Berühmte Stotterer: Moses und Marilyn - DER SPIEGEL
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Berühmte Stotterer Moses und Marilyn

In Deutschland stolpern und stocken rund 800.000 Menschen in ihren Sätzen - Stottern ist eine der häufigsten Sprachstörungen überhaupt. Wer auch als Erwachsener noch darunter leidet, hat meist keine Chance mehr auf Heilung - aber jede Chance, sich nicht dafür schämen zu müssen.
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Moses, der wortgewaltige Israelitenführer, soll gestottert haben: Gern ließ er einen Vertrauten für sich sprechen. Und wenn er sein Volk aufrütteln wollte, sang er lieber - vielleicht auch, um Holperer im Wortfluss zu vermeiden.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Stottern ist ein Stigma, das die Betroffenen oft vermeintlich dumm dastehen lässt: Ob auch Schwerkraft-Entdecker Isaac Newton als Kind gehänselt wurde? Wahre Geistesgröße...

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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...und die Sprechbehinderung schließen sich nicht aus, wie auch Charles Darwin zeigte. Auch in unseren Tagen finden sich zahlreiche Prominente,...

Foto: General Photographic Agency/ Getty Images
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...die es verstanden, ihr Stottern zu kontrollieren oder zumindest zu kaschieren - Marilyn Monroe gehörte dazu. Dass sie in ihren jungen Jahren außerordentlich schüchtern gewesen sein soll, mag damit zu tun haben. Es scheint auch...

Foto: Baron/ Getty Images
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...gängige Vorurteile über Stotterer zu bestätigen: Etwa, dass eher sensible Charaktere betroffen seien als kernige Kerle. Das aber ist Unsinn: "Mr. Bean", Rowan Atkinson, der nach eigener Aussage sowohl wegen seines Aussehens als auch wegen seines Stotterns als Kind verspottet wurde, teilt seine Sprechstörung...

Foto: MJ Kim/ Getty Images
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...mit Bruce Willis, dem vermeintlich harten Knochen und Action-Star: Überhaupt ist Stottern unter Schauspielern nicht selten. Das erscheint widersinnig, hat aber Gründe: Viele Stotterer kamen zur Schauspielerei, weil ihnen das im Rahmen von Sprachtherapien empfohlen wurde - so auch Willis, mit erheblichem Erfolg in beiderlei Hinsicht.

Foto: LUCY NICHOLSON/ REUTERS
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Lieber schreiben als reden: Bestseller-Autoren wie David Mitchell ("Cloud Atlas") oder John Updike (hier im Bild) beweisen, dass Stottern kein Sprach-, sondern vor allem ein Sprechproblem ist. Updike vermied darum über lange Jahre Interviews und öffentliche Auftritte, auch Mitchell gilt als öffentlichkeitsscheu.

Foto: © Brian Snyder / Reuters
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Oscar sei Dank, postum der Welt populärster Stotterer: Der britische König Georg IV (im Film "The King's Speech" von Colin Firth gespielt) überwand mit einer mühseligen Sprachtherapie sein Stottern. Im Film begegnet ihm...

Foto: Senator
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...Winston Churchill, Kriegspremier, notorisch harter Knochen und nebenbei Literatur-Nobelpreisträger, mit überraschend viel Verständnis: Ob es daran lag, dass auch Churchill Stotterer gewesen sein soll? Viele bekommen ihr Leiden so gut unter Kontrolle, dass...

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...es nur noch selten zu bemerken ist: Prominentester Stotterer unter den Mächtigen der Welt soll derzeit der US-Vizepräsident Joe Biden sein.

Foto: ? Kevin Lamarque / Reuters/ REUTERS
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Tiefe Einblicke: Im Oktober 2011 stellte das Medienprojekt Wuppertal den Film "Wenn das Wort im Mund zerbricht" vor - eine Dokumentation darüber, was Stottern heute für Betroffene verschiedenen Alters bedeutet. Der Film wird über die Webseite des Medienprojekts verliehen und verkauft.

Foto: Medienprojekt Wuppertal
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?