Bar-Chefin mit Hundert - DER SPIEGEL
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Barchefin mit Hundert "Ich bin eine Draufgängerin"

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Jeden Morgen um 8.15 Uhr öffnet sie ihre Bar. Marie-Louise Wirth steht seit 87 Jahren hinter dem Tresen ihrer Kneipe im nordfranzösischen Isbergues südlich von Dünkirchen.

Foto: PHILIPPE HUGUEN/ AFP
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Die Kneipe hat keinen Namen - denn "wenn man gutes Bier hat, braucht man kein Aushängeschild", sagt Wirth.

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Die Leitung der Kneipe in dem Ort mit 10.000 Einwohnern hat sie 1954 von ihrem Vater übernommen. Seither hat sich wenig verändert. „Die Bar sieht seit 50 Jahren so aus“, sagt Wirth. Und das soll noch lange so bleiben, an Rente denkt die Hundertjährige nicht.

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Jeden Morgen trinkt sie mit ihrem ersten Kunden ein Gläschen Kirschbrandy. Außerdem schwört sie auf "alles, was man nicht darf": Mayonnaise, Gewürzgurken, aber "niemals Obst". Auch auf andere Gesundheitstipps pfeift die rüstige Barbesitzerin: "Ich bin niemals gerne zu Fuß gegangen, ich fahre lieber Auto", bekennt sie.

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Ihre Stammgäste werden immer weniger, sie habe vielen von ihnen beerdigt, erzählt Wirth, aber sie werde so lange weitermachen, wie sie kann. „Ich bin eine Draufgängerin. Es ergibt keinen Sinn, zu leben und nichts zu tun oder zu sehen.“

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