Beliebteste Spiele in Deutschland: Die Übersicht - DER SPIEGEL
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"Counter-Strike" und Autoball Das spielen die Deutschen

Womit verbringen eigentlich deutsche Videospieler ihre Zeit? Anlässlich der Kölner Spielemesse Gamescom stellen wir 14 Spiele vor, die in den letzten Monaten beliebt waren, von "Rocket League" bis "Pokémon Go".
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"Counter-Strike: Global Offensive"

In Deutschland nach wie vor sehr beliebt ist der Shooter-Klassiker "Counter-Strike", den dank der leidigen Killerspiel-Debatte der Nullerjahre wohl selbst Nichtspieler kennen. In dem Online-Taktik-Shooter, der für den PC und mehrere Konsolen erschienen ist, müssen die Teams verschiedene Aufträge erfüllen. Dabei übernehmen sie die Rollen von Terroristen oder Spezialkommandos.

Mittlerweile wird online vor allem die Version "Counter-Strike: Global Offensive" gespielt. Den Zahlen des Analysedienstes Steamspy zufolge ist "Global Offensive" das in letzter Zeit meistgespielte Computerspiel auf der Online-Plattform Steam. Doch "Counter-Strike" wird nicht nur gespielt, sondern auch angesehen: Auf der Videoplattform Twitch war das Spiel im Juli das in Deutschland am zweitmeisten gestreamte, wenn man nach angesehenen Minuten geht.

Und offline füllt "Counter-Strike" sogar Arenen: Zu einem der größten "Counter-Strike"-Turniere der Welt in Köln kamen 2015 rund 11.000 Zuschauer. Unser Foto stammt von einem Turnier im polnischen Katowice.

Foto: DPA
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"League of Legends"

Das bei Twitch im Juli meistgestreamte Spiel war das Online-Spiel "League of Legends" (LoL) von Hersteller Riot Games. Es ist eines der bekanntesten Spiele aus einem vergleichsweise neuen Genre namens Multiplayer Online Battle Arena (Moba). Vereinfacht könnte man ein Moba als Teamrollenspiel beschreiben.

Üblicherweise tritt bei "LoL" ein Team aus fünf Personen gegen ein anderes an, um dessen Basis zu zerstören. Jeder Spieler kann sich eine Spielfigur mit besonderen Charakteristika aussuchen. Die zahlreichen Wahlmöglichkeiten sorgen für Abwechslung - man kann in nahezu unendlich vielen unterschiedlichen Variationen gegeneinander antreten. "LoL" gibt es nur auf Windows und Mac OS X. Das Basisspiel ist kostenlos, man kann mit sogenannten Riot Points aber Erweiterungen und Individualisierungsmöglichkeiten kaufen.

Unser Bild zeigt die "League of Legends"-Weltmeisterschaft, für die im Oktober 12.000 Fans in die Mercedes-Benz-Arena in Berlin kamen. Laut Riot Games wird "LoL" weltweit jeden Tag von 27 Millionen Spielern gespielt.

Foto: Paul Zinken/ picture alliance / dpa
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"Dota 2"

Bei Twitch immerhin auf Platz neun, in den Steamspy-Statistiken dafür sogar auf Rang zwei hinter "Counter-Strike" liegt momentan "Dota 2". Der von Hersteller Valve stammende Titel ist ein "League of Legends"-Konkurrent und dem Moba-Genrekollegen spielerisch ähnlich. Auch in diesem Spiel kämpfen in der Regel zwei Teams à fünf Spieler gegeneinander, die im Spielverlauf Erfahrung und neue Fertigkeiten, Skills, erspielen.

"Dota 2" ist exklusiv über Steam verfügbar. Auch hier ist die Basisversion kostenlos, spielerische Vorteile kann man aber nicht kaufen. Dafür geben Spieler zum Beispiel Geld für Skins aus, die die Spieloberfläche oder das Aussehen der Helden verändern.

Professionellen Gamer winkt bei "Dota 2" ein Preis-Pool, der so hoch ist wie bei keinem anderen Spiel: Es gibt jedes Jahr viele Millionen Dollar auf Turnieren zu gewinnen, zum Beispiel beim wichtigen "The International", das 2016 in Seattle ausgetragen wurde. Anfang August wurde dort um ein Gesamtpreisgeld von über 20 Millionen Dollar gespielt.

