Berlinale 2019 Das sind die Gewinner
Abschluss und Verleihung der Bären im Berlinale Palast: Juliette Binoche (r), Jury-Präsidentin, übergibt den Goldenen Bären an Regisseur Nadav Lapid für dessen Film "Synonyme".
Lapid gewinnt für das israelische Drama "Synonyme", eine französisch-israelisch-deutsche Koproduktion über einen Israeli, der in Paris seine Herkunft zu unterdrücken versucht.
Tom Mercier spielt in "Synonyme" die Hauptfigur, den Heimatsuchenden Israeli Yoav. Louise Chevillotte ist in der Rolle der Französin Caroline zu sehen, die Yoav unter ihre Fittiche nimmt.
Der französische Regisseur François Ozon hat den Großen Preis der Jury gewonnen. Das Festival würdigte damit seinen Film "Gelobt sei Gott" über Missbrauch in der katholischen Kirche.
Der deutsche Film "Systemsprenger" gewann den Alfred-Bauer-Preis. In dem Drama von Nora Fingscheidt (l.) geht es um ein aggressives Mädchen, das von einer Betreuung in die nächste geschoben wird. Es war nicht der einzige Preis für eine deutsche Produktion.
So wurde die Berliner Filmemacherin Angela Schanelec mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. "Ich war zuhause, aber..." handelt von einer Frau, die nach dem Tod ihres Partners und Vaters ihrer Kinder ihr Leben neu ordnen muss.
Auch der Preis für den besten Kurzfilm blieb in Deutschland: Florian Fischer und Johannes Krell erhielten den Silbernen Bären für ihre Produktion "Umbra".
Die chinesische Schauspielerin Yong Mei ist auf der Berlinale für ihre Rolle in "So Long, My Son" mit einem Silbernen Bären geehrt worden. Das Familiendrama von Regisseur Wang Xiaoshuai erzählt unter anderem davon, was die lange geltende Ein-Kind-Politik für die Menschen in China bedeutete.
Den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhielten Maurizio Braucci, Claudio Giovannesi, Roberto Saviano für "Piranhas".
Kameramann Rasmus Videbaek wurde mit dem Silbernen Bären für herausragende künstlerische Leistungen in "Pferde stehlen" gewürdigt.
Neben den Preisträgern wurde vor allem Berlinale-Chef Dieter Kosslick beklatscht. Er feierte nach 18 Jahren seinen Abschied.
Kulturstaatssekretärin Monika Grütters lobte Kosslick in höchsten Tönen. Sein Engagement habe einer Filmkunst gegolten, "die den Blick für den Zustand der Welt schärft". Unter Kosslick habe sich die Berlinale zum größten Publikumsfestival der Welt entwickelt.
Auf dem Programm des Festivals standen insgesamt rund 400 Filme. Kosslick hatte es in diesem Jahr unter "Das Private ist politisch" gestellt.
Während der Gala wandte sich Kosslick an seine Nachfolger, ein Leitungsduo: Neuer künstlerischer Leiter der Berlinale wird der Italiener Carlo Chatrian, ihm zur Seite steht Mariette Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin. Sie übernehmen zum 1. Juni die Verantwortung.