Bayern in der Einzelkritik: Harmlose Münchner - DER SPIEGEL
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FC Bayern in der Einzelkritik Harmlose Münchner

Der FC Bayern ist gegen Bayer Leverkusen nicht über ein Remis hinausgekommen. Vor allem Arjen Robben und Arturo Vidal enttäuschten. Lediglich der eingewechselte Thomas Müller belebte die Offensive.
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Manuel Neuer, Tor (Archivbild): Wirkte wach und spielte fußballerisch beeindruckend wie immer. Bekam kaum Bälle auf sein Tor, die gefährlichsten Leverkusener Schüsse flogen vorbei. War aber wichtig im Spielaufbau und als Libero, wenn Bayer es mal mit langen Bällen probierte. Insgesamt souverän, aber unspektakulär.

Foto: AP/dpa
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Joshua Kimmich, Abwehr: Spielte zunächst wie schon am vorigen Wochenende rechts in der Dreierkette hinter Philipp Lahm und in der zweiten Halbzeit als Innenverteidiger in einer Viererabwehr. Erledigte den Job defensiv meist souverän und aufmerksam, wirkte im Spielaufbau aber nicht immer sicher.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Holger Badstuber, Abwehr (Archivbild): Ist natürlich kein Jérôme Boateng. Um den verletzten Kollegen zu ersetzen, fehlt ihm vor allem die imposante Physis. Kompensierte das aber mit seinem guten Stellungsspiel und seinem geschickten Zweikampfverhalten, wobei seine Spieleröffnung nicht immer gelang. Ein befriedigendes Spiel.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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David Alaba, Abwehr: Hatte eine Menge mit dem starken linken Leverkusener Flügel mit Tin Jedvaj und Karim Bellarabi zu tun. Ließ zwar kaum einen gefährlichen Ball in den Strafraum zu, blieb aber selbst offensiv ungewohnt unauffällig.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Philipp Lahm, Mittelfeld: Spielte zunächst rechts in einem defensiven Dreiermittelfeld, in der zweiten Hälfte als Rechtsverteidiger und verrichtete viel Arbeit - fleißig, zuverlässig, aber eben auch unauffällig.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Xabi Alonso, Mittelfeld: Als er in der 41. Minute stolperte, ließ er sich einfach auf den Ball fallen und hielt ihn mit der Hand fest, um keinen Gegenangriff zu riskieren. War im Spiel gegen den Ball eine Instanz im Mittelfeld, trug aber kaum etwas zur Offensive bei. Und musste in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz (84. Minute).

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Arturo Vidal, Mittelfeld (bis 52. Minute): In den Tagen vor dem Spiel war darüber diskutiert worden, ob Berichte stimmen, dass Arturo Vidal im Trainingslager verbotenerweise Alkohol getrunken hatte. Die Bayern streiten das ab, und mit der ersten Startelfberufung des Chilenen in der Rückrunde unterstrich Pep Guardiola dieses Dementi noch einmal. Aber Vidal blieb blass und wurde nach 51 Minuten ausgewechselt.

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Thiago, Mittelfeld (ab 52. Minute): Kam für Vidal ins Spiel und belebte das Münchner Spiel mit seinen kurzen Pässen und seiner Wendigkeit.

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Douglas Costa, Mittelfeld: Wenn Douglas Costa gemeinsam mit Arjen Robben auf dem Platz steht, spielt er nicht auf dem Flügel, sondern etwas weiter innen. Diese Position liegt ihm weniger. In der zweiten Hälfte durfte er auf dem linken Flügel stürmen - und wirkte wie verwandelt. Hatte wunderbare Läufe und Dribblings, bereitete die besten Münchner Chancen vor, die aber nicht verwertet wurden.

Foto: Jonas Güttler/ dpa
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Kingsley Coman, Mittelfeld (bis 87. Minute): War von einem einzelnen Gegenspieler allein kaum zu halten und der beste Münchner in der schwächeren ersten Hälfte. Lieferte sich spannende Duelle mit Karim Bellarabi auf dem linken Flügel, tauchte aber ab, als er in der zweiten Hälfte auf die andere Seite wechselte.

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Sebastian Rode, Mittelfeld (ab 87. Minute): Ersetzte kurz vor Schluss Coman, fiel aber nicht mehr auf.

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Arjen Robben, Mittelfeld (bis 60. Minute): Ist anzumerken, dass ihm nach seiner langen Verletzung noch die Frische fehlt, um seine größte Waffe zur Geltung zu bringen: das Tempo. Besonders deutlich war das, als er gut 50 Meter vor dem Leverkusener Tor plötzlich freie Bahn hatte, dann aber von Wendell eingeholt wurde. Kam oft einen Moment zu spät oder musste zurückspielen. Wurde nach einer Stunde gegen Thomas Müller ausgetauscht.

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Thomas Müller, Mittelfeld (ab 60. Minute): Kam nach einer Stunde für Robben, begann seinen Auftritt mit einem Foul an Calhanoglu und hatte kurz darauf die besten Bayern-Chancen, als er den Ball innerhalb von drei Minuten zweimal aus acht Metern knapp übers Tor schoss. Der Weltmeister ist einfach nicht gleichwertig zu ersetzen.

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Robert Lewandowski, Sturm: Bekam kaum Pässe, ließ sich deshalb immer wieder weit zurückfallen. Wenn er mal am Ball war, fiel ihm aber meist etwas Kluges ein. Zehn Minuten vor dem Ende hatte er eine große Chance, verfehlte das Tor aus zehn Metern aber knapp.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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