Foto: SPIEGEL ONLINE/ Valve
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"Hearthstone"

Neben den Moba-Titeln gibt es in den vergangenen Jahren noch einen Spieletrend: den zum virtuellen Sammelkartenspiel. Das auf Twitch am drittmeisten gestreamte Spiel im Juli war "Hearthstone", ein Spiel des Studios Blizzard, das man von den Reihen "Warcraft" und "Diablo" kennt.

"Hearthstone" gibt es für Computer, aber auch für Smartphones und Tablets, dadurch ist das Spiel weitverbreitet und wird von Hunderttausenden Spielern gespielt. In dem grundsätzlich kostenlosen Spiel versucht man, sich ein möglichst starkes Fantasy-Team zusammenzustellen, mit dem man gegen den Computer oder online gegen andere Spieler antritt.

Das "Hearthstone"-Spielprinzip ähnelt dem von Offline-Kartenspielen wie "Magic: The Gathering" - Blizzard hat es allerdings vergleichsweise einsteigerfreundlich und trotzdem nicht zu simpel digital umgesetzt. Obwohl "Hearthstone" optisch unspektakulär daherkommt, wirkt es grafisch und von den Soundeffekten her wie aus einem Guss. Die Kampfhandlungen etwa werden mit netten Animationen visualisiert.

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"Pokémon Go"

Wenn es in den vergangenen Wochen einen Spiele-Hype gab, der nicht zu übersehen war, dann der um "Pokémon Go". Das Mobilspiel der Firma Niantic erlaubt es, in der realen Welt auf Pokémon-Jagd zu gehen. Stößt man auf eins, kann man seine Handy- oder Tablet-Kamera aktivieren und die animierte Kreatur vor einem realen Hintergrund einfangen.

Obwohl "Pokémon Go" bislang ein eher simples Sammelspiel mit eher langweiligem Kampfmodus ist, hat das Spiel Millionen Nutzer fasziniert. Das lässt sich mit Nostalgie erklären, aber auch damit, dass es zuvor noch kein Augmented-Reality-Spiel gab, das so massentauglich daherkam.

"Pokémon Go" finanziert sich wie "LoL" und Co. durch freiwillige In-App-Käufe. So kann der Spieler etwa Geld für eine zusätzliche, virtuelle Brutmaschine ausgeben, dank der sich mehr als nur ein Pokémon-Ei gleichzeitig ausbrüten lässt. Damit allerdings wirklich Monster aus den Eiern schlüpfen, muss man noch einige Kilometer in der realen Welt zurücklegen - mit seinem Handy in der Hand.

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"Tom Clancy's The Division"

Abseits von Streaming- und Download-Hitlisten gibt es auch noch die offiziellen Verkaufscharts für Computer- und Konsolenspiele. Hier lag im ersten Halbjahr 2016 Ubisofts "Tom Clancy's The Division" vorn, heißt es von der GfK Entertainment, die die Charts erstellt.

"The Division" ist ein Mix aus Onlinerollenspiel und Multiplayer-Shooter. Für das Spiel wurde Midtown Manhattan 1:1 nachgebaut und dann in eine anarchische Dystopie verwandelt: Die Straßen sind voller Autowracks, die Läden geplündert, die U-Bahn-Schächte verbarrikadiert.

Das anfangs rund 60 Euro teure Spiel stieß im Frühjahr auf großes Interesse, mittlerweile ist es etwas ruhiger um das Spiel geworden. Manche Fans sprechen dem grafisch beeindruckenden Spiel ab, langfristig Spaß zu machen. Erschienen ist "The Division" für Windows, die Playstation 4 und die Xbox One.

Foto: Ubisoft
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"Uncharted 4"

Am zweitbesten verkauft hat sich laut GfK Entertainment zuletzt "Uncharted 4: A Thief's End", ein Exklusivtitel für Sonys Playstation 4.

Die "Uncharted"-Reihe zeichnet seit Beginn ihr Hang zur filmischen Erzählweise aus. Bei Teil 4 macht besonders die Grafik des Spiels einen hervorragenden Eindruck. Das Spiel selbst ist wie gewohnt ein Mix aus akrobatischer Schatzsuche im Stil der "Tomb Raider"-Serie, Schießereien wie bei "Gears of War" und historischer Fiktion à la "Baphomets Fluch".

