Bilder der Woche Wenn ich groß bin, fahre ich Jaguar
Kleinausgabe: Ein Junge auf einem Bobbycar blickt auf einen Jaguar E-Type. Die Begegnung von Plastikauto und Oldtimer ereignete sich in Mollis in der Schweiz. In dem Ort bei Zürich treffen sich jedes Jahr Hunderte Klassikerbesitzer beim British Car Meeting.
Synchronschwimmer: Eine Frau badet mit ihrem Hund im Wasser des Jenissei-Flusses in der Nähe der Stadt Krasnojarsk. Der Strom ist etwa 3500 Kilometer lang und fließt durch Sibirien.
Weltrekord im Blick: Zehnkämpfer Ashton Eaton versteckte seine Mimik hinter einer Sonnenbrillenmaske. Aber selbst wenn die Konkurrenz im Gesicht des US-Amerikaners hätte lesen können, besiegt hätte sie ihn wohl dennoch nicht. Eaton gewann bei der Leichtathletik-WM in Peking Gold mit neuem Weltrekord.
Unendliche Trauer: Ein irakischer Junge beugt sich verzweifelt über den Sarg seines Vaters. Der Mann gehörte der Saraya al-Salam (übersetzt etwa "Friedenstruppe") an und starb im Kampf gegen den "Islamischen Staat".
Atemlos: Elaine Thompson gönnt sich nach dem 200-Meter-Rennen in Peking eine kurze Ruhepause. Die Jamaikanerin gewann Silber, ihr Land erreichte Rang zwei bei der Medaillenwertung der Weltmeisterschaften.
Auf der anderen Seite: Der Polizeichef von Jakarta, Hendro Pandewo, lehnt sich mit einer Gerte in den Händen an einen Stacheldrahtzaun. Dahinter protestieren indonesische Arbeiter. Die Gewerkschaft hatte zu der Demonstration vor dem Präsidentenpalast aufgerufen. Sie fordert höhere Löhne und prangert Stellenabbau an.
Staraufgebot: Im Licht des Sonnenuntergangs fliegen diese Stare über einem Feld im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Die Vögel sind oft in Schwärmen unterwegs, die in ihrem Verhalten einem Fischschwarm gleichen. Für Zuschauer sind die Manöver ein spektakuläres Schauspiel. Doch sie haben einen ernsten Hintergrund Angreifer haben es auf diese Weise extrem schwer, sich auf einen einzelnen Vogel zu konzentrieren, den sie sich als Beute ausgesucht haben.
Kurze Pause: Ein Flüchtling ruht sich am Strand von Gran Canaria aus. Er hatte die Flucht nach Spanien mit etwa 60 weiteren Flüchtlingen hinter sich gebracht. An Bord des kleinen Fischerbootes, in dem er ankam, sollen lokalen Behörden zufolge auch sechs Frauen und ein zwei Jahre altes Kind gewesen sein.
"Night Session" heißen die späten Spiele bei den US Open auf den größten Plätzen, diese Zeit ist für die Stars reserviert. Fabio Fognini, hier beim Aufschlag, spielte gegen Pablo Cuevas etwas früher - dunkel war es dennoch.
Nah am Wettkampf: Diese Zuschauer der Ruder-WM in Frankreich haben einen ziemlich guten Platz gefunden.
Gut gebrüllt, Soldat: Ein Army Ranger der US-Armee demonstriert während einer Vorführung bei der Abschlussfeier der Ranger School in Columbus seine Stärke. Anfang September gab die amerikanische Armee bekannt, seine Eliteschule für Ranger künftig auch für Frauen zu öffnen. Zwei Frauen hatten zuvor zum ersten Mal in der Geschichte des Militärs den strapaziösen Lehrgang durchgestanden.
Fata Morgana: In der Black Rock Wüste in Nevada ist für das Burning Man Festival eine Stadt aus dem Nichts aufgetaucht, die Black Rock City. Das Motto in diesem Jahr: Carnival of Mirrors. Die Veranstalter versprechen eine magische Show, die wie ein altmodischer Karneval daherkomme. Am sechsten Tag des Festivals wird traditionell eine Statue in Menschenform, der Burning Man, verbrannt.
Platz da: Weltkriegsveteran Ernest Yamartino rückt sich vor dem Weltkriegsdenkmal in Washington einen Plastikstuhl zurecht. Dort wurde das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren gefeiert. Am 2. September 1945 hatte Japan auf dem Militärschiff USS Missouri kapituliert.
Dreckschleudern: Stefan Brandofer und Daniel Eibl waren bei der deutschen Meisterschaft der Motorradfahrer mit Beiwagen um gute Seitenlage bemüht. Das klappte, zum Titel reichte es aber nicht ganz, sie wurden Dritte.
