Friedland Ein Museum gegen die Hysterie
Das "Museum Friedland" eröffnete am 18. März in Friedland im Landkreis Göttingen.
Das "Grenzdurchgangslager Friedland" wurde im September 1945 auf Anordnung der britischen Besatzungsmacht als Anlaufstelle für Kriegsheimkehrer und Flüchtlinge eingerichtet. Hier sieht man Ausstellungsgegenstände zum Thema "Unterwegs in den Besatzungszonen".
Die Ausstellung beschäftigt sich mit 70 Jahren Migration nach Deutschland. Hier sind Urkunden und Dokumente zum Thema "Ankunft aus Ungarn" zu sehen.
Die "Friedlandglocke" - hier in einer Multimedia-Präsentation der Ausstellung - ist ein Wahrzeichen des "Grenzdurchgangslagers".
Joachim Baur, wissenschaftlicher Leiter des Ausstellungsteams, setzt auf subjektive Momente. Die Ausstellung versteht es, persönliches Erleben und kollektives Gedächtnis zusammenzubringen.
Die Friedland-Gedächtnisstätte für Heimkehrer und Kriegsgefangene der Künstler Martin Bauer und Hans Wachter wurde 1966 als Heimkehrerdenkmal errichtet.
Der Leiter der Ausstellung hofft, dass die Schau zu einer Relativierung momentaner Hysterisierung beiträgt. Ein Fazit gibt die Ausstellung nicht.
Das ist nur konsequent. Die Ausstellung muss fortgeschrieben werden. Denn die Migration nach Deutschland geht weiter - wie hier im August 2015 bei Flüchtlingen im Erstaufnahmelager in Friedland.