Die beliebte Serienhauptfigur Nathan Drake soll in "Uncharted 4" ihren letzten großen Auftritt haben - das Spiel lässt den Spieler anfangs wichtige Momente seines Erwachsenwerdens nacherleben.

Foto: Sony
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"Far Cry: Primal"

Auf dem dritten Platz der Verkaufscharts der ersten sechs Monate 2016 ist "Far Cry Primal" gelandet, ein in der Steinzeit angesiedeltes Open-World-Spiel. Statt mit modernen Waffen geht der Spieler hier zum Beispiel mit einem Speer auf Mammutjagd: auf der Playstation 4, der Xbox One und dem PC.

Der erste Teil der "Far Cry"-Serie ist 2004 von dem deutschen Studio Crytek entwickelt worden. Inzwischen wird die Serie vom Ubisoft-Studio in Montreal betreut und ist neben "Assassin's Creed" eine der erfolgreichsten Marken des weltweit drittgrößten Publishers. "Far Cry" verbindet Action mit großen Themen der Menschheit - und stellt Fragen nach Macht und der Lust daran.

"Primal" ist mit seinem Steinzeit-Szenario ein ungewöhnlicher Ableger der Serie. Im vorherigen Serienteil, "Far Cry 4", galt es noch, in modernem Setting die Bergwelt von Kyrat zu erkunden, einem fiktionalen Land, das wie eine Mischung aus Tibet und Nepal daherkommt.

Foto: Ubisoft
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"Grand Theft Auto 5"

Für Playstation 3 und Xbox 360 schon vor drei Jahren erschienen, aber ein regelmäßiger Gast in den Verkaufs- und Streaming-Charts ist "Grand Theft Auto 5" (GTA 5). In dem Spiel spielt man im Wechsel mit drei Charakteren und erkundet mit ihnen zu Fuß, in Fahrzeugen oder sogar per Flugzeug unter anderem die Stadt Los Santos, die an Los Angeles erinnert.

"GTA 5" besticht durch seine frei erkundbare und sehr belebt wirkende Spielwelt, aber auch durch seine Action-Sequenzen. Auf der Playstation 4, der Xbox One und auf dem PC, wo das Spiel überarbeitet 2014 und 2015 erschien, bietet das Spiel auch eine Egoperspektive.

Dass "GTA 5" noch immer so beliebt ist, liegt auch an seinem Online-Modus, in dem man gemeinsam mit anderen Spielern Aufträge erledigen kann. Zudem wird der Modus von Entwicklern von Zeit zu Zeit ausgebaut.

Foto: Rockstar Games
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"Minecraft"

Die "GTA 5"-Stadt Los Santos kann man mittlerweile auch in Klötzchen-Optik erkunden - es gibt einen Nachbau in "Minecraft". Das Spiel, in dem es je nach Modus um ein möglichst langes Überleben oder ums Weltenbauen geht, gibt es mittlerweile für zahlreiche Plattformen: vom Smartphone über Konsolen bis zu Windows 10.

Das "Minecraft"-Entwicklungsstudio Mojang gehört seit 2014 zu Microsoft. Zusammen mit der "Minecraft"-Marke war es dem Konzern mehr als zwei Milliarden Euro wert. Die erste Version des Spiels konnte man bereits 2009 spielen, seitdem wurde "Minecraft" weiterentwickelt - und auch durch die Bastelprojekte von Fans immer attraktiver. Aktuell ist eine Virtual-Reality-Version des Spiels für die Oculus Rift erschienen.

Vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) heißt es, "Minecraft" sei wie "GTA 5" und "Fifa" ein Dauerbrenner in den Spiele-Verkaufscharts. Auch unter YouTubern ist das Spiel noch immer beliebt, und bei Twitch war bei "Minecraft" im Juli das in Deutschland am viertmeisten im Stream angeschaute Spiel.

