Berater-Honorare Wie viel Spielervermittler von der Bundesliga kassieren
Platz 1: Schalke 04 (16.860.333 Euro). Der FC Schalke ist der Liebling der Spielervermittler: Kein Klub zahlt höhere Beraterhonorare als S04, der unter anderem Johannes Geis für angebliche 12 Millionen aus Mainz holte.
Platz 2: Bayern München (16.663.250 Euro). Niemand investierte mehr in neue Spieler als der Rekordmeister: Angeblich steckten die Bayern rund 88 Millionen Euro unter anderem in Artuo Vidal. An Beraterhonoraren sparte der Klub jedoch, zumindest in Relation zu den Ausgaben mancher Konkurrenten.
Platz 3: Borussia Dortmund (15.720.350 Euro). Der BVB nahm im vergangenen Jahr auf dem Transfermarkt mehr Geld ein, als er ausgab. Trotzdem liegen die Dortmunder auch in Sachen Vermittler-Honorare auf einem Champions-League-Platz, teuerster Einkauf war Gonzalo Castro von Bayer Leverkusen (11 Millionen Euro).
Platz 4: VfL Wolfsburg (12.883.826 Euro). Wer Kevin De Bruyne für über 70 Millionen Euro nach Manchester verkaufen kann, ist zu großen Investitionen auf dem Transfermarkt in der Lage. Neben Julian Draxler kam auch Max Kruse zum VfL, der Ex-Gladbacher soll zwölf Millionen Euro gekostet haben.
Platz 5: TSG Hoffenheim (11.720.500 Euro). Die Hoffenheimer kämpfen sportlich gegen den Abstieg. In der Spielervermittler-Rangliste hält die TSG dagegen Kurs auf den Europacup. Top-Transfer war der Chilene Eduardo Vargas, der für kolportierte sechs Millionen Euro aus Neapel in die Bundesliga wechselte.
Platz 6: Bayer Leverkusen (10.962.610 Euro) Bayer investierte fast 60 Millionen Euro in Zugänge. An Geld mangelte es nach dem 30-Millionen-Euro-Transfer von Son Heung-Min nach Tottenham nicht. Am meisten ließ sich Leverkusen die Dienste von Charles Aránguiz kosten. Der Chilene kam für angebliche 13 Millionen Euro von Internacional aus Brasilien.
Platz 7: Mönchengladbach (7.100.000 Euro). Der teuerste Zugang der Saison spielt schon gar nicht mehr in Gladbach: Josip Drmic kam für kolportierte 10 Millionen Euro aus Leverkusen, ist mittlerweile aber nach Hamburg verliehen worden.
Platz 8: Werder Bremen (5.959.000 Euro). Werder verstärkte sich im vergangenen Sommer vor allem in der Offensive. Der vereinslose Claudio Pizarro kam ablösefrei, für den Ex-Kölner Anthony Ujah sollen die Bremer 4,5 Millionen Euro Ablöse gezahlt haben.
Platz 9: VfB Stuttgart (5.217.669 Euro). Im Mittelfeld der Liga rangiert der VfB. Wenig überraschend, gab sich der Klub doch auf dem Transfermarkt eher zurückhaltend. Teuerster Zugang war mit angeblich 3,5 Millionen Euro Torwart Mitchell Langerak.
Platz 10: Hamburger SV (5.179.113 Euro). Die Hamburger fahren seit Jahren Verluste, was sie aber nicht daran hindert, viel Geld für Spielervermittler auszugeben. Teuerster Zugang: Aaron Hunt, der für drei Millionen Euro aus Wolfsburg kam.
Platz 11: Hertha BSC (4.174.390 Euro). Die Berliner können überraschend in die Champions League einziehen. Das dürfte ihre Möglichkeiten auf dem Transfermarkt erhöhen. Im vergangenen Jahr wechselte Top-Transfer Vladimir Darida für angeblich 3,8 Millionen Euro zur Hertha.
Platz 12: 1. FC Köln (3.335.000 Euro). Der FC führt im Ranking das untere Ligadrittel an. Die Kölner präsentierten sich auf dem Transfermarkt zurückhaltend. Am meisten investierte der Klub in Stürmer Anthony Modeste, der für 4,5 Millionen Euro aus Hoffenheim kam.
Platz 13: Mainz 05 (2.721.250 Euro). Sportlich kratzt Mainz an den Champions-League-Rängen. Was die Spielervermittler-Zahlungen betrifft, steckt der FSV im Abstiegskampf. Die 05er sind der Overperformer der Liga.
Platz 14: Hannover 96 (2.713.074 Euro). Hannover steht fast sicher als Absteiger aus der Bundesliga fest. Auch die Wintertransfers brachten keine Besserung. Im vergangenen Sommer kam Oliver Sorg für 3,5 Millionen Euro vom SC Freiburg zu den 96ern.
Platz 15: FC Augsburg (2.570.038 Euro). Augsburg kämpft gegen den Abstieg, das entspricht den finanziellen Möglichkeiten des Klubs. Außergewöhnlich viel Geld investierte der FCA in Rückkehrer Ja-Cheol Koo, der für 5 Millionen Euro vom FSV Mainz nach Augsburg wechselte.
Platz 16: Eintracht Frankfurt (1.914.830 Euro). Die Eintracht verpflichtete im vergangenen Jahr insgesamt elf Spieler, musste aber vergleichsweise wenig Geld in Spielervermittler investieren. Top-Transfer war der Mexikaner Marco Fabián, wichtiger war aber Torhüter Lukas Hradecky.
Platz 17: FC Ingolstadt (1.274.400 Euro). Am Ende stehen die beiden Aufsteiger. Ingolstadt zahlte die zweitgeringsten Gebühren. Teuerste Transfer der Schanzer war der von Dario Lezcano, der im Winter für kolportierte 2,5 Millionen Euro Ablöse aus Luzern kam.
Platz 18: SV Darmstadt (761.000 Euro). Die Darmstädter wehren sich bisher erfolgreich gegen den oft prognostizierten Abstieg. Bei den Zahlungen an Spielervermittler liegen die Lilien deutlich am Ende der Bundesliga, Top-Transfer war im vergangenen Sommer Mario Vrancic (SC Paderborn) für 500.000 Euro.
Platz 1 der zweiten Liga: RB Leipzig (4.170.575 Euro). Keine Überraschung in Liga: niemand gab mehr Geld an Vermittler weiter, als Krösus RB. Wäre Leipzig schon jetzt ein Bundesligist, würde er sieben Klubs hinter sich lassen. Am meisten kostete Davie Selke, der für 8 Millionen aus Bremen kam.
Platz 2 der zweiten Liga: SC Freiburg (2.468.739 Euro). Direkt hinter RB, sportlich wie in dieser Rangliste, steht Freiburg. Der Absteiger ließ sich die Dienste für Stürmer Nils Petersen angebliche 2,8 Millionen Euro kosten.
Platz 3 der zweiten Liga: 1. FC Nürnberg (1.920.088 Euro). Am drittbesten verdienten die Vermittler am Club, der unter anderem Miso Brecko aus Köln verpflichtete.
Platz 18 der zweiten Liga: SV Sandhausen (262.149 Euro). Keine Überraschung: Niemand im Profifußball sparte so konsequent an Beraterhonoraren wie Sandhausen. Trotzdem hat der Klub mit dem Abstiegskampf in Liga zwei nichts zu tun.