Berlins ältestes Gymnasium - DER SPIEGEL
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Berlins ältestes Gymnasium Chemielaboratorium im Taschenformat

Selbständig denken unerwünscht: Als Hans-Wilhelm Leckscheidt nach dem Krieg 1945 das Berlinische Gymnasium besuchte, war Anspruchslosigkeit eine Tugend, denn es fehlte an allem. Heikler waren allerdings die politischen Zwänge. Gegen sie hielten Schüler und Lehrer zusammen wie Pech und Schwefel.
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Ein Fotoalbum zur Erinnerung: Bei einer Weihnachtsfeier im Hause eines Schülers wurde dem beliebten Lehrer für Griechisch und Latein, dem 70-jährigen Dr. Adalbert Steiner von seinen Schülern ein Fotoalbum mit allen Bildern aus dem Schulunterricht des vergangenen Jahres überreicht.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Unterricht nach dem Krieg: Der bereits vor dem Zweiten Weltkrieg am Gymnasium zum Grauen Kloster tätige und bei den Schülern sehr angesehene Mathematiklehrer Dr. Willy Splettstößer. Die Aufnahme im Ausweich-Schulgebäude Weinmeisterstraße entstand 1948. Interessant ist auch die Wandfläche mit ihren Tapetenresten.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Weinmeisterstraße 15: Bereits vier Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, am 4. Juni 1945 hatte das Gymnasium zum Grauen Kloster hier, im hinteren Gebäudeteil der früheren Friedrichwerderschen Oberrealschule, den Unterricht wieder aufgenommen.

Foto: Hans W. Leckscheidt/Konrad Ebeling
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Gemeinsam Feiern: Zur Weihnachtsfeier trafen sich einige Schüler bei Punsch und Berliner Pfannkuchen mit dem beliebten Griechisch- und Lateinlehrer Dr. Adalbert Steiner.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Eingang Niederwallstraße: 1949 zog das Gymnasium in die Räume des früheren Französischen Gymnasiums an der Niederwallstraße 6/7 um. Die Unterrichtsbedingungen waren hier besser, die Räume renoviert und es gab Zentralheizung.

Foto: Hans W. Leckscheidt/Konrad Ebeling
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Mathestunde: Der Mathematiklehrer Joachim Rentsch im Unterricht vor einer provisorischen Wandtafel 1949 im Ausweich-Schulgebäude Niederwallstraße.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Gründung der DDR: Die Feierstunde zum DDR-Gründungstag am 7. November 1949 auf dem Schulhof Niederwallstraße.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Gründungsfeier: Der FDJ-Schulsprecher bei seiner Rede "Verfassung und Jugend" anläßlich des DDR-Gründungstages 1949 auf dem Schulhof der Schule Niederwallstraße.

Foto:

Hans W. Leckscheidt

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Examen: Ein Prüfling mit seinem Fachlehrer während des mündlichen Abiturs.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Der Moment der Entscheidung: Die Prüfungskommission des Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Dornfeldt während der Abiturprüfung.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Die Prüfungskommission: Fotos während der Abiturprüfung zu machen war auch in der Nachkriegszeit eher ungewöhnlich. Die Kommission war über den Wunsch dann auch so verblüfft, dass die Herren nur verlegen nickten.

Foto: Hans W. Leckscheidt
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Mach Mit!: Ein Wandzettel anlässlich der "Abschiedsvorstellung", nämlich der mündlichen Abiturprüfung der Klasse 12. Den Zettel hatte der Klassenkamerad Wolfgang Weber, schon länger als systemkritisch bekannt, am mündlichen Prüfungstag, dem 8. Juni 1950 mit Reißzwecken in der Nähe des Prüfungszimmers angeheftet. Besonders bemerkenswert der Programmpunkt: "Gegenwartskunde - Gleichklänge".

Foto: Hans W. Leckscheidt
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?