Beginn des Zweiten Weltkriegs Cobra, übernehmen Sie
"Cobra" vor dem Ablegen: Es ist noch etwas Zeit, bevor die Tampen losgemacht werden und das Seebäderschiff in Richtung Helgoland abdampft. Der Smutje nutzt die Gelegenheit für eine Verschnaufpause an der Reeling, während ein Matrose am Heck den Doppelschraubenantrieb des Schiffes in Augenschein nimmt.
Der "Weiße Schwan" ist gelandet: Das Seebäderschiff "Cobra" liegt festgemacht am Pier von Cuxhaven. Die fachkundigen Beobachter im Hafen müssen nicht auf den Schriftzug an der Gangway blicken, um den Namen der Reederei zu erfahren. So gibt es eine einfache maritime Farbenlehre: einen ockerfarbenen Schornstein mit schwarz-weiß-rotem Topp besitzt nur die Hapag. Und die "Cobra" kennt ohnehin jeder in Cuxhaven. Die Stadt an der Elbmündung ist der letzte Zwischenstopp vor Helgoland.
Anlegemanöver: Die "Cobra" mit ihrem goldverzierten Heck beim Anlegen, dazu ein neuer Schwung Passagiere, die auf den Landungsbrücken warten. Das sind die Bildelemente, die der Amateurfotograf mit seinem Schnappschuss in Agfacolor festhielt.
Weißer Schwan aus Hamburg: Hamburger Wappen am Bug und viele Hamburger auf dem Deck. Das berühmte Hapag-Seebäderschiff wurde auf der Stettiner Vulcan-Werft gebaut und bereiste von 1926 bis 1939 die Strecke von Hamburg über Helgoland nach Sylt. Danach wurde der 82 Meter lange und 2132 Bruttoregistertonnen umfassende Dampfer zum Minenleger umgerüstet.
Vasano-Wetter: "Auf nach Helgoland!" war der berühmte Schlachtruf des Hamburgers. Bis dahin mussten die Hanseaten aber noch einige Seemeilen überstehen. Was bei gutem Wetter kein Problem war, konnte bei Wind und Wellengang für die Wochenend-Passagiere zur Tortur werden. Für Abhilfe sorgte dann ein kurzer Blick über die Reeling oder eine Rolle "Vasano-Seefest-Tabletten" aus der Bordapotheke.
Cuxhavener Silhouette: Vorne hat ein Segelboot an den Landungsbrücken festgemacht, während im Hintergrund der Turm der Hapag-Hallen ins Auge sticht. Zwei Jahre bevor die Farbaufnahme gemacht wurde, war der geschichtsträchtige Komplex zum Schauplatz eines Staatsaktes geworden: 25 Opfer der Hindenburg-Katastrophe waren dort nach der Überführung per Schiff aufgebahrt worden.
Transitraum Cuxhaven: Bis 1937 gehörte Cuxhaven zu Hamburg. Durch die günstige Lage an der Elbmündung wurde die Stadt nicht nur zur Schiffsmeldestation für Hamburg, sondern auch zu einem wichtigen maritimen Transitraum für den Personen- und Güterverkehr.
Ganz nah dran: Obwohl viele Passagierdampfer die Elbe befuhren, waren die Mehrzahl der Fahrzeuge auf dem Strom Handelsschiffe, die Güter von oder nach Hamburg beförderten. Die Beobachter konnten nur staunen, ob der Anzahl und Leistung der modernen Frachtschiffe.
Steife Brise an der Elbmündung: Soldaten der Kriegsmarine in Cuxhaven. Die Stadt an der Elbmündung sollte später Standort diverser Vorposten und Minenräumboote werden.
Cuxhavener Kontraste: Es waren nicht nur die großen Passagierschiffe oder Frachter, die das Bild der Stadt prägten. Das kleine Fischerboot im Vordergrund belegt, dass Cuxhaven nicht nur ein Transitraum war, sondern auch ein wichtiger Standort für den Fischfang.
Historische Hafenszene: Im Vordergrund hat das Schiff "Altenbruch" festgemacht, im Hintergrund erkennt man das in den fünfziger Jahren abgerissene Telegraphenamt von Cuxhaven.
Segelboot und Dampfschiff: Zittrige Hände? Klamme Finger? Von einem Touristen angerempelt? Die Aufnahme eines kleinen Segelbootes an der Elbmündung zeichnet sich nicht nur durch zahlreiche Fussel unter dem Papprahmen aus, sondern auch durch eine kleine Unschärfe.
"Mit der HAPAG in die Nordseebäder": Werbung für Schiffsreisen von Hamburg aus. Auch für das Schiff "Cobra" wird geworben.