Die Bilder der Woche Ist das Kunst oder Protest?
Sturm über Wynnewood: Am Montag wurde Oklahoma von mehreren Tornados heimgesucht. Einige Gebäude wurden zerstört, ein Mensch kam ums Leben.
Nach dem Parteitag die Parade: Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat sich bejubeln lassen. Hunderttausende Menschen schwenkten Sträuße aus künstlichen Blumen über ihren Köpfen. Auf dem ersten Kongress der Kommunisten seit 36 Jahren zementierte Diktator Kim Jong Un seine Position an der Spitze der Partei. Er hat nun den Titel des Parteivorsitzenden.
Wasserflugzeug: Drei Tage brauchte dieser Flieger für die knapp 200 Kilometer vom irischen Flughafen Shannon bis in das nordirische Städtchen Sligo. Vor allem deshalb, weil er auf ein Riesenfloß gebunden und per Schiff übers Wasser geschleppt wurde. Mit der Boeing 767 will der örtliche Bestattungsunternehmer David McGowans seinem Luxuszeltplatz Quirky Nights Glamping eine neue Attraktion hinzufügen. Die ausgemusterte Maschine soll als Unterkunft für Touristen dienen.
Wächter der Knesset: Israel feierte am Donnerstag den Unabhängigkeitstag - unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Gefeiert wurde die Proklamation des Staates Israel vor 68 Jahren. Aus diesem Anlass demonstrierte zudem an mehreren Orten die arabische Minderheit für ihre Rechte in dem Land.
Ist das Kunst oder Protest? Demonstranten haben in der mazedonischen Hauptstadt Skopje einen Prunkbau der Regierung mit Farbbeuteln beworfen. Der 2012 errichtete umstrittene Triumphbogen im klassisch-antiken Stil war anschließend mit roten, blauen und gelben Flecken übersät - im Sinne der "Farbenfrohen Revolution". Die Demonstranten fordern, dass Staatspräsident Djordje Ivanov die Amnestie von 56 Politikern zurücknimmt, die in schwere Kriminalität verwickelt sein sollen.
Ja, ja, ja, ...: Eine Pakistanische Braut kurz vor einer Massenhochzeit in Karatchi. Die Zeremonie wurde für 135 Paare abgehalten. Die werden sich in der Hauptstadt der Provinz Sindh schnell gefunden haben. Mit mehr als 13 Millionen Einwohnern zählt Karatchi zu den größten Städten der Welt.
Tag und Nacht und Baum: Diese Langzeitbelichtung entstand am 7. Mai in Ungarn am alljährlich begangenen "Tag der Vögel und Bäume" 90 Kilometer nordöstlich von Budapest.
Flüchtig aber froh: Die kleine Skylar Saunders wurde am Montag im Evakuierungscamp Wandering River untergebracht. Grund dafür war ein Flächenbrand im kanadischen Fort McMurray. Die 100.000 Einwohner der Stadt wurden größtenteils evakuiert, Häuser brannten, mehrere Tankstellen sind explodiert. Ein Päckchen Saft und ein blauer Wackelpeter scheinen zumindest bei Skylar die Stimmung gehoben zu haben. Glück im Unglück: Das Feuer ist mittlerweile gelöscht, mit 2400 Gebäuden wurde weit weniger zerstört, als zuvor angenommen, alle Einwohner konnten gerettet werden.
Blau und gelb - das sind die Farben von Estoril Praia, einem Klub aus der ersten portugiesischen Fußballliga. Mit einem beeindruckenden Rauchfeuer zeigt ein Fan seine Verbundenheit zum Verein vor dem Spiel gegen Arouca (1:1).
Eindrucksvolle Kulisse: Ein Beduine sitzt auf einem Kamel - im Hintergrund ist die Felsenstadt von Petra zu sehen. Sie zählt seit 2007 zu den "sieben neuen Weltwundern". Die Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt der Nabatäer.
Und immer noch Chile: Studenten in der Hauptstadt Santiago werden von der Polizei bei einer Demo mit Wasserwerfern beschossen. Studenten in dem südamerikanischen Land fordern schon seit Jahren ein kostenfreies Bildungswesen. Das jetzige Bildungssystem wurde noch unter dem Diktator Augusto Pinochet eingerichtet. Die bisherigen Reformen der Regierung gehen den Demonstranten nicht weit genug.
Luftduell um die Champions League: Arsenals Olivier Giroud (r.) und Nicolas Otamendi von Manchester City kämpfen um den Ball und um den dritten Platz. Einmal war der Stürmer vom FC Arsenal jedoch nicht zu halten: Er traf zum zwischenzeitlichen 1:1 beim 2:2 der beiden Teams. Vor dem letzten Spieltag hat Arsenal gute Chancen auf den dritten Platz zur europäischen Königsklasse. City zittert um Platz vier.
