Deutscher Pavillon Der sperrige Biennale-Beitrag
"Ankersentrum" heißt der deutsche Beitrag auf der diesjährigen Kunstbiennale. In seiner unwirtlichen Kargheit spiegelt er mehr als nur die Atmosphäre der Räumlichkeiten für die Geflüchteten.
Kameras, wohin das Auge blickt, sorgen für Unbehagen bei den Besuchern, wenn sich welche in den Pavillon verirren.
Denn nicht viele Menschen lassen sich auf die Installation ein, die die drängenden Fragen unserer Zeit thematisiert: Migration, Vertreibung, Zuwanderungspolitik.
Verweigerungshaltung ist Teil des Konzepts. Blöd nur, wenn sich auch die Besucher verweigern.
Der Künstler Christoph Büschel hat das zerlöcherte Todesschiff "Barca Nostra" im Arsenale-Hafen aufgebockt.
Im Jahr 2015 war es vor Lampedusa untergegangen - mit zahlreichen Flüchtlingen an Bord.
Im französischen Pavillon inszeniert Laure Prouvost ihren mystischen Film "Deep Sea Blue Surrounding You".
Er entwickelt einen Sog wie ein Unterwasserstrudel...
...der auch vor dem Pavillon zu sehen und zu spüren ist.
Der kanadische Pavillon präsentiert eine 30-minütige Doku über das Leben der Inuit im ewigen Eis.