Benko kauft Karstadt Neuer Besitzer, bessere Zukunft?
Das Stammhaus von Karstadt in Wismar. Dort eröffnete Rudolph Karstadt 1881 sein erstes Geschäft und expandierte rasch. 133 Jahre später ist die Zukunft des Warenhauskonzerns offen.
Der österreichische Immobilienunternehmer René Benko übernimmt Karstadt ganz - und beendet damit die Ära des Milliardärs Nicolas Berggruen. Dieser hatte Karstadt 2010 für den symbolischen Preis von einem Euro aus der Insolvenz übernommen.
Karstadt-Filiale in Hamburg-Eimsbüttel: Nach dem überraschenden Abgang der Konzernchefin Eva-Lotta Sjöstedt im Juli ist die Zukunft des Warenhauskonzerns offen. Nun setzen die Mitarbeiter auf Benko als Retter.
Kein Retter: Auf dem Investor Nicolas Berggruen (2 v.r., hier mit Altkanzler Gerhard Schröder) ruhten zunächst große Hoffnungen, die er jedoch schnell enttäuschte.
Mangelnder Zulauf: Die einst so beliebten Warenhäuser leiden unter der wachsenden Konkurrenz durch den Internethandel.
Zukunftsangst als Grundgefühl: Bereits 2004 fürchteten Karstadt-Mitarbeiter in Berlin (Foto) und anderswo ein Aus der traditionsreichen Kette.
Untergangsstimmung: Im Jahr 2009 schlitterte der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor in die Insolvenz. Wegen der Umstände der Pleite muss sich Ex-Chef Thomas Middelhoff inzwischen vor Gericht verantworten.
Protest bei Arcandor im Jahr 2009: Ob das Prinzip Warenhaus tatsächlich noch Zukunft hat, ist angesichts der aktuellen Karstadt-Krise äußerst ungewiss.
Schwarzsehen im Schaufenster: Vor dem möglichen Verlust der Karstadt-Filialen warnte man 2009 in Wiesbaden ebenso...
...wie in Freiburg. Bei Karstadt haben heute Investoren das Sagen.
Versorgungsfrage: Am Slogan dieser Karstadt-Mitarbeiterin in Hamburg ist etwas dran. Viele Produkte gibt es in Innenstädten fast nur noch in Warenhäusern - etwa Heimwerkerbedarf.