Banklady Gisela Werler - DER SPIEGEL
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Banklady Gisela Werler Mit Schirm, Charme und Pistole

Eiskalter Vamp oder psychisch Kranke? Zwei Jahre lang beflügelten die spektakulären Coups der Banklady die erotischen Fantasien einer ganzen Nation. Bis Deutschlands berühmteste Bankräuberin einen Fehler machte. Vor 40 Jahren wurde Gisela Werler geschnappt - und ein Mythos entzaubert. Von Katja Iken
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Geld her!: Für die ARD hat Manfred Uhlig die Geschichte des Räuberduos mit dem Film "Geld her - die Banklady" rekonstruiert. Das Szenenfotos zeigt "Gisela Werler" (Ruth Zimmer) und ihren Komplizen und Geliebten "Peter Werler" (Fritz Roth) in Aktion. Der Film wurde im Juni 2006 ausgestrahlt.

Foto: NDR/cinecentrum
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Chamäleon: Gisela Werler, einmal in ihrer alltäglichen Kleidung, einmal als Banklady bei ihrem letzten Überfall in Bad Segeberg. Gute zwei Jahre gelang es dem Räuberduo, das Doppelleben erfolgreich zu verbergen: Ein Büsum-Urlaub hier, eine neue Gardine da, mehr gönnten sich die Banklady und ihr Geliebter nicht.

Foto: Volkskunde Museum Schleswig
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Unscheinbar und bieder: Polizeiaufnahmen der Banklady nach ihrer Verhaftung. Die Enttäuschung der Kriminalbeamten muss enorm gewesen sein: Hinter der Fassade vom blonden Vamp versteckte sich ein einfache, bieder wirkende Frau mit dunklem Haar.

Foto: Volkskunde Museum Schleswig
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Die Tatwaffe: Mit dieser Maschinenpistole hat das Räuberduo am 15. Dezember 1967 bei seiner Flucht in Bad Segeberg auf Bankangestellte und Polizisten geschossen. Hermann Wittorff alias Peter Werler hatte die Waffe als funktionsuntüchtiges Sammlerstück legal erworben und anschließend in der eigenen Kellerwerkstatt wieder schussfähig gemacht.

Foto: Volkskunde Museum Schleswig
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Nachgestellter Coup: Um den Tathergang zu rekonstruieren, stellte die Polizei den missglückten Überfall auf die Kreissparkasse Bad Segeberg vom 15. Dezember 1967 nach.

Foto: Volkskunde Museum Schleswig
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Ort des Geschehens: Diese Kreissparkasse in Bad Segeberg überfielen die Banklady und ihr Komplize am 15. Dezember 1967. Doch diesmal ging es schief: Die Bankangestellten leisteten Widerstand, das Pärchen musste flüchten und wurde wenig später von der Polizei gestellt.

Foto: Volkskunde Museum Schleswig
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Gemütliche Welt: Fernschreiber, Telefon mit Gabel, Diktiergerät und Lampe - mehr technischen Firlefanz brauchte es nicht, in der Amtsstube eines Polizisten in den 60er Jahren. Für die Ausstellung im Volkskunde Museum Schleswig hat dessen Leiter (Foto) ein Polizeirevier aus der Zeit der Banklady nachgestellt. Die Schau zeigt die originalen Waffen, Maskierungen und Ausstattungsstücke der Bankräuber. Eine Ausstellungsstation ist als Bankfiliale eingerichtet, eine zweite als Polizeistation der sechziger Jahre, und die dritte stellt die Privatwohnung der "Banklady" dar.

Foto: dpa
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Liebes Ding: Niemand hätte Gisela Werler (re.) zugetraut, dass sie Banken überfällt und ausraubt. Weder die Nachbarn, die sie als liebes, nettes Ding beschrieben noch ihre Arbeitgeber, die ihre Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft lobten.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?