"Welthauptstadt Germania" Speers Traum
Auf dem Gelände des Waldkrankenhauses: Ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude der Arbeiterstadt "Große Halle" dient heute als Hebammenhaus.
Herbstliche Zeitgeschichte in Spandau: Eine "Große Halle"-Wohneinheit bestand aus drei U-förmig aufgestellten Gebäuden.
Die Scholle lässt grüßen: Die Architektur der Arbeiterstadt bediente sich bei bäuerlichen Vorbildern.
Gedenkstein für die 40.000: Das Mahnmal für die in den rund 100 Spandauer Lagern internierten Zwangsarbeiter.
Hier wohnte das Personal: Ein Doppelwohnhaus aus der ehemaligen Lagerführer-Siedlung.
Reichstag mit der Siegessäule: Hitlers Leibarchitekt Albert Speer ließ die Siegessäule von ihrem ursprünglichen Platz vor dem Reichstag auf die große Ost-West-Achse vesetzen, die er durch Berlin schlug. Dort steht sie noch heute.
Speers Ost-West-Achse: lick vom Kleinen Stern in Richtung der neu aufgestellten Siegessäule. Bis 1935 hieß die Allee offiziell Charlottenburger Chaussee, bevor die Nazis sie umgestalteten und in "Ost-West-Achse" umbenannten. Heute trägt sie den Namen "Straße des 17. Juni", nach dem Datum des Volksaufstand in der DDR.
Ost-West-Achse 1946: ... und so sah Speers Prachtstraße nach dem Ende des von den Nazis angezettelten Krieges aus. Blick von der Siegessäule auf den Berliner Tiergaren mit der Siegesallee Richtung Brandenburger Tor, mit Gemüsebeeten zwischen einem stark dezimierten Baumbestand.
Gestrickte Halle: Ein Modell der "Großen Halle", die einst ein Teil von Hitlers "Welthauptstadt Germania" sein sollte - gestrickt von der Künstlerin Annette Streyl.
Halle auf der Leine: Die "Große Halle" sollte eines der Prunkstücke von Hitlers "Welthauptstadt Germania" werden. Die Künstlerin Annette Streyl hat sie nachgestrickt. Ihre Form ist allenfalls zu ahnen während sie noch schlaff auf der Leine hängt.
Adler kopfüber: Auf der Spitze der "Großen Halle" in Hitlers "Welthaupstadt Germania" sollte - gut sichtbar - ein Adler, der ein Hakenkreuz umklammert prangen. Doch 1939 änderte der "Führer" seine Meinung und ersetzte das Hakenkreuz durch eine Weltkugel. Die Künstlerin Annette Streyl hat die "Große Halle" nachgestrickt - inklusive Adelr und Weltkugel, die hier noch schlaff von der Leine hängen.
"Haus des Fremdenverkehrs": Berlin um den 29. März 1959, dies sollte das "Haus des Fremdenverkehrs" werden. Es befand sich an der, von den Nationalsozialisten geplanten Nord-Süd-Achse der "Welthauptstadt Germania" am "Runden Platz", westlich der ehemaligen Straßenführung der Potsdamer Straße, nahe des Landwehrkanals.
1936 erhielt der Architekt Theodor Dierksmeier den 1. Preis für seinen Entwurf zu dem Wettbewerb für ein "Haus des Fremdenverkehrs".
Nach der Grundsteinlegung am 14. Juni 1938 durch Adolf Hitler begannen die Bauarbeiten, die 1942 eingestellt werden mussten. Bei den Dreharbeiten 1961 zu Billy Wilders Kinofilm "Eins - zwei - drei", diente die Fassade, des durch Fliegerbomben schwer beschädigten Gebäude, als Kulisse. 1964 wurde die Ruine abgerissen. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Gelände des Fremdenverkehrsgebäude ein Teil der neuen Staatsbibliothek sowie ein Teilstück der neuen Potsdamer Straße.