Berüchtigte Blondinen Nicht ganz unschuldig
Ursula Andress: Die schweizer Schauspielerin wurde zum ersten Bondgirl und zum Sexsymbol der sechziger Jahre, als sie im ersten James-Bond-Film "James Bond jagt Dr. No" im Bikini dem Wasser entstieg.
Jean Arthur: Die amerikanische Schauspielerin posiert 1937 entspannt auf einem Sofa. Die Blondine hatte allerdings eine heimliche Obsession - bei Profilfotos durfte nur ihre linke Gesichtshälfte aufgenommen werden.
Jane Fonda: Undatiertes Porträt der amerikanischen Schauspielerin Jane Fonda am Beginn ihrer Karriere. Dank Wasserstoffperoxid konnte die Blondine sogar zartem Babyblond, das sich sonst nur auf Kinderköpfen findet, Konkurrenz machen.
Tippi Hedren: Der Star aus "Die Vögel" 1954 bei Modeaufnahmen auf dem New Yorker Fischmarkt. Ihr markerschütterndes Kreischen in dem Hitchcock-Klassiker machte sie unsterblich.
Blondes Doppelpack: Die englischen Schauspielerinnen Diana Dors und Belinda Lee 1955 beim Festival von Venedig. Diana Dors galt als das englische Pendant zur Hollywood-Sexbombe. Damit war sie derart erfolgreich, dass sie mit zwanzig zum jüngsten Eigentümer eines Rolls Royce avancierte, der in Großbritannien registriert wurde.
Blond-Geschöpf: Die Haarfarbe war Programm bei der Sängerin der Band Blondie. Lustvoll brach sie mit dem Mythos der vermeintlich Naturblonden - bei ihr kann man immer den ungefärbten Haaransatz sehen.
Anita Ekberg: Die Schauspielerin wurde mit einem Bad in Roms berühmtesten Brunnen, der Fontana di Trevi, berühmt. 1960 planschte sie im Film "La Dolce Vita" und wurde zum Sinnbild für die heiß-kalte Erotik einer unnahbaren Blondine. Ihr Spitzname war dementsprechend "Eisberg".
Mae West: Sie war eine der Ur-Blondinen und wurde von ihren Landsleuten auch "Statue of Libido" genannt. Denn West lies wirklich keinen Tabubruch aus. Sie propagierte gleichgeschlechtliche Liebe, legte sich mit Frauenvereinen und amerikanischen Sittenwächtern an und schrieb, produzierte und inszenierte 1926 ein Musical mit dem skandalösen Titel "Sex".
Baywatch-Babe: Wie eine aufgedonnerte Plastikversion der Monroe hechtete Pamela Anderson in der Fernsehserie "Baywatch" im roten Badeanzug und mit wehenden blonden Haaren über den Strand von Malibu - und wurde damit zum Sexsymbol der Neunziger.
Twiggy: Das Model war die Schönheitsikone der sechziger Jahre - dünn wie ein Zweiglein (englisch: Twiggy) schaute sie mit ihren unwiderstehlichen Rehaugen unter einer blonden Kurzhaarfrisur hervor.
Faye Dunaway: Als Bonnie zeigte sie 1967 an der Seite von Clyde (Warren Beatty) das Männer bereit sind, für eine blonde Mähne fast alles zu tun.
Jayne Mansfield: Sie war in den Fünfzigern und Sechzigern die unangefochtene Sex-Göttin unter den Blondinen. Doch ihr wildes Leben wurde von einem frühen Tod beendet - 1967 kam sie im Alter von 34 Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Dabei wurde ihr die blonde Perücke vom Kopf geschleudert.
Catherine Deneuve: Die damals erst 18-jährige Schauspielerin wurde zum Sinnbild der klassischen Blondine. Wie Brigitte Bardot und Jane Fonda wurde auch Deneuve von dem Regisseur Roger Vadim entdeckt.
Jean Harlow: Bereits in den dreißiger Jahren zeigte die Schauspielerin, wie lustvoll sich das ideal des blonden Unschuldsengels brechen lässt. Nicht zuletzt auch wegen der noch unzulänglichen Blondiertechnik umkränzte ihr helles Haar ihren Kopf so fluffig wie ein Heiligenschein.
Jean Seberg: Die Schauspielerin mit blondem Pixie. Egal ob mit kurzen oder langen Haaren, die Blondine ist ein zeitloses Erfolgsmodell.
Aus dem Bildband "Blondinen"
Neue Liebe für eine alte Puppe: Sie tauchte zum ersten Mal 1959 auf einer Spielzeugmesse in New York auf und eroberte die Herzen aller kleinen Mädchen im Sturm. Fortan wollten sie alle sein wie die kleine Plastikpuppe. So wurde Barbie zur Manifestation der hohlen Blondine mit Wespentaille und wallendem Haar. Für manche war sie damit ein Vorbild - für viele ein Hassobjekt.
