Blue Boy und die Insel Die Bilder der Woche
Schön stillhalten: Ein paar feine Pinselstriche noch, dann ist wieder eine neue Ganesha-Figur fertig. Die Nachfrage in Indien ist groß, denn ohne die elefantenköpfige Gottheit geht im Alltag frommer Hindus nichts. Kaum ein Straßenschrein, an dem Ganesha nicht verehrt wird. Die Gläubigen rufen ihn unter anderem an, wenn sie Glück brauchen oder etwas Neues beginnen. Von Mitte August bis Mitte September feiern sie das Ganesha-Fest.
Schattenspiel: Ein paar Grundschüler in der chinesischen Stadt Hefei spielen auf dem harten Steinfußboden eine Partie Basketball. Die Schule betreut sogenannte Leftover Children, also Kinder, deren Eltern ihre Heimatstadt verlassen haben, um woanders zu arbeiten. In ganz China gibt es mehrere Millionen Kinder, die den Großteil ihrer Jugend ohne direkten Kontakt zu Vater oder Mutter verbringen.
Rauchmelder: Der Vulkan Cotopaxi hält die Menschen in Ecuador weiter in Atem. Seine Aktivität hat im April nach langer Zeit der Ruhe wieder begonnen; und weil seine bislang letzte größere Eruption im Jahr 1877 stattfand, sind die Menschen durch die Aschefahnen beunruhigt. Pferde eher nicht.
Näher den Wolken: Der Pianist Stefan Aaron spielt auf seinem orangefarbenen Klavier in gut 300 Meter Höhe auf dem Yokohama Landmark Tower. Aaron ist ein klassischer Outdoor-Musikant. Er musiziert gerne an der frischen Luft, und der Auftritt in Japan gehört zu seiner Orange Piano Tour.
Abseilen aufs akkurate Grün: Iranische Mitglieder der paramilitärischen Basij-Miliz trainieren in Teheran für den Ernstfall. Laut einem Sprecher soll so die "Fähigkeit der Sicherheitskräfte bewiesen werden, die nationale Sicherheit zu gewährleisten".
Spielflugzeug: In Paranaque südlich der Stadt Manila spielen philippinische Kinder auf den Überresten einer ausgemusterten Passagiermaschine. Die Lokalregierung will an der Stelle einen öffentlichen Park bauen, mit dem Flugzeug als Hauptattraktion.
Kraulen im Dunkeln: Die Schwimmerin Felicity Passon von den Seychellen wärmt sich für ihr Finale auf. Ob im Aquatic Center der Tuanaimato Sports Facility auf Samao die Deckenbeleuchtung nicht funktionierte, oder die Belichtungszeit des Fotografen für diese spezielle Aufnahme sorgte, ist nicht bekannt.
Spanien? Nein, China! Während der traditionelle Stierkampf in vielen Orten in Europa verboten ist, erfreut er sich in Fernost offensichtlich einiger Beliebtheit. Dieses Stadion in Rongjiang in der Provinz Guizhou ist jedenfalls gut gefüllt. Kleiner Unterschied: Beim traditionellen Dong-Stierkampf treten zwei gut ausgebildete Stiere gegeneinander an - und nicht Mensch gegen Stier. Blutig wird es trotzdem. In der Region hat nahezu jedes Dorf einen Kampf-Stier.
Ein Herz und eine Lasagne: Auf dem Times Square in New York City füttert Deke Breuer seinen Hund Cahlupa mit Nudelauflauf. Der Mann aus Detroit reist schon seit Jahren durchs Land und hat seinem tierischen Begleiter viele Tricks beigebracht.
Kräftezehrender Job: Dieser ukrainische Feuerwehrmann kämpft mit Kollegen gegen einen Waldbrand in der Nähe von Kiew. Während die Einsatzkräfte stark gefordert waren, hatte die Sache zumindest für Schulkinder ihr Gutes. Sie bekamen einen Tag hitze- und rauchfrei.
Früh übt sich, wer einmal Schönheitskönigin werden will: Dakota Latinow, 6, schaut sich gemeinsam mit ihrer Mutter Diana schon einmal an, wo die Großen zum Schönheitswettbewerb antreten - bei den Vorrunden zur Miss-America-Wahl. Latinow hatte sicherlich ihre ganz persönliche Favoritin: Mrs. South Dakota Autumn Simunek, ihre große Schwester.
Auf und davon: Die Zelte von Flüchtlingen in einem Dorf bei Röszke werden vom Wind weggeweht. Tausende erreichen jeden Tag Ungarn. Allein am Dienstag wurden nach Angaben der ungarischen Polizei in der Grenzregion zu Serbien 2529 Flüchtlinge registriert. Am Mittwoch widersetzte sich eine Gruppe von 400 bis 500 Menschen der Polizei, die sie zur Sammelstelle Röszke geleiten wollte. Sie rannten zur nahe gelegenen Autobahn M5, die daraufhin für den Verkehr gesperrt wurde.
Leuchtende Rettung in der Nacht: Auch auf der griechischen Insel Lesbos sammeln sich die Dinge, die Hilfesuchende auf ihrer hektischen Flucht hinterlassen. Die Schwimmwesten am Stand leuchten im Dunkeln. Die Lage auf der Insel ist extrem angespannt, denn täglich kommen neue Migranten hinzu. Zu Gewaltausbrüchen kommt es immer wieder vor der Fähre Richtung Piräus. Lesbos hat gerade mal 85.000 Einwohner - und nun noch 15.000 Flüchtlinge dazu.