Foto: YouTube/ N11ck
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"Fifa 16"

Die Deutschen lieben Fußball - und das auch digital. Das zeigt allein die Tatsache, dass die Simulation "Fifa 16" hierzulande das meistverkaufte Spiel 2015 war. Der jüngste Teil der EA-Sports-Serie kann unter anderem auf dem PC, der Playstation 4 und der Xbox One gespielt werden. Als Spieler kann man zwischen vielen unterschiedlichen Ligen und Mannschaften wählen, ebenso lassen sich eigene Teams zusammenstellen.

Von "Fifa" erscheint jedes Jahr ein neues Spiel: Ende September steht "Fifa 17" an, das erstmals einen Storymodus bieten wird. Man kann on- und offline gegen Freunde spielen, auch Matches gegen Computergegner sind möglich.

Es gibt einige Spieler, die "Fifa" professionell spielen. Der beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stehende Spieler Benedikt "Salz0r" Saltzer verriet SPIEGEL ONLINE allerdings einmal, dass auch Profis wie er noch nicht vom Spielen leben können. Ein guter Nebenverdienst, so Saltzer, sei "Fifa" für ihn aber allemal.

Foto: Electronic Arts
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"Rocket League"

Mit Fußball zu tun hat auch "Rocket League", ein Sportspiel für Computer, die Playstation 4 und die Xbox One. Allein oder in Teams mit bis zu vier Spielern trifft man hier gegen andere Spieler oder Mannschaften an. "Rocket League" bietet einen Splitscreen-Modus, aber auch Online-Partien.

Per Auto gilt es, einen riesigen Ball ins gegnerische Tor zu rammen, dabei helfen zum Beispiel verschiedene Sprung-Optionen und ein Boost, durch den das eigene Auto zeitweise schneller fährt. "Rocket League" ist leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern.

Unter Gamern haben auch die Entwickler des Spiels einen guten Ruf, sie haben dem Spiel schon kostenlos mehrere neue Spielmodi spendiert. Wer will, kann für echtes Geld zusätzliche Autos kaufen, Spaß macht das Spiel aber genauso mit den Standardwagen. Laut Steamspy war "Rocket League" zuletzt das am zweitmeisten gespielte Steam-Spiel in Deutschland.

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"Slither.io"

Bei vielen Menschen sehr beliebt sind auch kostenlose Mobile-Games, also Spiele für Smartphones und Tablets. Auffallend oft in den Android- und iOS-Charts tauchte in den letzten Monaten "Slither.io" auf, eine Art Mehrspieler-"Snake", das man auch im Internetbrowser spielen kann.

Als Spieler steuert man in "Slither.io" eine Schlange, die Leuchtkugeln sammeln und es vermeiden muss, mit ihrem Kopf gegen andere Schlangen zu stoßen. Passiert dies, stirbt die Spielfigur und hilft der getroffenen Schlange oder irgendeiner anderen beim Wachsen, weil diese die eigenen Hinterlassenschaften einsammelt. Das bedeutet: Manövriert man seine Online-Gegner geschickt aus und bedient sich ihrer Überreste, wird man selbst breiter und länger und damit immer mächtiger.

Bei "Slither.io" spielt man übers Internet gegen andere Spieler, bis zu 500 Spieler können in einem Online-Raum gegeneinander antreten, was in großer Unterhaltung, aber auch im Chaos münden kann.

Foto: Slither.io
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"Clash of Clans"

Neben "Slither.io" und Spiele wie "Candy Crush Saga" ist auf Mobilgeräten zum Beispiel "Clash of Clans" beliebt. Vom BIU heißt es, das Spiel halte sich seit Monaten auf den vorderen Plätzen der Download-Charts. Supercell, der finnische Entwickler von "Clash of Clans", hat allein 2014 mit dem Spiel und den zwei kleineren Titeln "Boom Beach" und "Hay Day" rund 565 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

Im Spiel geht es darum, ein eigenes Dorf aufzubauen, Angreifer abzuwehren und selbst gegen andere Spieler zu kämpfen. Wer will, kann sich mit anderen Spielern zu Clans zusammentun und gemeinsam um Ruhm und Ehre kämpfen.

In den App Stores gibt es diverse Titel im Stil von "Clash of Clans", das Spiel sticht aber mit freundlicher Comicoptik und vergleichsweise flüssiger Bedienung hervor. "Clash of Clans" ist kostenlos, als Spieler ist man aber immer wieder in Versuchung, echtes Geld für virtuelle Diamanten auszugeben.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?