Bilder der Woche So heiß
Brandschutz: Ein Helikopter verteilt feuerhemmendes Mittel über Balmoral, rund 150 Kilometer von Sydney entfernt. Der Südosten Australiens leidet seit Oktober unter verheerenden Waldbränden.
Düstere Aussichten: Über der australischen Kleinstadt Tahmoor steigt grauer Rauch auf. Der australische Bundesstaat New South Wales rief aufgrund der Brände den Notstand aus.
Tierisch heiß: Ein Hund springt unter eine Dusche am St. Kilda Beach in Melbourne. Australien ächzt unter einer Hitzewelle. Am Mittwoch wurde erneut eine historische Hitzemarke gebrochen: Mit 41,9 Grad lag die landesweite durchschnittliche Höchsttemperatur so hoch wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Bereits am Dienstag waren 40,9 Grad gemessen worden.
Freiheit nach mehr als 30 Jahren: Jens Söring saß in den USA seit 1986 wegen eines Doppelmords im Gefängnis. Erst hatte er die Tat gestanden, später das Geständnis aber widerrufen. Ende November wurde bekannt, dass der mittlerweile 53-Jährige freikommt - und in seine Heimat Deutschland abgeschoben wird. Am Dienstag war es so weit: Söring landete in Frankfurt: "Das ist der schönste Tag meines Lebens", sagte er.
Der Klub der Teufel: In einer Kirche in Bogotá tritt ein als Teufel verkleideter Mann auf. "Teufel" aus aller Welt veranstalteten in der kolumbianischen Hauptstadt ein Konzil, um den Einfluss des gefallenen Engels zu feiern. Die Veranstaltung fand im Rahmen einer Tagung des Unesco-Ausschusses zum Immateriellen Kulturerbe statt.
Vorsicht: tief fliegende Hufe! Beim Pferderennen im englischen Newbury würden Sportreporter von "tiefem Geläuf" sprechen.
Notversorgung: Eine Gruppe Kinder holt in einem Flüchtlingslager in Somalia Wasser. Hier sind Menschen untergebracht, die von heftigen Überflutungen in und um die Stadt Beledweyne betroffen waren. Tausende Menschen mussten wegen der Naturkatastrophe ihre Häuser verlassen.
Im Einsatz: Eine Gruppe äthiopischer Soldaten patrouilliert durch Beledweyne. Sie gehören zur Friedenstruppe der Afrikanischen Union in Somalia. In dem Land herrscht seit Ende der Achtzigerjahre Bürgerkrieg.
Prozess: Am Mittwochabend hat das US-Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump eingeleitet. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Demokratin Nancy Pelosi, saß der Sitzung vor. Trump ist sein Amt nun noch nicht los. Im Januar geht der Fall an den Senat.
Beschuldigter Präsident: Donald Trump ist erst der dritte Präsident der US-Geschichte, gegen den ein Impeachment-Prozess eingeleitet wird. Vor der Entscheidung des Repräsentantenhauses schickte er noch einen sechsseitigen Wutbrief an Nancy Pelosi, die Spitzenfrau der Demokraten. Darin bezeichnete er den Vorgang unter anderem als "boshaft" und "selbstsüchtig".
Lachnummer: Nach Monaten voller Anhörungen, Rechtsgutachten und gegenseitiger Anschuldigungen hat das US-Repräsentantenhaus mehrheitlich für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den Präsidenten gestimmt. Die Beweise gegen Donald Trump wiegen schwer. Dennoch konnten die Abgeordneten Jamie Raskin und Doug Collins in der entscheidenden Sitzung über einen Witz lachen.
Eine Umarmung für die Siegerin: Toni Ann Singh wurde in London zur Miss World 2019 gekürt. "An dieses kleine Mädchen aus St. Thomas, Jamaika, und an alle Mädchen auf der ganzen Welt: Glaub an dich selbst", schrieb sie danach auf Twitter. "Diese Krone gehört nicht mir, sondern dir."
Einmal so richtig Dampf ablassen: Kyle Walker von Manchester City hat bei der Premier-League-Partie beim FC Arsenal eigentlich gar keinen Grund, so tief durchzuatmen. City gewann souverän und beförderte die Arsenal-Krise weiter.
Unter Sicherheitskräften: Mitte Oktober begannen die Menschen in Chile, gegen soziale Ungleichheit und das neoliberale Wirtschaftssystem zu protestieren, nachdem die Preise für die U-Bahn erneut erhöht werden sollten. Präsident Sebastián Piñera wechselte schließlich seine Minister aus, kündigte Reformen an. Der Protest geht dennoch weiter - zudem wirft die Uno der chilenische Polizei und der Armee Menschenrechtsverletzungen vor.
Streiklust: Die geplante Rentenreform in Frankreich sorgt für heftige Kritik. Vor zwei Wochen kam es daher erstmals zu umfassenden Streiks - im öffentlichen Verkehr kam es zu erheblichen Einschränkungen. Zuletzt zeigte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kompromissbereit. Er sei gewillt, die Pläne "nachzubessern", hieß es in dieser Woche.
Aufgeheizte Stimmung: Im Libanon gibt es seit Oktober Proteste gegen die politische Klasse, die aus Sicht der Demonstranten für die verbreitete Korruption und Misswirtschaft verantwortlich ist. Bei Protesten in der Hauptstadt Beirut kam es zuletzt mehrfach zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei.
Einblick: Ein Mann raucht in der Altstadt von Jerusalem eine Wasserpfeife.
Demut: Ein Gläubiger kriecht zur Wallfahrtskirche in Rincón. Tausende Kubaner pilgern jährlich zum heiligen Lazarus, weil sie hoffen, von Krankheiten geheilt zu werden.
Wie in einer verlassenen Westernstadt sieht es auf diesem Bild aus. Dabei handelt es sich aber um eine Aufnahme aus der Stadt Skopje. Die Hauptstadt von Mazedonien verzeichnete gerade einen traurigen Rekord. Sie ist die Hauptstadt mit der höchsten Luftverschmutzung, hieß es laut der Weltgesundheitsorganisation WHO.
Juristischer Erfolg: Die japanische Journalistin Shiori Ito klagte ihren Vergewaltiger öffentlich an - und brach damit ein gesellschaftliches Tabu. Es war der erste Fall in dem asiatischen Land, in dem eine Frau diesen Schritt machte. In einem Zivilprozess bekam sie 3,3 Millionen Yen (etwa 27.000 Euro) Schadenersatz zugesprochen. Das ist nur ein Bruchteil der von ihr ursprünglich geforderten Summe. Dennoch zeigte sich die 30-Jährige nach der Entscheidung dankbar und erleichtert.
Schwertransport der anderen Art: Die Er-Rizk-Moschee wird aus der ostanatolischen Stadt Hasankeyf weggebracht. Das Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert - und musste nun weichen. Der Ort am Tigris steht kurz vor der Flutung durch den Ilisu-Staudamm.
Diese drei jungen Orang-Utans wurden im indonesischen Pekanbaru befreit. Sie waren in die Hände von illegalen Wildtierhändlern geraten.
Weihnachtsmann gesichtet: Ein Mann im rotweißen Kostüm seilt sich vom Kollhoff Tower in Berlin ab.
Mehr als eine Show: Diese Gruppe feiert in der marokkanischen Hafenstadt Essaouira, dass die Unesco die Tradition des Gnawa in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat. Sie setzt sich der Organisation zufolge aus Musikveranstaltungen, Performances, Praktiken der Sufi-Bruderschaft und Heilungsritualen zusammen.