Bedrohliche Autos - DER SPIEGEL
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Bedrohliche Autos Böser Blick, großes Maul

Autohersteller locken ihre Kunden oft mit aggressiv designten Fahrzeugen. Das war nicht immer so - wie die Übersicht zeigt.
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Angriffslustig: Audi hat dem A1 mehr Ecken und Schlitze verpasst. Autos mit aggressivem Design verkaufen sich gut, hat die Industrie herausgefunden.

Foto: Audi
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Das Vorgängermodell war den Managern im Volkswagen-Konzern "zu feminin". Dabei wirkten die Scheinwerfer bereits leicht bedrohlich.

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Der Design-Schwenk bei Audi folgt den Vorbildern im Premiumsegment. Lamborghinis Luxus-SUV Urus wirkt im Rückspiegel geradezu bedrohlich mit seinen schlitzartigen Leuchten und dem zergliederten Kühlergrill.

Foto: Lamborghini
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Tiefe Lufteinlässe verstärken die Wirkung, wie hier beim Lamborghini Aventador S Coupé.

Foto: Lamborghini
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Große Pick-up-Trucks wie der Ram 1500 Rebel verängstigen schwache Verkehrsteilnehmer schon durch ihre schiere Größe - doch die Gestaltung der Frontpartie verstärkt den Eindruck noch.

Foto: FCA US LLC
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Im Mittelklassesegment ist eine animalische Formensprache schon lange angekommen. "Ein BMW sollte immer so aussehen, als wolle er die Straße vor sich auffressen", sagt Chefdesigner Adrian van Hooydonk (im Bild der 5er).

Foto: BMW
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Daimler (im Bild: Mercedes A-Klasse) verfolgt eine ähnliche Strategie. Fahrer haben einen handfesten Nutzen von furchteinflößendem Design - beim Überholen machen andere schneller Platz, haben Fachleute herausgefunden.

Foto: Daimler
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Inzwischen wollen auch Kleinstwagen-Käufer davon profitieren. Toyotas Aygo wirkt alles andere als niedlich.

Foto: Toyota
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Eine Ausnahme macht der Fiat 500. Knuffig, rundlich - der Italiener ist mit seinem Aussehen ein moderner Klassiker geworden.

Foto: Fiat
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Noch in den Siebzigerjahren war ein eher neutrales Design der Standard. Verkaufsstarkes Beispiel: der VW Golf.

Foto: Volkswagen
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An dem Bestseller aus Wolfsburg lässt sich der Trend zu mehr Aggressivität gut nachvollziehen. Die Scheinwerfer erinnern an animalische Augenschlitze.

Foto: Volkswagen
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Das Phänomen zeigt sich sogar beim einstmals knuddeligen Käfer.

Foto: VW
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Nachfolger Beetle verkörperte die hinzugewonnenen PS auch äußerlich.

Foto: Volkswagen
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Lassen Sie mich durch, ich muss die Welt retten: Manche ökologisch anspruchsvollen Autos wie der Toyota Prius sehen ebenfalls nicht gerade friedlich aus.

Foto: Toyota
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Der Vormarsch von Elektroautos hat kein Umdenken gebracht. Der BMW i3 flitzt zwar leise durch die Kurven, doch die Spurtstärke des Wagens paart sich mit einem animalischen Antlitz.

Foto: BMW
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Elektroautopionier Tesla hat sich ebenfalls für ein konventionelles - also forsches - Aussehen entschieden.

Foto: TESLA
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Eine Designwende soll es aber mit autonomen Fahrzeugen geben, sind Fachleute überzeugt. Wenn im Auto kein Fahrer mehr sitzt, fehlt nämlich der menschliche Ansprechpartner - was andere Verkehrsteilnehmer extrem verunsichern könnte. Dann muss der Wagen selbst mehr Vertrauen schaffen. Im Bild: das selbstfahrende Google Car.

Foto: DPA / Google
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?