Affront in Asien Besuch bei Japans Kriegsschrein
Ungeachtet der Proteste im benachbarten Südkorea haben japanische Politiker den umstrittenen Yasukuni-Schrein für Japans Kriegstote in Tokio besucht. Die 168 Parlamentarier verschiedener Parteien gedachten anlässlich eines Schreinfestes der Seelen der Toten. In dem Heiligtum werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt.
Südkorea ist empört. Demonstranten in Seoul protestierten, indem sie eine japanische Flagge aus dem Zweiten Weltkrieg zerrissen. Der Außenminister sagte einen Besuch in Tokio ab.
Besuche japanischer Politiker an dem Schrein lösen in Südkorea und China regelmäßig Proteste aus. Beide Länder waren Opfer der Aggressionen der kaiserlichen japanischen Streitkräfte.
Die Beziehungen zwischen Japan und China sind derzeit ohnehin gespannt. Die Länder streiten um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer, die beide Staaten sowie Taiwan für sich beanspruchen.
Die Regierung in Tokio bestellte jetzt den chinesischen Botschafter ein, nachdem erneut Regierungsschiffe in der Nähe der Inseln gesichtet wurden. Hier fährt die japanische Küstenwache neben einem chinesischen Überwachungsschiff.