Berlin Fashion Week Die schönsten Looks von Tag zwei und drei
Letztes Abendmahl im Kronprinzenpalais: Die neue Herbst/Winter-Kollektion von Perret Schaad ist ein Remix aus Entwürfen der vergangenen acht Jahre. Am Dienstagvormittag präsentierten Johanna Perret und Tutia Schaad zeitlose und moderne Kleidungsstücke, die sie aus ihrem Archiv ausgewählt oder in einer anderen Farb- und Materialpalette neu aufgelegt haben.
Dieser Traum in Weiß war der Hingucker schlechthin: langärmeliges, hochgeschlossenes Kleid von Perret Schaad.
Zu atmosphärischen Klängen des Berliner DJ-Duos T.erner wurden insgesamt 16 Looks gezeigt. Die Farbpalette reicht von blassen Zwischentönen bis hin zu kraftvollen Farben wie bei diesem Look aus betongrauer Hose und mitternachtsblauem Cape mit lila Akzent am Kragen.
Coole Kombination aus Kleid, seidener Schlupfbluse mit Rollkragen und Bomberjacke. Die Stiefeletten sind auch der Knaller. Der Andrang zur Show war so groß, dass die Kollektion in mehreren Durchgängen gezeigt wurde. Doch das Warten hat sich definitiv gelohnt.
Odeeh steht für Otto Drögsler und Jörg Ehrlich und ist gleichbedeutend mit rar gewordener Atelier-Tradition. Die roten Sockenpumps und der geschlitzte Bleistiftrock lassen diesen kastigen Zweireiher femininer wirken. Der gelbe Print der Seidenbluse peppt das Ganze zusätzlich auf.
Die Farbpalette der beiden in der Nähe von Würzburg ansässigen Designer reicht im Herbst von erdigen Tönen bis hin zu Petrol, Nachtblau und Lila. Ultraviolett ist zwar laut Pantone die Trendfarbe des Jahres, aber dieses Seidenkleid mit Puffärmeln ist nicht so der Hit.
Mitternachtsblaues Outfit aus Schluppenbluse, die an eine Mao-Jacke angelehnt scheint. Die lässig um die Hüfte gebundene Kordel mit Quasten unterstreicht den Military-Touch.
So kennt man Odeeh: heitere Muster und ausladende Silhouetten.
Im Berghain zeigte am Mittwochabend Damir Doma zum ersten Mal eine Laufsteg-Kollektion in Deutschland. Die Show war definitiv einer der Höhepunkte des Berliner Fashion Week. Für den gebürtigen Kroaten, der bisher seine Kollektion nur in Mailand und Paris zeigte, war es ein Debüt, aber auch eine Heimkehr: Doma absolvierte einen Teil seines Modestudiums in Berlin, bevor er 2004 der Karriere wegen ins Ausland ging.
Zum Sound der Berliner Soundtüftler Barker & Baumecker zeigte Damir Doma Entwürfe für Damen und Herren, die von der Energie und Atmosphäre des Berliner Technoclubs inspiriert sind. Die Teile bestechen durch raffinierte Details wie der versetzt zusammengenähte Cord bei dieser Hose.
Der Hut überzeugt nicht so ganz, aber die eigentlich sehr lässige Trainingsjacke gewinnt durch die Seideneinsätze an den Ärmeln und den mit Silberfäden durchsetzten Stoff deutlich an Eleganz.
Die Sweatpants aus Jersey sind mit Airbrush-Effekten veredelt. Das Oberteil mit Schnürung hat die für Damir Doma typische Wickeloptik.
Dieses Paisleykleid in Patchworkoptik ist Damir Domas Lieblingslook aus seiner aktuellen Kollektion. Dabei wollte er es bis wenige Tage vor der Schau eigentlich nicht zeigen. Erst in Kombination mit der transparenten Seidenbluse und dem Gesicht des Models überzeugte das Outfit den 36-Jährigen.
Lady in red: lippenstiftrotes Blusenkleid aus Seide mit weinroten Overkneestiefeln.
"Water for Elephants" nennt Isabel Vollrath ihre neue Kollektion.
Im Mittelpunkt stehen skulpturale, voluminöse Silhouetten.
Vollrath ist ursprünglich gelernte Herrenschneiderin, hat dann aber noch ein Modestudium draufgesattelt und entwirft nun in einem Berliner Atelier perfekt verarbeitete Kleidung wie diesen Einteiler.
Die Printmotive für ihre aktuelle Kollektion hat Isabell Vollrath von der schwedischen Textilkünstlerin Sofia Olander.