Bankgeheimnis - DER SPIEGEL
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Bankgeheimnis Die Nummer mit den Nummernkonten

Wurde die Schweiz aus Mitmenschlichkeit zur Steueroase? Jahrzehntelang behaupteten die Eidgenossen, das Bankgeheimnis sei 1934 Gesetz geworden, um jüdische Gelder vor der Gier der Nazis zu schützen. Eine schöne Legende - die die Banken 1966 mit einem PR-Coup selbst in die Welt setzten.
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Massive Kritik: Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schweizer Bankgeheimnis aus dem Ausland immer wieder scharf attackiert. Kritiker warfen der Schweiz vor, Steuerhinterziehung zu begünstigen und die dunklen Geschäfte von Despoten, Drogenhändler und Finanzschieber zu unterstützen.

Foto: dpa/mm.de
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Streit um Tradition: Bis heute ist das Bankgeheimnis Teil des nationalen Selbstverständnisses der Schweiz - die Mehrheit der Eidgenossen sieht darin einen der wichtigsten Standortvorteile ihres Landes. Andere halten das Bankgeheimnis dagegen für hinderlich und einen Mythos - schließlich erwirtschaften die Schweizer Banken nur etwa neun Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes.

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Banksafe in Zürich: Die Verletzung des Bankgeheimnisses wurde in der Schweiz erstmals 1934 unter Strafe gestellt. Allerdings gab es schon zuvor eine lange Tradition des Bankgeheimnisses, das aber nur im Gewohnheits- und Zivilrecht verankert war.

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Finanzplatz Zürich: Historische Aufnahme aus dem Jahr 1955 mit den Zentralen der Schweizer Kreditanstalt (r.) und der Swiss Bank Corporation (l.).

Foto: Getty Images
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Heinrich Brüning: Angesichts der schweren Wirtschaftskrise führte der deutsche Reichskanzler 1931 die Devisenbewirtschaftung ein. Bankspione sollten in der Schweiz Informationen über Steuerflüchtlinge sammeln - ohne großen Erfolg.

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Schweizer Banksafe: Kritik an ihrer Geheimniskrämerei wehrten Schweizer Banken gerne mit dem Argument ab, das Bankgeheimnis sei 1934 eingeführt worden, um bedrohtes jüdisches Vermögen vor dem Zugriff des NS-Staates zu schützen. Historiker haben diese Version inzwischen als Legende enttarnt.

Foto: REUTERS
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