Beruf Schäfer: Die Letzten ihrer Art - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Beruf Schäfer Die Letzten ihrer Art

Jeden Tag früh raus, kaum Urlaub, drei Euro Stundenlohn. Und trotzdem liebt Verena Jahnke ihre Arbeit. Sie weiß, wie man Schäfchen ins Trockene bringt und vergesslichen Schnuckenmüttern eine Patchworkfamilie verpasst. Verena ist junge Schäferin - ein Beruf, den nur noch wenige Menschen ausüben.
1 / 13

Schäferin Verena Jahnke: Lange hat sie überlegt, ob sie wirklich diesen Beruf ergreifen soll - jeden Tag früh raus, spät ins Bett, kaum Urlaub und wenig Geld... Nachdem sie aber in der elften Klasse bei einem Anwalt hospitierte, wusste sie: nie wieder Büro! Bundesweit gibt es nur rund 30 junge Männer und Frauen im ersten Schäfer-Lehrjahr. mehr...  

Foto: SPIEGEL ONLINE
2 / 13

Geburtsvorbereitung: Die 20-jährige angehende Schäferin kämpft sich durch 160 trächtige Schafe und sucht neue Lämmer.

Foto: SPIEGEL ONLINE
3 / 13

Ausgetrickst: Dieses Lamm gehört eigentlich zu einem anderen Schaf, doch das hatte nicht genug Milch. Deswegen zogen Verena Jahnke und ihr Vater einem toten Lamm das Fell ab, und...

Foto: SPIEGEL ONLINE
4 / 13

...wenn dessen Mutter an dem Fell ihres toten Kindes riecht, nimmt sie das Lamm als ihr eigenes an. Nach drei, vier Tagen zieht Verena Jahnke den Fellpulli wieder aus.

Foto: SPIEGEL ONLINE
5 / 13

"Ziege steh!", sagt Verena Jahnke zur Amme, wenn sie ihr ein neues Halbwaisen-Lamm vorbeibringt. Meist klappt das problemlos, trotzdem kontrolliert sie regelmäßig, ob das Lamm auch trinkt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
6 / 13

Verena Jahnke und ihre Kollegen in der Glockenbergsschäferei in Eimke, Niedersachsen, wachen über rund 2000 Schafe und Lämmer.

Foto: SPIEGEL ONLINE
7 / 13

Verena Jahnke mit Schäferhemd, Schäferstock und Anja: Insgesamt hat sie fünf Schäferhunde, die sie abwechselnd mit zu den Tieren nimmt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
8 / 13

Die Herde bleibt nur wenige Tage auf einer Weide, dann treibt Verena Jahnke sie zur nächsten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
9 / 13

Diese beiden Lämmer, erst einen Tag alt, brachte Verena Jahnke im Bulli über die Straße. Danach finden sie ihre Mutter nicht mehr, und die junge Schäferin hilft suchen. "Da muss ich dir deine Lämmer erst unter die Nase reiben", sagt sie.

Foto: SPIEGEL ONLINE
10 / 13

Winterbild: Die Schafe wandern das ganze Jahr über von Weide zu Weide - auch im Schnee. Im Winter bauten Verena Jahnke und ihr Vater provisorische Ställe, weil Schnee und Eis alles Grün bedeckten, und fütterten dort die Schafe.

Foto: SPIEGEL ONLINE
11 / 13

Vor etwa 15 Jahren zog Verena Jahnke mit ihren Eltern auf diesen Hof in Eimke. Seitdem geht sie mit ihrem Vater Schafe hüten. Ihr Bruder hat sich gegen die Tiere entschieden und wurde Elektriker.

Foto: SPIEGEL ONLINE
12 / 13

Barfuß übers Stoppelfeld: Bundesweit gibt es nur noch rund 2000 Berufsschäfer - aber die haben ihre eigenen Rituale. So laufen junge Schäfer in Marktgröningen um die Wette, und das schon seit 500 Jahren. Beim traditionellen Marktgröninger Schäferlauf sollen die Söhne und Töchter baden-württembergischer Schäferfamilien zeigen, dass sie im Notfall ein fliehendes Schaf einfangen können. Der Preis für Schäferkönig und Schäferkönigin am letzten Augustwochenende: je ein Schaf.

Foto: Franziska Kraufmann/ dpa
13 / 13

Reine Kopfsache: Etwas älter sind die Teilnehmerinnen am Wasserlauf in Marktgröningen. Sie balancieren volle Wasserbottiche geschickt auf dem Kopf. Die Gewinnerin am Wochenende war Maria Gerls, 70 Jahre alt. Das Rennen mit den Kübeln greift die Aufgabe der Schäfersfrauen in früheren Zeiten auf, als sie ihre Männer auf der Weide mit Wasser versorgen mussten.

Foto: dapd
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?