Leverkusen vs. Düsseldorf Platzverweis, Pöbeleien, Paraden
Rapid Wien, Bayern München, Arminia Bielefeld - gegen Gegner unterschiedlichster Spielstärke hatte Bayer zuletzt gewonnen. Am zehnten Spieltag kam der Aufsteiger aus Düsseldorf, der bei seinen drei Liga-Niederlagen mit insgesamt 1:10 Toren zuletzt reichlich Prügel bezogen hatte.
Mit Gesichtsmaske spielte Leverkusens Ömer Toplak: Der Verteidiger hatte sich im Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld vergangene Woche die Nase gebrochen.
Leverkusen startete von Anfang an rasant in die Partie - war doch bei einem Sieg der vierte Tabellenplatz möglich. Düsseldorf schien vom Tempo der Gäste zunächst überrumpelt.
Nach mehreren Anläufen klappte es dann: Sidney Sam gelang nach einer guten Viertelstunde der erste Treffer der Partie.
Leverkusen ging verdient in Führung, von Düsseldorf kam nur wenig. Die Gäste rannten über weite Strecken hinterher.
Eher unerwartet fiel dann aber der Ausgleich: Nando Rafael versenkte eine Ecke in der 40. Minute mit dem Kopf.
Doch der Jubel währte nur kurz: Eine Minute später gelang Nationalspieler André Schürrle die erneute Führung. Das alte Kräfteverhältnis war wieder hergestellt.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierte Leverkusen das Spiel - wenngleich die Gastgeber das letzte Drittel nur noch zu zehnt bestritten: Der kurz zuvor eingewechselte Simon Rolfes sah nach einem Duell mit Adam Bodzek Rot. Eine harte Entscheidung, die wüste Proteste der Leverkusener zur Folge hatte.
Doch die Leverkusener Antwort kam prompt: Nur zwei Minuten später traf Gonzalo Castro zum 3:1. Dabei solle es aber nicht bleiben.
In der 86. Minute überwand Bodzek Michael Rensing und schoss den Anschlusstreffer. Die Partie wurde noch einmal richtig spannend. Am Ende blieb es beim 3:2 (2:1) für die Gastgeber.
Leverkusen bleibt mit dem Sieg zu Hause weiter ungeschlagen - und liegt in der Tabelle nun vor Meister Dortmund.