Ballon d'Or - alle Sieger seit 1990 - DER SPIEGEL
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Ballon d'Or Gipfelstürmer auf dem Eiffelturm

Seit 2008 hieß der Gewinner des Ballon d'Or immer entweder Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Mehr Abwechslung an der Spitze des Weltfußballs gab es in den Jahren von 1990 bis 2008. Ein Blick auf die Siegerliste seit Lothar Matthäus.
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Die nächste Trophäe für die heimische Vitrine: Cristiano Ronaldo wurde im vergangenen Jahr auf dem Pariser Eiffelturm zum fünften Mal mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet worden. Der Goldene Ball wird seit 1956 (erster Gewinner: der Brite Stanley Matthews) von der französischen Fachzeitschrift "France Football" verliehen. Lange war die Ehrung ausschließlich europäischen Fußballern vorbehalten, der Liberianer George Weah war im Jahr 1995 der erste nichteuropäische Gewinner. Ein Blick in die Historie, hier sind alle Gewinner seit 1990.

Foto: Steffen Schmidt/ AP/dpa
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Lothar Matthäus, Sieger 1990: Matthäus ist der erste in unserer Liste. Nach Gerd Müller (1970), Franz Beckenbauer (1972 und 1976) und Karl-Heinz Rummenigge (1980 und 1981) war er der vierte Deutsche, der von der Jury (bestehend aus Sportjournalisten aus den Ländern der Uefa-Mitgliedsverbänden) ausgezeichnet wurde. Matthäus stand damals bei Inter Mailand unter Vertrag, und setzte sich bei der Wahl - die damals noch als Wahl zum Fußballer Europas bekannt war - gegen Salvatore Schillaci und Andreas Brehme durch.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Jean-Pierre Papin, 1991: Der damalige Stürmer von Olympique Marseille galt 1991 als einer der torgefährlichsten Angreifer der Welt. Die Belohnung: der Goldene Schuh. Papin setzte sich in diesem Jahr vor Matthäus und Darko Pancev sowie Dejan Savicevic durch.

Foto: Icon Sport via Getty Images
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Marco van Basten, 1992: Auf Papin folgte van Basten, der bereits in den Jahren 1988 und 1989 die Trophäe gewinnen konnte. Der Niederländer wurde in der Saison 1991/1992 mit dem AC Mailand italienischer Meister und erzielte in 201 Spielen 124 Tore für den Klub. Hinter van Basten liefen 1992 der Bulgare Christo Stoitschkow und Dennis Bergkamp ein.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Roberto Baggio, 1993: Es war das Jahr von Baggio. Der italienische Nationalspieler gewann in der Saison 1992/1993 mit Juventus Turin den Uefa Cup. Bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres setzte er sich gegen Bergkamp und Eric Cantona durch.

Foto: imago Sportfotodienst
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Christo Stoitschkow, 1994: Er ist der erste und bisher einzige Bulgare, der den Ballon d'Or gewann. Ein Grund für die Auszeichnung waren seine Tore bei der WM in den USA. Der Stürmer wurde mit sechs Treffern bester Schütze der Endrunde, bei der Bulgarien den vierten Platz erreicht hatte. Die Italiener Baggio und Paolo Maldini wurden bei der Wahl Zweiter und Dritter.

Foto: imago/ Miguelez Sports Foto
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George Weah, 1995: Der einzige Afrikaner, der jemals den Ballon d'Or gewann, ist George Weah aus Liberia. Seine größten Triumphe feierte Weah in den Neunzigerjahren in Europa bei der AS Monaco, Paris Saint-Germain und AC Mailand. Das Nachsehen hatten in diesem Jahr Jürgen Klinsmann und der Finne Jari Litmanen.

Foto: © Dylan Martinez / Reuters
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Matthias Sammer, 1996: Der frühere BVB-Profi ist der bisher letzte Deutsche, der die Auszeichnung gewann. 1996 trumpfte der Mittelfeldspieler bei der Europameisterschaft in England auf, die das DFB-Team für sich entscheiden konnte. Zweiter bei der Fußballer-Ehrung wurde Ronaldo, Platz drei ging an Englands Stürmer Alan Shearer.

Foto: imago Sportfotodienst
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Ronaldo, 1997: Dann war der erste Brasilianer an der Reihe. Stürmerstar Ronaldo sicherte sich den Goldenen Ball 1997. Im Spieljahr 1996/1997 hatte Ronaldo 47 Treffer in 49 Pflichtspielen erzielt, mit dieser Quote war er damals auch der erfolgreichste Torjäger der Welt. Predrag Mijatovic wurde bei der Wahl Zweiter. Platz drei ging an Zinédine Zidane, der im Jahr darauf jubeln durfte.

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Zinédine Zidane, 1998: Der damalige Juventus-Profi ist der bisher letzte Franzose, der Weltfußballer wurde. Zidane führte Frankreich bei der WM im eigenen Land zum Titel. Kroatiens Davor Suker und Ronaldo hatten das Nachsehen.