Gedenken an 9/11: Der "Tribute in Light" leuchtet wieder in Lower Manhatten. Erstmals erstrahlten die Scheinwerfer in New York - ein halbes Jahr nach den Anschlägen auf das World Trade Center, bei denen mehr als 3000 Menschen starben. Das ist nun 14 Jahre her.
Zugemüllt: In der chinesischen Stadt Qingdao bemühen sich Helfer, den Eingangsbereicht eines Wohnblocks von Unrat zu befreien. Den Müll hatte den Behörden zufolge eine ältere Frau hinterlassen, die ihn in ihrer Wohnung hortete und auch aus dem Fenster warf.
Logenplatz: Diese Jugendlichen auf einem Balkon im Zentrum von Kubas Hauptstadt Havanna hatten beste Sicht auf das Geschehen. Sie beobachteten die jährliche Prozession der Barmherzigen Jungfrau von Cobre, der Schutzpatronin Kubas.
Trauriger Platz: Ein palästinensischer Junge schläft in den Ruinen des Hauses seiner Familie im Gaza-Streifen. Es wurde im vergangenen Jahr durch israelischen Beschuss zerstört. Nun ist ein schwerer Sandsturm über die Region gezogen und hat das Leben in der zerstörten Stadt noch weiter erschwert.
Der Papst, die Witzfigur: Franziskus und dieser kleine Junge hatten bei einer Audienz im Vatikan großen Spaß.
F-22-Kampfflugzeug auf dem Weg nach Deutschland: Ein Pilot des 95. Fighter Squadron aus Tyndall, Florida, tankt in Großbritannien auf. Sein Ziel: die Spangdahlem-Airbase in Deutschland. Bereits im Februar verlegten die USA zwölf A-10-Kampfflugzeuge nach Deutschland - die besonders effektiv gegen Panzer vorgehen können.
Volk gegen Militär: Eine Palästinenserin schreit einen Soldaten in Kampfmontur an. In dem Dorf Nabi Saleh nahe Ramallah demonstriert sie gegen jüdische Siedlungsprojekte im Westjordanland. Gewalt von israelischen Siedlern gegen Palästinenser gehört seit Jahren zum Alltag. Der Uno-Nothilfekoordinator in den besetzten palästinensischen Gebieten hat seit Jahresbeginn 124 Angriffe durch israelische Siedler im Westjordanland und in Ost-Jerusalem registriert. Die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO spricht sogar von mehr als 360 Übergriffen. Hinzu kommen Angriffe von jüdischen Extremisten in Israel.
Bitte einmal ganz genau hinschauen: Unter diesem Wollberg verbirgt sich ein Schaf. Es kommt aus Australien, heißt Chris und hat einen Schur-Rekord aufgestellt: 40,45 Kilo Wolle schleppte das arme Tier mit sich herum. Das Merino-Schaf hatte sich von seiner Herde entfernt und in der Wildnis herumgetrieben. Dort wuchs die Wolle. Dass er sie nun los ist, hat Chris vermutlich das Leben gerettet.
Wanderfreunde: Diese Gnus sind, zusammen mit unzähligen Verwandten, unterwegs in Kenia - vom Serengeti-Nationalpark in das Naturreservat Masai Mara. Die Wanderung der riesigen Herden gehört zu den größten Tierzügen der Welt.
Schlammschlacht: Cross-Country-Radrennen können schmutzig werden. Das weiß auch Ramona Forchini. Doch für die Schweizerin hat sich der Einsatz gelohnt: Sie konnte den U23-Lauf bei den Weltmeisterschaften in La Massana in Andorra gewinnen.
Ja, ist denn schon wieder Karneval? Passanten an der Düsseldorfer Rheinuferpromenade dürften dieser Tage ordentlich zusammengezuckt sein. Teilnehmer des Zombie Walks hatten sich ganz besonders abscheulich herausgeputzt.
Hochstapler: Nach den verheerenden Explosionen im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin dauern die Aufräumarbeiten an. Mitte August waren auf dem Gelände Chemikalien explodiert. Hunderte Menschen wurden verletzt, 161 starben. Noch immer werden zwölf Personen vermisst.
Liebevolle Ankunft: Ein Paar umarmt und küsst sich, als es den Boden der Insel Lesbos betritt. Die Flüchtlinge erreichten die griechische Insel mit einem kleinen Boot. Mitten in der Flüchtlingskrise hielt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch eine eindringliche Rede und übte scharfe Kritik am Verhalten mancher Staaten in der Flüchtlingskrise. Er forderte die Länder dazu auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Zugleich warnte er vor dem nahenden Winter.
Dunkle Vorzeichen? Diese Ruderer wärmen sich frühmorgens auf, während die Wolken den Himmel verdunkeln. Sie hoffen sicher, dass das Wetter beim späteren Meisterschaftsrennen im französischen Aiguebelette mitspielen wird.
Oh Boy! Im eigentlichen Leben ist er einfach ein Schuljunge aus Mumbai. Doch anlässlich der Feierlichkeiten zum Janmashtami-Fest hat er sich in eine Miniaturausgabe von Krishna verwandelt. An Janmashtami feiern die Hindus die Geburt einer ihrer wichtigsten Gottheiten.
Maskenmänner: Traditionelle "Schlamm-Tänzer" im Osten Papua Neuguineas treten bei der Eröffnung des Forums der Pazifik-Inseln auf. Bei der Konferenz wollen Teilnehmer vor allem über ein Thema sprechen - die Gefahren des Klimawandels für die Region.