Brigitte Bardot: Die französische Schauspielerin 1960, nur wenige Jahre nachdem ihr der große Durchbruch gelungen war. Dank ihres ersten Ehemanns, dem Regisseur Roger Vadim machte die Blondine zwar als Schauspielerin international Karriere, musste sich dafür aber in seinen mäßigen Filmen entblättern.
Julie Christie: Die britische Schauspielerin becircte unter anderem in "Doktor Schiwago" und Truffauts "Fahrenheit 451" die Männer. Auch wenn ihre Haare hier eher rötlich schimmern, ist sie doch eine waschechte Blondine.
Ikone Marilyn: Sie posierte 1954 auf einem New Yorker Lüftungsschacht in dem Film "Das verflixte siebte Jahr" und wurde damit unsterblich. Seit ihrem ein Jahr zuvor veröffentlichten Film "Wie angelt man sich einen Millionär?" tippelte Monroe als kursichtiges, schmolllippiges Busenwunder mit unübersehbarer Sinnlichkeit und ohne jeden Verstand durch die Fantasien der Männer - als Sinnbild der hohlen Blondine.
Marianne Faithfull: Die Sängerin und Schauspielerin war nicht nur dafür berühmt, dass sie lange Zeit die Muse von Stones-Sänger Mick Jagger war. Sie war auch die erste, die das Wort "Fuck" in einem Film sagte. Es passierte in "Was kommt danach...?" von Michael Winner.
Mia Farrow: Blond hat viele Seiten. Helles Haar weist nicht nur auf verruchte Vamps hin - auch eine rehäugige Unschuld schmücken sie ganz vorzüglich und machen dabei ungeheuer sexy. Das bewies beispielsweise Woody Allens Exfrau Mia Farrow 1979 unter der Regie von Jan Troell in dem Film "Hurricane".
Farrah Fawcett: Mit ihrer Frisur in der Serie "Drei Engel für Charlie" prägte die Schauspielerin eine ganze Generation blonder Fönfrisuren.
Jerry Hall: Was braucht man, um sich einen echten Rockstar zu angeln? Lange Beine und eine blonde Mähne sind zumindest hilfreich. Ob die Liaison dann auch hält, steht auf einem anderen Blatt. Davon können auch Model Jerry Hall und Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger ein Lied singen.
Paris Hilton: Die Hotelerbin und Werbeikone ist heute die Kaiserin der künstlichen Blondinen - und setzt dabei dem Klischee der unterbelichten Blonden ein schrilles Denkmal.
Nastassja Kinski: Sie ist zwar nicht ganz so blond wie ihr Vater Klaus Kinski - aber dafür um Welten sexyer.
Nico: Die in Köln geborene Sängerin hieß mit bürgerlichem Namen Christa Päffgen. Als nordisch-unterkühlte Blondine Nico eroberte sie New York, sang bei Velvet Underground und inspirierte Andy Warhol.
Kim Novak: Als Tochter tschechischer Einwanderer begann sie in den USA ihre Schauspielkarriere gleich neben einer anderen berühmten Blondine. 1954 trat sie neben Jane Russell in dem Film "Die lockende Venus" ins Rampenlicht. Ihre Rolle in Hitchcocks "Vertigo" machte sie unsterblich.
Claudia Schiffer: Die Deutsche war in den Neunzigern eines der Supermodels schlechthin und wird bis heute weltweit als die klassische Schönheit bewundert. Die Blondine ist auch mit Ende 30 noch immer eine gefragte Werbeikone für Antifaltencremes und - wen wundert's - Shampoo.
Edie Sedgwick: Sie war Schauspielerin, Society-Girl, Stil-Ikone und zwischenzeitlich Muse von Andy Warhol.
Uma Thurman: Die Tochter einer Schwedin war Fotomodell bevor sie mit ihrer Rolle in Quentin Tarantinos "Pulp Fiction" als Schauspielerin berühmt wurde.
Sharon Stone: Die Schauspielerin feierte ihren großen Durchbruch 1992 als eiskalte, berechnende Blondine in "Basic Instinct".
Frauenkuss: Gleich zwei Blondinen inszenierten bei den MTV Video Music Awards 2003 in New York einen handfesten Skandal. Die Überblondine Madonna küsste während ihrer Performance ihre Kronprinzessinnen Britney Spears und Christina Aguilera vor laufenden Kameras auf den Mund.
Gwyneth Paltrow: Brave Blondine? Von wegen! Paltrow ist eine der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods - und hat nach Beziehungen mit Brad Pitt und Ben Affleck, Coldplay-Sänger Chris Martin gezähmt und geheiratet.
Anm. d. Red.: Im März 2014 gaben Paltrow und Martin ihre Trennung bekannt.
Die mutige Blonde: Oscargewinnerin Charlize Theron ist eindeutig blond und mutierte in ihrer preisgekrönten Darstellung der Aileen Wuornos in "Monster" zu genau demselben.