina Makeeva
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"Als wir die Reise planten, hätten wir nicht gedacht, dass der Baikalsee so beeindruckend, majestätisch und zauberhaft ist", schreibt Makeeva auf ihrem Blog . "Wir waren so entzückt, dass wir während der drei Tage dort kaum schlafen konnten."

Foto: Kristina Makeeva
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Im Winter kann es am Baikalsee bis zu minus 50 Grad Celsius kalt werden. "Batterien sind das wichtigste", schreibt Makeeva und empfiehlt jedem, der dort auch fotografieren will: "Immer viele mitnehmen. Drei reichen für einen halben Tag."

Foto: Kristina Makeeva
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Makeeva war mit einem Amphibienfahrzeug auf dem See unterwegs, das Eis soll ein Gewicht von mehreren Tonnen tragen können. Lautes Knacken sei ständig zu hören. Wenn es sehr kalt ist, öffnen sich riesige Spalten – 10 bis 30 Kilometer lang und zwei bis drei Meter breit.

Foto: Kristina Makeeva
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Der Baikalsee ist nicht nur einzigartig durch seine Tiefe von 1642 Metern. Auch kommen zwei Drittel der etwa 1500 Tier- und 1000 Pflanzenarten in und am Gewässer nur hier vor. Im Durchschnitt ist das Wasser nur sieben Grad kalt – auch im Sommer nicht gerade badetauglich.

Foto: Kristina Makeeva
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Strukturen zum Staunen: Das Eis schließt Fische und Zweige ein. Aber auch Methangasblasen sind zu erkennen, die von Algen im See produziert werden. "Das Eis des Baikalsee ist das durchsichtigste der Welt", sagt Makeeva begeistert, "man kann Objekte in einer Tiefe von bis zu 40 Metern sehen."

Foto: Kristina Makeeva
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Der Baikalsee ist bis in den Mai hinein vereist, allerdings wird er ab April etwa nicht mehr betreten. Auf dem Eis werden sogenannte Zimnik, Eisstraßen, angelegt, die Ortschaften und Inseln verbinden.

Foto: Kristina Makeeva
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"Einer Legende nach", so schreibt Makeeva, "hatte Vater Baikal 336 Söhne und eine Tochter" – was für die Flüsse steht, die den See speisten. Tochter Angara verliebte sich in einen anderen Fluss, Jenisej, und zog das Wasser ab, hin zu ihrem Liebhaber.

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Der Vater verfluchte seine Tochter und warf einen riesigen Stein nach ihr. Der Felsen heißt heute Schamanenstein und liegt im Ursprung des einzigen Abflusses.

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