Bayern München Titel, Tore, Triumphe
Der Macher der Münchner: Uli Hoeneß ist ein Grund dafür, dass der FC Bayern München seit Jahrzehnten zur Spitze im deutschen Fußball zählt. Als Spieler konnte er in den siebziger Jahren mit den Bayern dreimal Europapokalsieger der Landesmeister werden.
Das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden übernahm Hoeneß im März 2010 von Franz Beckenbauer. Beide hatten gemeinsam im Verein gespielt und 1974 den Weltmeistertitel gewonnen. Beckenbauer galt aufgrund seiner Ballbehandlung als außergewöhnlicher Fußballer und kam so zu dem Spitznamen "Kaiser".
Großen Anteil an den Erfolgen der Bayern hatte auch Karl-Heinz Rummenigge. Während seiner zehnjährigen Zeit bei den Münchnern kam er auf 162 Tore in 310 Bundesliga-Spielen. Er galt in den achtziger Jahren als einer der besten Spieler der Welt und stürmte unter anderem für Inter Mailand.
Goldene Generation: Mit Gerd Müller spielte der beste Torschütze der Bundesliga für die Bayern. Siebenmal war der "Bomber der Nation" Torschützenkönig und traf in der Bundesliga insgesamt 365-mal.
Eine weitere Ikone der damaligen Zeit war Hoeneß' Zimmerkollege Paul Breitner. Bereits in seiner ersten Saison avancierte der Außenverteidiger zum Stammspieler. Außerhalb des Platzes pflegte er sein Image als intellektueller Revoluzzer.
Zusammen mit den weiteren Stars von damals, wie Sepp Maier und Georg "Katsche" Schwarzenbeck, gilt diese Mannschaft als die beste der Vereinsgeschichte. Hier feiern sie die Deutsche Meisterschaft 1972.
Finanzieller Aufschwung: Bayern-Manager Robert Schwan gilt als erster bezahlter Manager im deutschen Fußball. 1979 übernahm Hoeneß Schwans Amt als 27-Jähriger. In der Folge schloss er lukrative Sponsorenverträge für den Verein ab und legte den Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg.
Strahlemann mit Sorgenfalten: Jürgen Klinsmann verbindet eine sehr wechselhafte Geschichte mit dem FC Bayern. Als Spieler stürmte er von 1995 bis 1997 erfolgreich für den Klub. Auf dem Trainerposten konnte er weniger überzeugen. 2008 als neuer Coach vorgestellt, musste er bereits neun Monate später wieder gehen.
Traumatisches Finale: Lothar Matthäus tröstet Stürmer Carsten Jancker nach dem verlorenen Champions-League-Finale 1999. Gegen Manchester United hatte das Team eine 1:0-Führung in der Nachspielzeit verspielt und noch 1:2 verloren. Mit auf dem Platz...
...stand damals Mehmet Scholl. In den neunziger Jahren entwickelte sich Scholl bei den Bayern zum "Teenie-Idol" und zum großen Hoffnungsträger auf dem Spielfeld. Doch den filigranen Mittelfeldmann bremsten immer wieder Verletzungen aus, die seine Karriere zuverlässig begleiteten.
Einer der erfolgreichsten Stürmer des Klubs war Giovane Elber. Er schoss in sechs Spielzeiten für die Bayern 91 Tore und wurde 2003 mit 21 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga.
Der Brasilianer war einer der Gewinner der Champions-League-Trophäe im Mai 2001. Im Finale besiegten die Münchner den FC Valencia im Elfmeterschießen. Dabei sicherte Torwart Oliver Kahn mit der entscheidenden Parade den Titel.
Als Kapitän mit von der Partie war damals Stefan Effenberg. Sein selbstbewusstes Auftreten ließ keine Zweifel an seiner Führungsrolle in der Mannschaft aufkommen. Mit den Bayern holte der Mittelfeldspieler drei Meisterschaften und den Weltpokal.
Trainer der Erfolgsmannschaft war Ottmar Hitzfeld. Bei seiner ersten Anstellung betreute der Coach das Team von 1998 bis 2004, um zur Saison 2007/2008 sein Comeback und gleichzeitig den Abschied mit dem Gewinn der Meisterschaft und des Pokals zu feiern.