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Rivaldo, 1999: Im darauffolgenden Jahr ging die Trophäe wieder nach Brasilien. Doch nicht Ronaldo sondern Rivaldo (l.) wurde 1999 zum besten Spieler der Welt gekürt. Rivaldo stand zu dieser Zeit beim FC Barcelona unter Vertrag und verwies David Beckham und Andrij Schewtschenko auf die Plätze.

Foto: Bongarts/ Getty Images
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Luís Figo, 2000: Dann kürten die Sportjournalisten Figo (r.) zum Weltfußballer. Der Portugiese war damit bei Real Madrid in guter Gesellschaft. Seine beiden Teamkollegen Zidane und Ronaldo hatten den Titel schon vorher in der Tasche.

Foto: Bongarts/ Getty Images
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Michael Owen, 2001: Owen war 2001 der erste englische Preisträger seit Kevin Keegan im Jahr 1979. Owen spielte damals beim FC Liverpool und setzte sich überraschend vor Real Madrids Raúl und Keeper Oliver Kahn vom FC Bayern durch.

Foto: imago Sportfotodienst
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Ronaldo, 2002: Zweiter Titel für den Brasilianer. Oder anders gesagt: für den Comebacker. Ronaldo hatte in den Jahren zuvor mit schweren Verletzungen zu kämpfen, bei der WM 2002 wurde er mit Brasilien aber Weltmeister. Diese Leistung reichte zur Ehrung vor Landsmann Roberto Carlos und Oliver Kahn. Der deutsche Torwart hatte die DFB-Auswahl mit sensationellen Paraden ins WM-Endspiel gegen Brasilien geführt, im Finale patzte er dann und war für die 0:2-Niederlage mitverantwortlich.

Foto: Firo Foto/ Getty Images
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Pavel Nedved, 2003: Die Saison 2002/2003 verlief für Nedved eigentlich tragisch. Eigentlich! Der Juventus-Profi fehlte zwar im Champions-League-Endspiel (das Juventus gegen AC Mailand verlor) wegen einer Gelb-Sperre, die Juroren wählten ihn trotzdem zum besten Fußballer. Thierry Henry wurde Zweiter, Platz drei ging an Paolo Maldini.

Foto: imago Sportfotodienst
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Andrij Schewtschenko, 2004: Die Tormaschine aus der Ukraine sicherte sich 2004 die Trophäe. Schewtschenko stand damals bei der AC Milan unter Vertrag und wurde Italienischer Meister. Dahinter: Portugals Deco und Ronaldinho.

Foto: imago Sportfotodienst
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Ronaldinho, 2005: Im Jahr 2005 kam der Preisträger erneut aus Brasilien. Nachfolger von Ronaldo und Rivaldo wurde Ronaldinho, der 2003 von Paris Saint-Germain nach Barcelona gewechselt war. Auf den Plätzen zwei und drei folgte mit Frank Lampard und Steven Gerrard ein englisches Duo.

Foto: imago Sportfotodienst
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Fabio Cannavaro, 2006: Mit dem Italiener wurde zum ersten Mal einem Abwehrspieler die Ehre zuteil, sich Ballon d'Or-Sieger nennen zu dürfen. Cannavaro führte Italien in diesem Jahr zum WM-Titel. Azzurri-Torwart Gianluigi Buffon wurde Zweiter, der dritte Platz ging an Thierry Henry.

Foto: Michael Steele/ Getty Images
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Kaká, 2007: Er konnte sich als der vierte Brasilianer in die Siegesliste einreihen. Kaká gewann in der Saison 2007 mit Milan die Champions League. Auf den Plätzen dahinter tauchten erstmals zwei Namen auf, die in den Jahren danach den Weltfußball prägen sollten. Ein gewisser Cristiano Ronaldo wurde Zweiter, Lionel Messi holte sich den dritten Platz.

Foto: Andrew Medichini/ AP
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Cristiano Ronaldo, 2008: Dann war es soweit, die Jahre der ständigen Wechsel an der Spitze des Weltfußballers waren vorbei. 2008 hieß der Preisträger erstmals Cristiano Ronaldo, der zu dieser Zeit bei Manchester United unter Vertrag stand und seinen ersten Champions-League-Titel gewann. Dahinter: Messi und der Spanier Fernando Torres.

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Lionel Messi, 2009 bis 2012, 2015: Dann begann die Ära von Messi, der auch in den drei folgenden Jahren den Titel einheimste. Viermal Weltfußabller des Jahres - das hat vor dem Superstar des FC Barcelona noch kein anderer geschafft. 2015 folgte der fünfte Titel - Messi wurde zur Legende (Hinweis: Von 2010 bis einschließlich 2015 wurde die Wahl des Ballon d'Or in Zusammenarbeit mit der Fifa-Weltfußballerwahl durchgeführt).

Foto: JOSEP LAGO/ AFP
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Cristiano Ronaldo, 2013, 2014 sowie 2016 und 2017: Im vergangenen Jahr zog CR7 mit Messi gleich. An dem Portugiesen führte seit 2013 kaum ein Weg vorbei. 2017 gewann er mit Real Madrid zum zweiten Mal in Folge die Champions League, auch 2018 siegte das spanische Team in der Königsklasse. In diesem Jahr ist Luka Modric der Topfavorit auf den Ballon d'Or.

Foto: JAVIER BARBANCHO/ REUTERS
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