Bildbearbeitung: Gimp versus Photoshop - DER SPIEGEL
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Bildbearbeitung Gimp versus Photoshop

Gimp kostet nichts, ist aber für viele Bildbearbeitungs-Schritte so gut geeignet wie Profi-Fotoprogramme. Wer aber Photoshop-Routinen verinnerlicht hat, muss sich bei Gimp etwas umstellen. Bettina K. Lechner erklärt, wie Photoshop-Handgriffe in Gimp funktionieren.
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Photoshop: Bild > Bildgröße
GIMP: Bild > Bild skalieren bzw. Bild > Druckgröße

Erläuterung: Der Photoshop-Dialog Bildgröße enthält zwei unterschiedliche Funktionen: Das Verändern der Pixelauflösung über den Abschnitt Pixelmaße beziehungsweise das Auslesen und Verändern der Dokumentgröße, wenn Sie das Bild für den Druck vorbereiten. In Gimp sind die Befehle daher über zwei Dialoge erreichbar: Bild skalieren und Druckgröße.
Mit dem Befehl Bild skalieren in Gimp bzw. dem oberen Bereich im Photoshop-Dialog Pixelmaße verändern Sie die Pixelauflösung des Bilds. Das Bild wird größer oder kleiner.
Mit der Druckgröße in Gimp erkennen bzw. verändern Sie abhängig von der Auflösung bzw. von den Abmessungen die mögliche Druckgröße. Der Befehl entspricht dem Photoshop-Dialog Bildgröße bei deaktiviertem Interpolationsverfahren.

Foto: Bettina Lechner
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Photoshop: Bild > Arbeitsfläche
GIMP: Bild > Leinwandgröße

Erläuterung: Mit dem Befehl Arbeitsfläche bzw. Leinwandgröße verändern Sie die sichtbare Bildfläche. Der Anker in Photoshop entspricht dem Versatz in Gimp. Praktisch: In Gimp können Sie die Ebene auch mit der Maus positionieren. Um die Ebene bearbeitbar zu machen, stellen Sie Ebenengröße verändern z.B. auf Alle Ebenen.

Foto: Bettina Lechner
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Photoshop: Bild > Korrekturen > Tonwertkorrektur
GIMP: Farben > Werte

Erläuterung: Sowohl die Tonwertkorrektur als auch die Werte bilden das aktuelle Histogramm ab. Zur Farbkorrektur bewegen Sie die Pfeilchen unterhalb des Histogramms. Beide Dialoge sind mit drei Pipetten ausgestattet, die Ihnen die Definition von Schwarz-, Weiß- bzw. Graupunkt ermöglichen. Beide verfügen über eine Auto-Korrektur.
In Gimp wechseln Sie über den Button "Diese Einstellungen als Kurven bearbeiten" sogleich in den nächsten Dialog zur Farbkorrektur: Gradationskurven bzw. Kurven:

Foto: Bettina Lechner
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Photoshop: Bild > Korrekturen > Gradationskurven
GIMP: Farben > Kurven

Erläuterung: Auch die beiden Kurven-Dialoge sehen einander sehr ähnlich und unabhängig, welches Programm Sie gewohnt sind: Sie werden sich sofort zurechtfinden.
Gimp protokolliert Veränderungen an der Kurve automatisch mit. Diese Kurven sind nach Bestätigung und wieder Aufrufen des Dialogs unter "Einstellungen" beispielsweise auf ein weiteres Bild aus einer Serie anwendbar.

Foto: Bettina Lechner
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Photoshop: Filter > Scharfzeichnen > Unscharf Maskieren
GIMP: Filter > Verbessern > Unscharf Maskieren

Erläuterung: Auch hier ähneln sich die beiden Dialoge stark. Nur der Radius-Regler ist in Photoshop der zweite Regler, in Gimp hingegen der oberste.

Foto: Bettina Lechner
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Bettina K. Lechner:

"GIMP - ab Version 2.6"
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Addison Wesley Verlag
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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?