Barbarenschatz Blank poliert
Kostberkeiten aus dem fünften Jahrhundert: Ein 24-Jähriger entdeckte den Schatz 2013, meldete ihn aber nicht dem Amt für Denkmalschutz. In zweiter Instanz wurde der Schatzsucher nun wegen Unterschlagung zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt.
Ein zusammengedrücktes versilbertes Zierblech einer Truhe: Die Römer nannten andere Völker Barbaren, daher stammt die Bezeichnung "Barbarenschatz" für derartige Ausgrabungen.
Staunen vor dem Schatz: Die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen (SPD), der Landesarchäologe Axel von Berg (l.), der Leiter der Landesarchäologie Speyer, Ulrich Himmelmann, und der Direktor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Thomas Metz (r.), schauen sich am 18. Februar 2013 vor der Pressekonferenz in Mainz Silberteller und Schale an.
Silberne Statuetten eines "Feldherrenstuhls" aus der Spätantike: Die Gegenstände sollten die politische Autorität einer hohen Persönlichkeit widerspiegeln.
Zerhackter Silberteller aus der Spätantike: Der Schatz sei neben einer einstigen Römerstraße von seinem Eigentümer oder von damaligen Räubern in nur einem halben Meter Tiefe vermutlich hastig vergraben worden.
Eine Silberschale aus der Spätantike: Doch zahlreiche Informationen gingen verloren, weil der Schatzsucher den Fund nicht an Experten übergab.
Eine Silberschale aus der Spätantike: Stattdessen reinigte er den Schatz.
Die 36 goldenen Blattanhänger und 50 Rauten schmückten einst ein prächtiges Gewand. Wie dieses aussah und beschaffen war, lässt sich nach der Spurenvernichtung durch den Schatzsucher leider nicht mehr ermitteln.