Berufseinstieg mit Bachelor oder Master - DER SPIEGEL
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Bachelor oder Master Wo beginnt die Karriereleiter?

Bachelor oder Master? Viele Studenten sind unsicher, ob sie mit sechs Semestern Studium bei Arbeitgebern punkten können. Die meisten Uni-Absolventen streben deshalb noch den Master an. Doch nicht jeder bekommt einen Platz im weiterführenden Studiengang.
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Die Unberechenbaren: Die Bologna-Reformer hatten sich alles so schön ausgedacht. Zwei von drei Bachelor-Absolventen fangen nach ihrem Abschluss einen Job an, das war der Plan. Doch es kam genau andersherum: Zwei von drei Studenten wollen den Master draufsetzen. Damit hatten die Hochschulen nicht gerechnet. Die Folge: Nicht jeder Bachelor-Absolvent bekommt einen Platz im Master-Studiengang. Und die Verunsicherung wächst. mehr...

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa
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Karriere à la Bologna: Für Sarah Stuberg, 25, ging das Studentenleben direkt ins Arbeitsleben über. Schon während ihres Bachelor-Studiums an der Uni Köln hatte sie bei Douglas gearbeitet, kurz vor ihrem Abschluss wurde sie gefragt, ob sie nicht als Trainee in der Online-Kommunikation anfangen wolle. Jetzt kümmert sie sich um den Auftritt des Unternehmens in den sozialen Medien. Ob sie den Master machen will? Vielleicht in ein paar Jahren.

Foto: Eva Schneider
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Blitzstudium: Sarah Stuberg hat schon während des Studiums Kontakte zu Arbeitgebern geknüpft - ein bewährtes Erfolgsrezept, das aber nur wenige befolgen. Der Potsdamer Erziehungswissenschaftler Wilfried Schubarth hat mit Kollegen die Curricula von 30 Studiengängen an mehreren Unis und Fachhochschulen auf ihren Praxisbezug hin untersucht und ist zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen: "Die Praktikaphasen werden, in erster Linie an Unis, stiefmütterlich behandelt."

Foto: ddp
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Platzmangel: Salome Adam hat in Leipzig Biochemie auf Bachelor studiert. Obwohl es in ihrem Fach ohne Master kaum Jobs gibt, müssen viele um einen Platz im weiterführenden Studiengang bangen: Der Bachelor allein qualifiziert nämlich noch nicht für den Master. Adam musste nachweisen, dass sie in Biologie, Biochemie und Chemie genug Leistungspunkte für die Zulassung zum Master gesammelt hat: "So schließen die Universitäten Studierende aus, die nach einem anderen Modell studiert haben, ganz zu schweigen von FH-Absolventen."

Foto: Anja Elias
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Unbegründete Sorgen: Der Stifterverband hat 45 Vertreter von Unternehmen nach ihren Einstellungen zu Bachelor und Master gefragt: "Viele von ihnen betonen, dass die Art des Abschlusses nicht unbedingt darüber entscheidet, für welche Einstiegsposition ein Bewerber vorgesehen ist", sagt Ann-Katrin Schröder, beim Stifterverband verantwortlich für den Programmbereich Hochschule und Wirtschaft. Wichtiger als der Abschluss sei das Gesamtprofil: Auslandserfahrung, Praktika, gesellschaftliches Engagement.

Foto: David Ausserhofer/ Stifterverband
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?