Bangladesch Zyklon 2007
Im November 2007 wird Bangladesch schwer getroffen: Zyklon "Sidr" zerstört weite Teile im Südwesten des Landes. Rund 300.000 Menschen werden obdachlos. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond geht zunächst von bis zu 10.000 Toten aus, späteren Angaben zufolgen sterben rund 3300 Menschen, ähnlich viele werden verletzt. Diese Frau hat ihr Haus verloren und wartet nun, die letzten Habseligkeiten um sich versammelt, auf Hilfe.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis 250 Stundenkilometern ist der Tropensturm "Sidr" über Bangladesch hinweggezogen. Etwa drei Millionen Menschen werden aus den überfluteten Küstengebieten der Südküste evakuiert. Diese Familie aus Bakerganj hat ihr Haus verloren.
Eine Frau in einem Dorf bei Pirojpur an der Südküste sammelt am 17. November die Reste ihres Hauses ein. In dem von "Sidr" besonders schwer getroffenen Süden des Landes wird die Lage für die Überlebenden in den Tagen und Wochen nach dem Sturm zunehmend schwieriger. Rettungskräften zufolge sind die Menschen in dem Küstenabschnitt vielerorts von Hunger und Seuchen bedroht.
Eine Familie vor ihrem zerstörten Haus in Mirzaganj, rund 310 Kilometer von der Hauptstadt Dhaka: Die Gesellschaften des Roten Halbmonds schickten Tausende von Helfern in das Katastrophengebiet, die Vereinten Nationen stellten mehrere Millionen Dollar aus dem Uno-Nothilfefonds zur Verfügung.
Glück im Unglück: Schüler einer muslimischen Schule in Potuakhali, rund 150 Kilometer südlich von Dhaka, konnten ihre Bücher aus den Fluten und Schlammmassen retten und trocknen sie nun in der Sonne.
Helfer versuchen, ein im Sturm gesunkenes Boot aus dem Kirtankhola zu ziehen. Bangladesch liegt in weiten Teilen nur auf Höhe des Meeresspiegels und wird jedes Jahr von heftigen Zyklonen heimgesucht. Das Problem ist teilweise hausgemacht: Aufgrund von zunehmendem Abholzen großer Waldflächen im Gebirge und dadurch verursachter Bodenerosion werden mit den alljährlichen Fluten, die Schmelzwasser aus dem Himalaya bringen, auch große Schlammmassen in die Tiefebene transportiert. Die Flüsse versanden und treten vor allem während der Schneeschmelze immer weiter über die Ufer.