Bestattungs-Riten - DER SPIEGEL
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Bestattungs-Riten Gevatter Tod als Familienmitglied

Spiele im Sarg, eisgekühlte Verstorbene und eine auf Schmalzkuchen versessene Leichenfrau: Als Schüler freute sich Helmar Meinel auf jede Beerdigung, denn dann gab es "Kreuzgeld". In seinem kleinen Heimatdorf im Vogtland hatte der Tod seinen festen Platz im Leben.
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Kriegerdenkmalvon Wernitzgrün: Am Eingang des Friedhofs von Wernitzgrün im Vogtland erinnert ein Denkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Fast die Hälfte der Toten entstammte der Namensfamilie Meinel.

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Trauerzug: Beerdigungen werden in dörflichen Gemeinden bis heute als wichtiger Teil des Gemeinschaftslebens angesehen und entsprechend begangen. Hier wird im Dezember 2001 die brandenburgische SPD-Politikerin Regine Hildebrandtauf dem Friedhof von Woltersdorf im Landkreis Oder-Spree zu Grabe getragen.

Foto: dpa
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Ab in die Kiste: Als Sargtischler gab Helmar Meinels Großvater seinen Werken gerne einen persönlichen Touch - verstorbene Musiker bekamen schon mal einen Geigenbogen auf den Sargdeckel geleimt, Förster ein stlisiertes geweih und nazis auch ein Hakenkreuz. Heute werden Särge längst semi-industriell gefertigt, wie hier bei Fearn & Company im englischen Nottingham.

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Massenbeerdigung: In katholischen Gegenden wird an alten Bestattungstraditionen stärker festgehalten als im protestantischen Norden. In dieser Szene aus dem Film "Der Sizilianer" von 1987 werden gleich mehrere Verstorbene auf einen Schlag zur Ruhe gebettet - es handelt sich um Opfer eines Mafia-Konflikts.

Foto: ddp images
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Trauermarsch: Aus dem Film "In stürmischen Zeiten" mit Johnny Depp und Cate Blanchett aus dem Jahr 2000 stammt diese Beerdigungsszene, in der eine Kapelle dem Trauerzug voranmarschiert - heute ein eher seltener Anblick.

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