Kenianer Kipsang siegt in Berlin Triumph auf der schnellsten Strecke der Welt
Sieger Kipsang: Der Kenianer stellte beim 40. Berlin-Marathon am Sonntag einen Weltrekord auf. Er lief die 42,195 Kilometer in 2:03,23 Stunden.
Stolz posierte der Triumphator hinterher vor der Anzeigetafel, auf der seine Rekordzeit vermerkt war.
Bei der Siegerehrung erlaubte sich Kipsang eine verdiente Abkühlung. Mit seinem Rekordlauf hatte er die Zeit seines Landsmanns Patrick Makau um 15 Sekunden unterboten.
Für Kipsang war es ein Rekordlauf mit Ansage: Bei seinem Sieg in Frankfurt vor zwei Jahren hatte er Makaus Bestzeit nur knapp verpasst. Seitdem wusste er: Der Rekord ist möglich. In Berlin machte er seinen Traum wahr. Auch bei den Frauen ging der Sieg nach Kenia: Florence Kiplagat gewann in 2:21,13 Stunden.
Bei der 40. Ausgabe zeigte sich einmal mehr, dass Berlin die schnellste Marathonstrecke der Welt ist. Auch Makaus Rekord von vor zwei Jahren war beim Berlin-Marathon zustande gekommen. Der neue Rekordhalter Kipsang jubelte nach seinem Triumph: "Berlin ist eine wundervolle Strecke. Ich liebe es hier."
Ole Spata/ dpa
Marathonläufer am Straußberger Platz in Berlin: Die Strecke in der Hauptstadt gilt als eine der schnellsten weltweit. Der viermalige Berlin-Sieger Haile Gebrselassie aus Äthiopien gab in diesem Jahr den Startschuss.
Teilnehmer des Laufs an der Siegessäule: Mehr als 40.000 Läuferinnen und Läufer gingen am Sonntag an den Start. Für das Rennen, das zu den größten Sportereignissen in der deutschen Hauptstadt zählt, wurde das Sicherheitskonzept geändert.
Läuferfeld teilt sich an der Siegessäule: Die ersten fünf Teilnehmer im Ziel kamen schließlich allesamt aus Kenia.
Helfer verteilen Wasser: Ein tragischer Vorfall hatte am Samstag den Skater-Marathon überschattet. Ein 71 Jahre alter Teilnehmer war am Kottbusser Tor zusammengebrochen und gestorben.
Verkleidete Läuferin: Wer nicht auf Weltrekordkurs war, konnte sich auch einmal einen Spaß erlauben - so wie diese Teilnehmerin.
Glücklicher Sieger: Wilson Kipsang hatte für den Marathon in Berlin auf die Teilnahme an der WM in Moskau verzichtet. "Ich habe hart trainiert. Ich weiß, dass es möglich ist", hatte er vor dem Start gesagt. Er sollte recht behalten.