Wegen Monsanto-Übernahme Demonstranten heizen Bayer ein
Während der Rede von Bayer-Chef Werner Baumann (l.) auf der Hauptversammlung kam es zu Protesten. Aufsichtsratschef Werner Wenning rief die Aktivisten höflich zur Räson.
Vor den Toren demonstrierten rund 200 Umweltschützer und Aktivisten. Die Gegner einer Monsanto-Übernahme fürchten den vermehrten Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.
Auch die Grünen-Politikerin Renate Künast protestierte vor dem World Conference Center in Bonn, in dem die Bayer-Hauptversammlung stattfand. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft wies sie auf mögliche Gefahren einer Monsanto-Übernahme hin.
Imker fürchten durch den vermehrten Einsatz von Glyphosat eine Gefahr für ihre Bienen. Das Unkrautvernichtungsmittel steht im Verdacht, die Orientierung der Insekten zu stören.
Die Teilnehmer der Hauptversammlung mussten durch ein Spalier von Demonstranten gehen, die einen Stopp der Fusion mit Monsanto forderten.
Demonstranten haben dabei symbolisch Patente und Fusionsverträge verbrannt. Bayer hatte sich im vergangenen September mit dem US-Saatgutkonzern auf die rund 66 Milliarden Dollar teure Übernahme geeinigt.
Baumann wurde bei seiner Rede mehrfach von Demonstranten unterbrochen. Er nannte das schlechte Image von Monsanto eine "große Herausforderung".