Berufschancen in der Provinz - DER SPIEGEL
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Lockruf der Heimat Jobchancen auf dem Land

Pritzwalk, Schwedt, Wittenberge - wer dort aufwächst, will meist ganz schnell weg. Aber manche kommen nach dem Studium auch zurück. Denn in der Provinz ergeben sich oft ungeahnte Jobchancen. Und einer muss ja den Anfang machen.
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Apotheker in Pritzwalk: Jan-Christoph Grimm hat sich nach seinem Studium in Berlin in seiner Heimat in Brandenburg selbständig gemacht und ist jetzt glücklicher Inhaber einer eigenen Apotheke. Er schätzt die Arbeit in Pritzwalk, die Mentalität der Menschen liege ihm, sagt er. Die Welt ist in der Provinz überschaubar, man kennt sich - genau das hatte er in der Hauptstadt vermisst. mehr...

Foto: Fritz Habekuß
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Was darf's denn sein? Für seine Kunden ist Grimm Vertrauensperson, ihm berichten sie von ihren kleinen Wehwehchen und ernsten Krankheiten. Und Zeit zum Zuhören hat er auch.

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Diplomingenieur in Pritzwalk: Georg Zander übernahm vor knapp zwei Jahren den Brennstoffhandel seines Vaters. Als neuer Chef ist er jetzt in der ganzen Region bekannt. Das kann auch mal lästig sein, aber bereut hat er den Umzug aus Düsseldorf zurück in die Heimat noch nicht.

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Informatiker in Schwedt: Sascha Nehls ist gerade dabei, sein soziales Umfeld in Schwedt an der Oder wieder aufzubauen. "Von den früheren Freunden ist niemand mehr da", sagt er. Viele können nicht verstehen, warum es den Informations- und Medientechniker zurück in die Uckermark gezogen hat.

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Stammtisch für Rückkehrer: Sascha Nehls kam nicht nur wegen der guten Jobmöglichkeiten zurück in die Heimat: "Ich will auch etwas bewegen." Momentan sucht er noch Mitstreiter, etwa beim Stammtisch, den er ins Leben gerufen hat: Rückkehrer und Neuankömmlinge können sich hier austauschen und erste Kontakte knüpfen. Bislang sind sie meist nur zu fünft.

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Soziologe in Wittenberge: Auch von Jan Schmidts Freunden sind die wenigsten in seiner Heimatstadt geblieben. Er selbst arbeitet jetzt wieder dort - wohnt aber noch in Berlin. Seine Stelle ist befristet. Und so schön er Wittenberge findet, ohne langfristige Perspektive wird er nicht zurückkommen, sagt er.

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