Berlin Kunst am Bau - die Graffiti vom Teufelsberg
"Thank God it's our bomb": Uncle Sam reitet auf einer Bombe in diesem Motiv an einer Teufelsberg-Außenwand. Das Bild ist inspiert von der Schlussszene im satirischen Kubrick-Film "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" von 1964.
Immer an der Wand lang: Bild in einer der großen, offenen Hallen im Hauptgebäude, der "Hall of Fame". Das Tarnmuster im Hintergrund ergibt die Worte "MORE WAR" - eines der vielen Graffiti-Motive am Berliner Teufelsberg.
Figur an der Innenseite einer Kuppel: Nach und nach verwandelt sich die riesige Anlage in ein Gesamtkunstwerk.
De Zoch kütt: Ein Wandgemälde in den ehemaligen Arbeitsräumen der Spionagestation
Schmetterlinge im Kopf: Mit einem beherzten Schuss setzt dieser Soldat die bunten Schmetterlinge frei. Die "Hall of Fame" im Hauptgebäude hat nur rudimentäre Außenwände, dafür aber viele aufgemauerte Raumteiler, um mehr Ausstellungsfläche zu haben für Schablonenbilder (Pochoirs) wie dieses.
Formatfüllend: Draußen, drinnen - die Graffiti sind überall.
Völlig losgelöst: Ein Astronaut schwebt der Erde (und einer Bierflasche) entgegen, gehalten von Kindergeburtstag-Ballons, die ihn fast wie eine Sprechblase auffordern: "Fly". Dieses Motiv zierte die Außenmauer des Treppenaufgangs auf der Dachterrasse des Hauptgebäudes. Es war nur kurz zu sehen und ist längst wieder verschwunden. Das ist schade. Andererseits macht gerade diese Flüchtigkeit den Reiz der Ruinengalerie aus.
Und danke für den Fisch: Selten wurde ein Zebrafisch so schön in Szene gesetzt.
Schau mir in die Augen: Etliche zusätzliche Wände schufen viel Platz für die Werke von Streetart-Künstlern.
Schaurig schön: Schablonenkunst des Berliner Künstlers Plotbot Ken.
Alles so schön bunt hier: Wer alle Graffiti auf dem Teufelsberg sehen will, muss viel Zeit mitbringen.
"It's time to shine": Dieser kauzige Wolf ist das Markenzeichen des Berliner Sprayers Tobo und taucht am Teufelsberg häufig auf. Seinen Glamour verdankt dieser Glitzerwolf an einer Außenwand den CDs, aus denen er zusammengesetzt ist. Immer wieder muss der Künstler seinen Musikwolf renovieren, weil die CDs der Witterung zum Opfer fallen.
Luftiger Platz für Kunst: Auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern haben teils renommierte Künstler ihre Werke hinterlassen.
Düster: Ein Werk des Künstlers WESR, der 1980 in Peru geboren wurde und seit 2008 in Berlin lebt
"White Walls suck balls" - dieser Mackerspruch am Treppenhaus, das hinauf zum Radom-Turm führt, ist vielleicht auch deshalb komisch, weil der große Turm, flankiert von zwei kugelrunden Radom-Aufbauten, aus der Ferne etwas sehr Phallisches hat. Der Berliner Sprayer Tobo hat seinem rotzigen Wolf sogar einen eigenen - und erstaunlich bürgerlichen - Namen gegeben: Erik Rotheim. Der Name ist eine Hommage an den gleichnamigen Norweger, der 1927 die Sprühdose erfand.
Zähne zeigen: Viele Graffiti entstanden bei einer Spray-Aktion vom 9. bis 12. Mai 2013.
Auf sechs Etagen verteilen sich die vielen kleinen und großen Kunstwerke.
Ein Foto von 2005 - ob sich ein Motiv heute noch dort befindet...
...weiß nur, wer hinfährt und nachschaut - die Bilder können rasch verschwinden und neue ihren Platz einnehmen.
Die Raumteiler im Inneren des Hauptgebäudes bieten Raum für ständig wechselnde Graffiti.
Dieses Auto fährt nirgendwo mehr hin.
Kunst am Altbau gibt es auf diesem Gelände großflächig.
Was dich alles ankotzt - schreib's an die Wand oder...
...schick einen freundlichen Gruß in die USA.