Neues Gesicht: 2009/2010 ging unter Trainer Louis van Gaal der Stern von Thomas Müller auf. In seiner ersten Saison im Profikader erspielte sich der Bayer gleich einen Stammplatz. Die WM in Südafrika machte den Offensivspieler als Torschützenkönig auch international bekannt.
Von einer arrivierten Kraft zum Weltstar reifte unter van Gaal auch Bastian Schweinsteiger heran. Der Nationalspieler wechselte bereits mit 14 Jahren in die Jugendabteilung des Klubs und gab als 18-Jähriger sein Debüt bei den Profis. Seitdem ging seine sportliche Entwicklung kontinuierlich voran, so dass Schweinsteiger bei den Bayern kaum mehr wegzudenken ist.
Ähnliches gilt für seinen Teamkollegen Philipp Lahm. Die Karriere des Münchner Außenverteidigers begann ebenfalls in der Jugendabteilung des FC Bayern. 2003 wurde er an den VfB Stuttgart ausgeliehen und kehrte zwei Jahre später wieder zurück, um sich endgültig bei den Münchnern durchzusetzen. Nach Mark van Bommels Abgang zum AC Mailand im Januar 2011 wurde Lahm zum Mannschaftskapitän befördert.
Superstar in der Bundesliga: Mit der Verpflichtung von Franck Ribéry sicherten sich die Bayern 2007 die Dienste eines heiß umworbenen Weltklasse-Spielers. Gleich in seiner ersten Saison gewann er das Double und wurde in Deutschland zum Fußballer des Jahres gewählt. Mittlerweile ist Ribéry aus München nicht mehr wegzudenken, auch er selbst fühlt sich schon als Münchner.
Prominente Unterstützung erhielt der Franzose durch die Verpflichtung von Arjen Robben 2009. Der Niederländer schoss seinen neuen Verein gleich zu Meisterschaft, Pokalsieg und ins Champions-League-Finale. In seiner ersten Spielzeit erzielte der Außenstürmer in 24 Partien 16 Treffer und wurde zum Spieler der Saison gewählt.
Dagegen musste Louis van Gaal (vorne)zum Saisonende 2010/2011 gehen. Nach einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg am 9. April 2011 trennte sich der Klub jedoch noch früher vom Coach. Jupp Heynckes, von 1987 bis 1991 und 2009 bereits Bayern-Trainer, hat zur Saison 2011/2012 zum dritten Mal das Amt des Coaches bei den Münchnern übernommen.
Eine ganz bittere Saison erlebte der Rekordmeister in der Spielzeit 2011/2012: In Der Bundesliga mussten sich die Bayern hinter Dortmund mit dem zweiten Platz begnügen. Auch im DFB Pokal reichte es nur zu Platz zwei hinter dem BVB. Aber die wohl größte Enttäuschung erlebten die Münchner im Finale der Champions League. Im eigenen Stadion mussten sich die Bayern nach einer dramatischen Partie dem FC Chelsea im Elfmeterschießen geschlagen geben.
Entschädigt wurden die Bayern nur ein Jahr später mit dem Triple. In der Bundesliga stellten die Münchner etliche Rekorde auf und wurden souverän Meister, den DFB-Pokal sicherte sich das Team vom scheidenden Trainer Heynckes ebenso wie die Champions League.
Nach teilweise überragenden Spielen wie gegen den FC Barcelona (4:0, 3:0) im Halbfinale entwickelte sich im deutschen Champions-League-Finale eine packende Partie. In der 89. Minute wurde ausgerechnet Robben, der im Endspiel ein Jahr zuvor noch einen Elfmeter verschossen hatte, mit dem 2:1-Siegtreffer zum Helden.
Zur Saison 2013/2014 konnten die Müchner einen Coup landen. Star-Coach Pep Guardiola übernimmt das Amt von Heynckes. Der Spanier, der zuletzt mit dem FC Barcelona 14 von 19 möglichen Titeln gewann, soll die Münchner in eine neue Ära führen. Laut Heynckes übernimmt Guardiola "die beste Mannschaft der Welt".
Die Bayern dominierten im ersten Jahr unter Guardiola die Bundesliga, sicherten sich im März die früheste Meisterschaft der Liga-Geschichte. Danach konnte das Team die Leistungen aber nicht mehr aufrecht erhalten. In der Champions League scheiterte München deutlich im Halbfinale am späteren Sieger Real Madrid. Zur Entschädigung gewann der FCB aber erneut den DFB-Pokal.