Miriam Gössner Hoffnungsträgerin der Biathleten
Licht und Schatten: Die aus Garmisch-Partenkirchen stammende Miriam Gössner soll das neue Gesicht der deutschen Biathletinnen werden.
Gesundheitliche Rückschläge und schlechte Schießergebnisse brachten die 22-Jährige bisher um konstant gute Platzierungen. Änderungen an der Schusswaffe und ein Mentaltrainer, mit dem bereits die zurückgetretene Magdalena Neuer zusammenarbeitete, erhöhten die Treffgenauigkeit und Platzierungen.
In der Langlaufloipe gehört Gössner bereits zur Spitze. Deshalb wurde die Biathletin zunächst auch im Skilanglauf eingesetzt, unter anderem in der Tour de Ski. Mit der Langlaufstaffel konnte sie bei Olympia 2010 im kanadischen Vancouver die Silbermedaille gewinnen.
Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner (l.) und ihre Freundin und frühere Teamkollegin Miriam Gössner: In der Staffel konnten sie gemeinsam zweimal die Weltmeisterschaft holen. 2011 im russischen Chanty-Mansijsk und vergangene Saison bei der Heim-WM in Ruhpolding.
Nach dem kurzen Ausflug in den Skilanglauf konzentrierte sich die Nachwuchshoffnung wieder gezielt auf den Biathlon-Weltcup.
Bei ihrem vierten Weltcup-Einsatz konnte Gössner gleich zum Auftakt im schwedischen Östersund mit zwei zweiten Plätzen im Sprint und der Verfolgung auf sich aufmerksam machen.
Dabei hatte die Deutsche ihre Karriere im alpinen Wintersport begonnen. Ein Unfall mit einer Slalomstange, bei dem sie mehrere Zähne verlor, führte sie über den nordischen Skilanglauf letztlich zum Biathlon.
2011 beeinträchtige eine Darm-Erkrankung ihre Vorbereitung. Auch in diesem Jahr hatte Gössner gesundheitliche Probleme. Komplikationen mit den Zahnimplantaten verhinderten einen reibungslosen Trainingsablauf.