Code University in Berlin Programmieren studieren
Kanzler mit 32: Thomas Bachem hatte schon vor zehn Jahren die Idee für die Code University, als er selbst nach einer Hochschule suchte. Er sei immer dann gut gewesen, wenn er eine konkrete Idee verfolgt habe. Die Studierenden hier entwickeln reale Projekte, teils in enger Kooperation mit kommerziellen Projektpartnern.
Corporate Identity: Zum Studienstart haben die 88 Erstsemester einen Rucksack mit dem Logo der Hochschule geschenkt bekommen. Seit dem Wintersemester werden sie auf den Bachelor zu Software-Entwicklern, Interaktionsdesignern oder Produktmanagern ausgebildet.
Ethikseminar im Dämmerlicht: Frontalunterricht ist an der Code University die Ausnahme. Doch das Seminar erinnere schon sehr an eine klassische Vorlesung, sagt Student Nico, "das passt nicht jedem". Er selbst findet die philosophischen und ethischen Grundlagen, die im Modul Science, Technologie und Society vermittelt werden, aber sinnvoll. "Programmieren ist nicht neutral. Hier fragen wir uns, was für einen Effekt unsere Arbeit auf die Gesellschaft hat."
Start-up-Gründung am Café-Tisch: Die Studierenden Marie, Robin und Martin besprechen mit Dozentin Anna Maria von Saucken ihre Projektidee. Die vier gehen durch, wie die Studierenden die Relevanz des Programms ermitteln, mit Kooperationspartnern Kontakt aufnehmen und was sie bei der Wahl der Programmiersprache beachten sollen.
Teamwork: Lucas, 21, und Moritz, 20, arbeiten gemeinsam an einem Projekt. Obwohl es kaum Anwesenheitspflicht gibt, sind sie von morgens um 10 Uhr bis etwa abends um 19, 20 Uhr in der Hochschule, sagt Lucas. Die Umgebung in der sogenannten Factory sei inspirierend, besonders gemütlich sei es in der Bibliothek.
Eingangsbereich der Factory: Im Berliner Stadtteil Treptow wurde gerade ein zweiter Standort des Co-Workingspaces eröffnet.
Provisorische Räume: Die Code University baut sich in dem Gebäude am Görlitzer Park gerade das vierte Stockwerk aus.
Gebäude der Factory Görlitzer Park: Die Hochschule teilt sich den Platz mit Firmen wie Uber, SoundCloud, Deutscher Bank oder Google.
Wirtschaftskooperation: Die Code University kooperiert zurzeit mit acht Unternehmen, darunter Xing, Facebook, Porsche und SinnerSchrader. Axel Averdung, Geschäftsführer des Bereichs Strategy and Data bei der Digitalagentur, stellt den Studierenden ein Buch vor.
Kanzler Bachem und Unternehmer Averdung in der Bibliothek: Trotz der Wirtschaftskooperation kostet das Studium knapp 27.000 Euro. Die Studierenden sind von ihrem Erfolg überzeugt, der Studiengang muss sich in der Praxis aber noch beweisen.