Noch schnell ein Selfie: Eine Familie lässt sich auch von heftiger Brandung im Hintergrund nicht abhalten und schießt Erinnerungsfotos. Aufgenommen wurden die in Barcelona am Rande des Mittelmeeres.
Mauerpoesie: Zwei Schuljungen laufen im nördlichen Gazastreifen an einem Graffiti vorbei, das auf eine Wand der Uno-Schule in Beit Hanun gemalt wurde. Dort steht der Titel eines Gedichts des palästinensischen Dichters Mahmud Darwisch. Er besagt sinngemäß: "Wir haben auf dieser Erde, was wir zum Leben brauchen". Ob die Jungen das auch so sehen?
Wütender Protest in Brasília: Die suspendierte Dilma Rousseff war eine unbequeme, oft unbeliebte Präsidentin Brasiliens. Doch ihre Kritiker selbst erscheinen in dem aktuellen Polit-Drama in schlechtem Licht. Für das Land ist der ganze Fall eine Blamage, die die politische und wirtschaftliche Krise des Längst-nicht-mehr-Boom-Staats noch verschärfen dürfte.
Zurück zu den Demonstrationen in Chile: Ein Mann schützt sich in einer wannenartigen Behausung vor dem Regen auf einer Brücke. Er protestiert gegen die Regierung, die sich mehr um die wirtschaftlichen Grundlagen der Anwohner auf Chiloé, einer chilenischen Insel, kümmern soll.
WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat jetzt ein Kätzchen: Seine Kinder haben ihm das Tier zukommen lassen, um ihm in seinem Zimmer in der Botschaft Ecuadors Gesellschaft zu leisten.
Der Parcours des Hamburger Derbys zählt zu den schwierigsten der Welt. Dieses Hindernis löst Lokalmatadorin Janne Friederike Meyer jedoch mit Bravour. Mit ihrem Pferd Anna wurde die Hamburgerin Vierte.
Kein Entkommen: Bei Leipzigs Aufstiegsparty kommt es zu einer kuriosen Szene. Davie Selke (l.) jagt Trainer Ralf Rangnick für eine Bierdusche. Der Coach fällt - und verletzt sich dabei. Die gute Nachricht: Rangnick hielt auf den anschließenden Feierlichkeiten trotz Schmerzen bis in den frühen Morgen durch.
Rauchbomben am Brenner: Bei gewaltsamen Protesten gegen mögliche Grenzkontrollen Österreichs sind Dutzende Menschen verletzt worden. Sowohl Polizisten als auch Demonstranten erlitten laut Agenturen bei den Ausschreitungen Verletzungen. Hunderte Demonstranten hatten an dem wichtigen Grenzübergang Beamte mit Schlagstöcken und Stangen angegriffen sowie Feuerwerkskörper, Rauchbomben und Steine geworfen.
Zauberwürfelkunst: Bei der langen Nacht der Kunst und Kultur leuchten in Nürnberg Quader in wechselnden Farben. Das Projekt Kubik, bei dem die Beleuchtung per Smartphone gesteuert wird, gastierte auch schon in Melbourne und Dubai.
K.o. in Runde sechs: Amir Khan hielt lange gegen Saúl Álvarez mit, doch im Verlauf des kampfes wurde es ein Klassenunterschied. Álvarez sicherte sich gegen den Herausforderer den Sieg im WM-Kampf im Mittelgewicht souverän.
Protestkiffen: Am 7. Mai gehen in der kolumbianischen Stadt Medellín gehen Menschen auf die Straße, um für die Legalisierung von Marihuana zu... rauchen. Diese Demonstrantin hat offenbar einen ganzen Obstkorb geplündert und zieht mit diesem fruchtigen Eigenbau-Inhalator gleich fünf Joints auf einmal durch.
Lustig in Louisville: Bereits seit 1875 findet das Kentucky Derby, ein Galopprennen für dreijährige Vollblüter statt. Auch abseits der Rennbahn gibt es scheinbar einen Wettstreit - um die abstruseste Hutmode. Diese Dame genießt gerade einen Mint Julep, ein Cocktail aus Minze, Bourbon Whiskey, Sirup und Crushed Ice. Ob sie sich Hutmut antrinkt?
Kriegsgedenken der Veteranen in Kiew: In der krisengeschüttelten Ukraine ist am Tag des Sieges über den Faschismus die Spaltung des Landes zutage getreten. In der Hauptstadt legte Präsident Petro Poroschenko (nicht im Bild) Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten nieder. In einer Rede zog der Staatschef Parallelen zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem aktuellen Konflikt mit prorussischen Separatisten in der Ostukraine.
Auf Draht: Das dritte internationale Hochseilturnier fand am letzten Samstag in Taizhou, China statt. Sechzehn Teilnehmer aus aller Welt trauten sich auf das nur 25 Millimeter dicke Seil, das über einen 400 Meter tiefen Abgrund führte. Der Gewinner kam aus Frankreich. Sein Tipp für Kollegen: Nicht runtergucken.