Bastian Schweinsteiger: Sweet Home Chicago - DER SPIEGEL
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Schweinsteiger-Wechsel in die MLS Sweet Home Chicago

Vorbei die Zeit bei Manchester United: Bastian Schweinsteiger steht vor einem Wechsel in die USA. Bei Chicago Fire will er wieder spielen. Hier sehen Sie die Höhepunkte der Laufbahn des Weltmeisters.
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Weltmeister! Im Sommer 2014 führte Bastian Schweinsteiger die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien zum WM-Titel. Unvergessen ist seine überragende Leistung im Finale, als er trotz eines Cuts unter dem Auge durchspielte. Es war der Höhepunkt einer großen Karriere, die künftig in den USA weitergeht.

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Der Beginn der Ära: Schweinsteiger war eine Institution beim FC Bayern München. 1998 wechselte er vom TSV Rosenheim in die Jugend des Rekordmeisters. Schon dort war er sehr erfolgreich, 2002 gewann er gegen den VfB Stuttgart die deutsche A-Jugend-Meisterschaft.

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Sein erstes Profispiel bestritt Schweinsteiger am 13. November 2002 in der Champions League. Beim 3:3 gegen RC Lens empfahl er sich für höhere Aufgaben. Wenige Tage später bekam er seinen ersten Profivertrag.

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Es folgten extrem erfolgreiche Jahre: Schweinsteiger wurde zwischen 2003 und 2015 insgesamt achtmal Deutscher Meister und siebenmal DFB-Pokalsieger.

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Ein besonderer Höhepunkt war die Meisterschaft 2013, als er beim entscheidenden Spiel gegen Eintracht Frankfurt per Hacke zum 1:0-Sieg traf. Durch den Erfolg Anfang April standen die Münchner vorzeitig als Meister fest - so früh wie noch kein anderer deutscher Klub zuvor.

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Insgesamt erzielte der am 1. August 1984 in Kolbermoor geborene Schweinsteiger 45 Tore in der Bundesliga.

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International jedoch ließen die großen Titel zunächst auf sich warten. 2010 verlor Schweinsteiger an der Seite des jungen Holger Badstuber (r.) das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand 0:2.

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Und es wurde noch dramatischer: Im Finale der Königsklasse 2012 vor heimischem Publikum ging es gegen den FC Chelsea ins Elfmeterschießen - und Schweinsteiger verschoss den letzten Elfmeter für den FC Bayern. Es jubelten wieder die anderen.

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Ein Jahr später war es dann aber so weit: Im Finale 2013 siegten die Bayern 2:1 gegen Borussia Dortmund. Bastian Schweinsteiger und der Henkelpott - im dritten Anlauf hatte es endlich gekappt.

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Im gleichen Jahr bestritt er sein 300. Bundesligaspiel für die Münchner. Insgesamt absolvierte Schweinsteiger 342 Partien für die Bayern in der höchsten deutschen Spielklasse.

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2013 wurde Schweinsteiger zudem zum Fußballer des Jahres gewählt.

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Ein Jahr später durfte er zum (wohl) letzten Mal die Meisterschale in die Höhe strecken. Schweinsteiger verabschiedete sich mit dem Titel von den Bayern und der Bundesliga.

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Parallel zu den Erfolgen mit dem FC Bayern sorgte Schweinsteiger auch in der Nationalmannschaft für Furore. Am 6. Juni 2004 bestritt er beim Test gegen Ungarn in Kaiserslautern sein erstes Länderspiel, hier jubelt der damals 19-Jährige noch im Trikot der U21-Mannschaft.

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Zwei Jahre später folgte die WM im eigenen Land. Schweinsteiger war mittlerweile Stammspieler und bejubelte vor Millionen Menschen in Berlin einen beachtlichen dritten Platz.

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Bei der EM 2008 stand Schweinsteiger mit der Nationalmannschaft erstmals im Finale eines großen Turniers. Deutschland unterlag Spanien jedoch 0:1.

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Als stellvertretender Kapitän führte Schweinsteiger das DFB-Team gemeinsam mit Philipp Lahm 2010 zur WM nach Südafrika. Im Halfinale hieß die Endstation erneut Spanien.

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2012 wollte Schweinsteiger endlich den ersten großen Titel mit der Nationalmannschaft holen. Die Vorzeichen waren gut. Doch Deutschland verlor im Halbfinale 1:2 gegen Italien.

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Seit 2006 war Joachim Löw in der Nationalmannschaft Trainer von Bastian Schweinsteiger. Gemeinsam hatten sie viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Erleichterung der beiden war nach dem WM-Triumph 2014 nicht zu übersehen.

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Schweinsteiger feierte sein Debüt im DFB-Team übrigens am selben Tag wie Lukas Podolski. Mehr als zwölf Jahre später krönten die Kumpels in Rio de Janeiro ihre Karrieren und wurden zusammen Weltmeister.

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Ein Jahr später folgte der Wechsel aus der Bundesliga in die Premier League: Die englischen Medien überschlugen sich fast angesichts der Tatsache, dass der damalige DFB-Kapitän von Bayern München zu Manchester United ging.

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"Mein absoluter Traum wäre es, für Manchester United zu spielen", hatte Schweinsteiger zuvor gesagt. Der Traum sollte wahr werden. In seiner ersten Saison absolvierte Schweinsteiger 18 Premier-League-Spiele für die Red Devils.

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In der laufenden Spielzeit kam der Deutsche aber kaum noch zum Zuge. Schweinsteiger bestritt nur vier Pflichtspiele, kein einziges davon in der Premier League. Zuletzt stand er nicht einmal mehr im Kader.

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Sein Nationalmannschaftskarriere hatte Schweinsteiger bereits im Sommer 2016 nach 121 Länderspielen beendet. Jetzt geht auch die Zeit bei Manchester United zu Ende. Den 32-Jährigen zieht es ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Bei Chicago Fire sucht der Weltmeister eine neue Herausforderung.

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