Bernhard Langer: The Ultimate Grinder in Golf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bernhard Langer The Ultimate Grinder in Golf

Triumphe in rot, zärtliche Küsse und ein Tritt vom Caddie. In der Bernhard Langers Karriere gab es mehr als nur Siege zu feiern. In eine Fotostrecke zeigt SPIEGEL ONLINE Szenen aus dem Leben des besten deutschen Golfprofis - von überraschenden Kletteraktionen, aufrechter Puttposition und Befreiungsschlägen aus dem Sand.
1 / 9

"Captain Sensible": Der 18,5:9,5-Triumph der europäischen Golfer beim Ryder Cup 2004 in Oakland Hills war nicht nur für Bernhard Langer ein "Jahrhundertereignis". Noch nie musste sich ein US-Team so deutlich geschlagen geben. Dennoch musste sich Langer als Kapitän der Europäer im Vorfeld einige Kritik der britischen Presse anhören. Nachdem seine zwölf Spieler jedoch mit Teamgeist und Spielstärke brillierten, wurde Langer als einer der besten Kapitäne der Ryder-Cup-Geschichte gefeiert.

Foto: AP
2 / 9

Familienmensch: Gemeinsam mit seinem jüngsten Sohn Jason beobachtet Bernhard Langer die Trainingsrunde des Ryder-Cup-Teams. Seit 1984 ist Langer mit der Amerikanerin Vikki verheiratet, gemeinsam haben sie vier Kinder, zwei Mädchen (Jackie, Christina) und zwei Jungen (Stefan, Jason).

Foto: AP
3 / 9

Unterwegs mit dem Besenstil: Schon zweimal in seiner Karriere hat Bernhard Langer den berüchtigten "Yips" überwunden. Der "Yips", ein nicht zu kontrollierendes Zucken in den Händen, ist normalerweise der Untergang eines Profigolfers. Doch durch neue Putt-Technik und hartes Training hat Langer diese Schwäche überwinden können. Mit dem "Broomstick"-Putter kann Langer auf den Grüns aufrechter agieren. Seit seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr, als er sich beim Fußmarsch mit schwerem Gepäck verletzte, hat Langer mit Rückenproblemen zu kämpfen.

Foto: AP
4 / 9

Champion in Red: Mit seinem Masters-Sieg im Jahre 1985 hatte die sagenhafte Karriere des damals 27-jährigen Langer den vorläufigen Höhepunkt erreicht. 1986 war der Maurersohn aus Anhausen sogar die Nummer eins in der Weltrangliste. Dennoch stellte sich Langer nach dem Gewinn des Grünen Jackets und der Erfüllung seines Traumes immer wieder die Frage: War das alles? Langers Profikollege Bobby Clampett überredete ihn damals, an einer Bibelstunde unter Profigolfern teilzunehmen. Der Glaube gibt Langer seitdem den großen Rückhalt im Leben.

Foto: AP
5 / 9

Gefühl, Präzision und mentale Stärke: Mit diesen drei Grundpfeilern des Golfspiels hat sich Bernhard Langer zu einem der besten Golfer der Welt hochgearbeitet und wurde 2001 als Mitglied in die Golf Hall of Fame aufgenommen.

Foto: DPA
6 / 9

Aus jeder Lage das Optimale herausholen: Als "the ultimate grinder" des Golfsport hat sich Bernhard Langer einen Namen gemacht. Kaum eine Nuance des Spiels wird vom ihm außer Acht gelassen. Notfalls muss auch auf einen Baum geklettert werden, wenn sich der Ball in den Ästen verfangen hat. 1981 rettete Langer bei einem Turnier in Fulford mit einem Schlag aus der Baumkrone noch ein Par. 2001 bei der World Challenge in Kalifornien (siehe Bild) kletterte Langer erneut ins Geäst, um dann einzusehen, dass ein Strafschlag hier die bessere Option war.

Foto: DPA
7 / 9

Triumph des Willens: Im April 1993 holte sich Bernhard Langer beim Masters in Augusta seinen zweiten Majortitel. Bevor er das Grüne Jackett überreicht bekam, wurde Langer in einem Fernsehinterview gefragt, welcher Masters-Erfolg der wichtigere für ihn wäre. Langer beschrieb seinen zweiten Majortriumph mit folgenden Worten: "Es ist eine große Ehre, das bedeutendste Golfturnier zu gewinnen, speziell an einem Ostersonntag, dem Tag, als Christus wiederauferstanden ist."

Foto: AP
8 / 9

In Feierlaune: Nach dem Ryder-Cup-Triumph in Detroit sah man Bernhard Langer so ausgelassen wie selten zuvor. Hier feiert er mit Fans der europäischen Mannschaft am 18. Loch. "Ich kann genauso viel Spaß haben wie jeder andere auch", sagt der 47-Jährige, der in den Medien stets als der ultrapenible, aber eher freudlose Deutsche beschrieben wird.

Foto: AFP
9 / 9

The Odd Couple: 22 Jahre lang trug der Engländer Peter Coleman (l.) Langers Tasche. Gemeinsam gewannen sie zwei Major-Turniere und insgesamt 50 Events weltweit. Coleman war einer der ersten Caddies, der es in seiner Branche zum Star brachte. Doch weil Langer dieser Tage bevorzugt in den USA spielt, Coleman aber lieber in Europa lebt, gehen die beiden Freunde seit Sommer 2003 getrennte Wege. "Wir hatten eine Menge Spaß und haben mehr Zeit zusammen verbracht als mit unseren Frauen", beschreiben beide die gemeinsame Laufbahn.

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?