Alexander McQueen Mode für die Ewigkeit
Zum Applaus für "Natural Dis-tinction, Un-Natural Selection" erschien Alexander McQueen im Hasenkostüm. Show und Kollektion hatten den Naturschutz zum Thema und wurden inspiriert von Darwins Evolutionstheorie.
Für seine Show "What A Merry Go Round" schickte Alexander McQueen seine Mannequins mit vergoldeten Tiergerippen über den Laufsteg.
Pflanzen und Tiere sind für die meisten Künstler eine wichtige Inspirationsquelle. Doch bei Alexander McQueen wurde auch schon mal eine Robe komplett aus Federn gefertigt.
Insbesondere Vögel hatten es Alexander McQueen angetan. Er bewunderte die Tiere für ihre Freiheit und ihr schönes Gefieder. "Im Grunde möchte ich die Schönheit der Vögel auf die Frauen übertragen", sagte er einmal. Das ist ihm auch in diesem Fall gelungen.
Die spektakuläre silberne Tüllrobe aus der Kollektion "Pantheon ad Lucem". Für die 2004 präsentierten Entwürfe und die zugehörige Schau ließ sich McQueen von Extraterrestrischem inspirieren. Das Kleid war der Höhepunkt der Schau und wurde geschmückt von einer Blumenstola, die der Designer wie folgt in Auftrage gegeben hatte: "Die Blumen sollen außerirdisch aussehen."
Models warten hinter der Bühne auf ihren Auftritt zur Präsentation der Kollektion "La Dame Bleue", einer Hommage an Isabella Blow. Die Stylistin und Modejournalistin entdeckte Alexander McQueen während dessen Studienzeit am Central Saint Martins College of Art and Design. Sie kaufte damals seine gesamte Abschlusskollektion und förderte ihn auch im Anschluss weiter.
2005 stellte McQueen eine Kollektion vor, die von Alfred Hitchcocks Filmen inspiriert war: sämtliche Teile waren im Stil der Fünfzigerjahre designt. Der Kollektionsname war das Zitat eines Hitchcock-Filmtitels: "The Man Who Knew Too Much".
Als sein langjähriger Sponsor American Express das fünfjährige Jubiläum der "Black"-Centurion-Kreditkarte feierte, inszenierte Alexander McQueen eigens ein Catwalk-Event in London, das von seiner Muse Kate Moss eröffnet wurde.
Blüten auf dem Kopf und Blütenblätter am Kleid. McQueens Repertoire umfasste auch romantische Entwürfe. Die Aufnahme entstand 2006 im Rahmen der Schau "Sarabande".
Vor der Bühne gab es 2001 von der spanischen Garderobe Inspiriertes und Flamenco-Klänge, hinter dem Vorhang legte der Meister bis zuletzt Hand an.
Robert Fairer: "Alexander McQueen - Unseen", 352 Seiten, Schirmer/Mosel Verlag.