Bayreuth Festspiele Wagner - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Back in Bayreuth So funktionieren die Wagner-Festspiele

Seit 1876 lockt die Aussicht auf stundenlanges Opernspektakel die Musikfans nach Bayreuth, wo jedes Jahr zwischen Ende Juli und Ende August der Grüne Hügel ganz im Zeichen von Richard Wagner und seinen Werken steht. In diesem Jahr würde der umstrittene Künstler seinen 200. Geburtstag feiern.
1 / 14

Alljährliches Sommerspektakel in Oberfranken: Die Bayreuther Festspiele sind am Donnerstag mit der Aufführung "Der fliegende Holländer" gestartet und dauern noch bis zum 28. August. Die Anhöhe, auf der die Festspiele schon seit 1876 Wagner und sein Werk feiern, wird auch "Grüner Hügel" genannt.

Foto: Daniel Karmann/ dpa
2 / 14

Vergöttert und verachtet: Auch im Jahr seines 200. Geburtstags spaltet Richard Wagner. Die einen schätzen ihn, weil er mit seinen Mammutwerken die europäische Musik revolutioniert hat. Die anderen betrachten ihn wegen antisemitischer Aufsätze wie "Das Judenthum in der Musik" kritisch. 1873 hat er das Haus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth eingeweiht, ihm zu Ehren wird die Aufführung der Opern auch "Richard-Wagner-Festspiele" genannt.

Foto: dpa/ picture alliance / dpa
3 / 14

Die Chefinnen des Rings: Die Halbschwestern Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier teilen sich seit 2008 die Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele. Sie sind Urenkelinnen von Richard Wagner.

Foto: Maurizio Gambarini/ picture alliance / dpa
4 / 14

Der Ring der Nibelungen ist ein Opernzyklus, der aus vier Teilen besteht: "Das Rheingold", "Die Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung". Die gesamte Tetralogie wurde erstmals bei den Bayreuther Festspielen 1876 aufgeführt. Hier Probenfotos aus "Das Rheingold" im Jahr 2009. Inszeniert hatte Tankred Dorst.

Foto: DPA/ Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath
5 / 14

Unter Zeitdruck: Dem SPIEGEL sagte Frank Castorf, Intendant der Berliner Volksbühne, für die Proben zur diesjährigen Inszenierung des "Rheingolds" habe er nur neun Tage gehabt. Diskrepanzen zwischen Künstlern und Intendanz gehören fest zur Tradition der Festspiele.

Foto: Ulf Mauder/ picture alliance / dpa
6 / 14

"Götterdämmerung": Im vierten Teil der Ring-Tetralogie begibt sich der Held Siegfried auf Rhein-Fahrt, ein Spiel voller Intrigen beginnt. Das Ende der Oper, die 1876 uraufgeführt wurde, ist todbringend für den Helden, seine Freunde und Feinde. Der Ring schließt sich.

Foto: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath
7 / 14

Schaulaufen: Viele Prominente aus Politik und Show sind Stammgäste während des Spaktakels auf dem Grünen Hügel. Hier Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2012.

Foto: David Ebener/ picture alliance / dpa
8 / 14

"Der fliegende Holländer": Die Geschichte um den Seemann Daland wurde 1843 uraufgeführt. Er ist verflucht, über die Meere zu segeln bis die Liebe einer Frau ihn erlöst. Die musikalische Leitung der Oper übernimmt in diesem Jahr wieder Christian Thielemann.

Foto: DPA/ Enrico NAwrath
9 / 14

Wegbereiter: Christoph Schlingensief und seine Inszenierung des "Parsifal" als Stück der Moderne sind legendär wie umstritten. 2010 erlag der Künstler einem Krebsleiden.

Foto: Waltraud Grubitzsch/ picture-alliance/ dpa
10 / 14

Verquickung von Macht und Kultur: Winifred Wagner, die Schwiegertochter Richard Wagners, zusammen mit Adolf Hitler bei der Grundsteinlegung für das Richard-Wagner-Denkmal 1934 in Leipzig. Nur dank Hitlers finanzieller Unterstützung konnten die Festspiele 1933 vor dem Ruin bewahrt werden.

Foto: dpa/ picture alliance / dpa
11 / 14

Skandalkünstler: Jonathan Meese soll 2016 Wagners "Parsifal" inszenieren. Derzeit muss sich der 33-Jährige vor Gericht verantworten. In einem SPIEGEL-Interview hatte er den Hitlergruß gezeigt - und diese Geste als Kunstaktion gerechtfertigt.

Foto: Uwe Zucchi/ dpa
12 / 14

Der Debütant: Kirill Petrenko übernimmt in diesem Jahr erstmals die musikalische Leitung des "Rings". Ab 1. September 2013 wird der russische Dirigent Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper.

Foto: Victoria Bonn-Meuser/ picture alliance / dpa
13 / 14

Auftritt abgesagt: Der russische Sänger Evgeny Nikitin war im vergangenen Jahr für die Titelrolle in "Der fliegende Holländer" geplant - ein Hakenkreuz-Tattoo oberhalb der rechten Brust wurde dem Bariton zum Verhängnis und seine Stelle neu besetzt.

Foto: picture alliance / dpa
14 / 14

Ehrwürdige Hallen: Noch bis Ende August wird hier Richard Wagner und seine Kunst gefeiert. Jedes Jahr besuchen knapp 60.000 Besucher das Spektakel.

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?