Heiß und kalt: Der Vulkan Cotopaxi in Ecuador ist 5897 Meter hoch also kein Wunder, dass in seinen oberen Bereichen Schnee liegt. Doch im Inneren des Berges brodelt es. Derzeit herrscht im Inneren des Vulkans größere Aktivität. Draußen kündet davon der lange anhaltende Ausstoß von Asche. Der Cotopaxi liegt 50 Kilometer südlich von Quito, sein Ausbruch könnte Hunderttausende Menschen betreffen.
Kriegsschauspiel: Besucher einer Ausstellung in Peking betrachten eine Installation über Kämpfe zwischen Japan und China im Zweiten Weltkrieg. Dessen Ende vor 70 Jahren wurde in der chinesischen Hauptstadt mit einer großen Parade auf dem Platz des Himmlischen Friedens begangen.
Überdimensional: Als riesige rote Kugel geht der Mond über dem Hamburger Hafen auf. Die Stadt beherbergt den zweitgrößten Containerhafen Europas. 2014 wurden knapp 150 Millionen Tonnen Ladung in Hamburg verschifft.
Vogelhochzeit: Auf dem Kopf von Abdulrahman al-Sebai sitzen seine Haustiere. Auf einer Farm in der saudi-arabischen Provinz Qasim hält der Mann als Hobby mehr als 500 Vögel.
Multitasking: Ein Händler telefoniert an der Metallbörse in London. Nach einer Währungsabwertung und einem Kurssturz an den Börsen Chinas durchlaufen derzeit die Börsen weltweit ein Auf und Ab.
Bei der Leichtathletik-WM in Peking ging es um Sekunden, Meter, Zentimeter, Rekorde. Wenn man diesen Weitspringer sieht, kann man denken: Schade, dass es für Haltungsnoten keine Medaillen gibt.
Langer Tag: Ein Student ruht sich in Kuala Lumpur nach der Parade am Nationalfeiertag aus. Die malaysische Fahne hält er noch in der Hand. Der Feiertag wurde in diesem Jahr zum 58. Mal zelebriert.
Demonstrative Größe: Chinesische Soldaten sitzen in Panzern, auf der Leinwand dahinter sind sie noch einmal in Großaufnahme zu sehen. Die Militärparade zog vor dem historischen Platz des Himmlischen Friedens in Peking vorbei. Damit feierte die chinesische Regierung den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs.
Üppig behangen: Auch dieser Mann feiert in Peking das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren. Sein Gesicht ist auf dem Bild nicht zu erkennen - wohl aber die zahlreichen Orden, die er sich angeheftet hat.
Caramba: Zwei Frauen tanzen leicht bekleidet beim alljährlichen karibischen Karneval im Londoner Stadtteil Notting Hill. Der Karneval wird seit den Sechzigerjahren gefeiert, weil in dem Viertel damals viele Menschen lebten, die kurz zuvor aus der Karibik eingewandert waren. Heute gehört der Stadtteil zu den teuersten in London.
Wellenbewegung: Der Qiantang-Fluss in der chinesischen Provinz Zhejiang ist für seine Springflut berühmt. Aus dem Ostchinesischen Meer bewegt sich dabei eine Welle flussaufwärts und wird dabei bis zu neun Meter hoch. Die Einheimischen sprechen auch vom Silbernen Drachen. Auf Nummer sicher geht, wer da im richtigen Augenblick auf Abstand geht.
Der Champion dampft: Das preisgekrönte Rennpferd Bantam erholt sich von einem Trainingslauf auf der Übungsanlage in Melbourne.
Das vorläufige Ende einer Flucht: Ungarische Polizisten nehmen eine syrische Familie an der Grenze zu Serbien fest. In Ungarn herrschen mittlerweile chaotische Zustände, zwischenzeitlich wurde der Budapester Bahnhof blockiert, um die Menschen an der Weiterreise zu hindern. Ministerpräsident Viktor Orbán gab Deutschland die Schuld an dem Chaos.
Kunst oder Krawall? Ein Roller ist in der Straße vergraben, wie eine Skulptur ragt er aus dem Boden. In, natürlich, Berlin-Mitte.
Feierlich blickt der Bärtige durch den Rauch: Er ist einer von Millionen Hindus, die zusammengekommen sind, um in Nashik, im westindischen Bundesstaat Maharashtra das größte Pilgerfest der Welt zu feiern. Die Kumbh Mela findet alle drei Jahre statt. Der Bärtige ist ein Naga Sadhu, ein heiliger Mann. Höhepunkt des Festes ist die rituelle Waschung im Godavari-Fluss.
Aus der Reihe gefallen: Ein indischer Soldat erleidet während der Zeremonie anlässlich des fünfzigsten Jahrestags des Krieges zwischen Indien und Pakistan einen Schwächeanfall. 1965 bekriegten sich die beiden Länder im Kampf um Kaschmir. Noch im selben Jahr akzeptierten beide Seiten unter Uno-Vermittlung einen Waffenstillstand. Indien und Pakistan haben seit der Unabhängigkeit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt.